Hot Topic Seminar im Oktober auf dem RailCampus OWL in Minden

Der RailCampus OWL ist einer von vier Projektstandorten des DZM mit dem Schwerpunkt Smart Mobility. Die Vernetzung der vier Standorte erfolgt durch eine Reihe von Veranstaltungen wie Konferenzen, Tagungen sowie Summer- und Winterschools. Sie dienen sowohl der Kommunikation in Richtung Politik, Wirtschaft und Gesellschaft als auch der Kooperation zwischen den Standorten. Ziel ist es, Synergien zu nutzen und gemeinsam an systemübergreifenden Aspekten der Mobilität der Zukunft zu arbeiten.

Am 8. und 9. Oktober 2025 veranstaltet der RailCampus OWL in Minden das zweite Hot Topic Seminar in diesem Jahr. Das erste Seminar im Jahr 2025 wird im Juni in Hamburg stattfinden. 

Weitere Informationen zu den Inhalten folgen.

Mindener Weserfreunde zu Gast am RailCampus OWL

Gestern besuchten uns die Mindener Weserfreunde zu ihrer Mitgliederversammlung. RailCampus-Geschäftsführer Thore Arendt stellte den RailCampus OWL vor. Im Anschluss wurde intensiv über die geplante Standortentwicklung am RailCampus und den Studiengang diskutiert. Wir bedanken uns bei den Weserfreunden für ihren Besuch und wünschen viel Erfolg für die weitere Vereinsarbeit.

Schieneninfrastruktur: erstes SpringEvent am RailCampus OWL gibt Bahnsektor Anlass zu Kritik und Hoffnung

Elektrifizierung, Digitalisierung und Planbarkeit sind generell unverzichtbare Schlagworte in Diskussionsrunden und Talkshows. Sie kamen auch gestern beim ersten SpringEvent am RailCampus OWL in Minden nicht zu kurz. Rund 50 geladene Gäste aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft nahmen an der Veranstaltung mit dem Titel „Regionale Infrastruktur und die Rolle der Schiene“ teil. 

Sie erhielten einen regionalen Überblick der Situation der Schieneninfrastruktur in zwei Bundesländern von Dr. Carla Eickmann, Leiterin des Referats „Schiene und Logistik“ im Niedersächsischen Ministerium für Wirtschaft, Verkehr, Bau und Digitalisierung und von Jens Petershöfer, Leiter der Gruppe „Vernetzte Mobilität“ – Ministerium für Umwelt, Naturschutz und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen. Beide Referenten stellten die wichtigsten Projekte Bundesländern vor und nahmen zusammen mit Hans Peter Lang, Beauftragter Systemintegration Digitale Schiene und Dr. Lars Müller von der DB Systemtechnik GmbH an der anschließenden Podiumsdiskussion teil.

Vorträge und Diskussion zeigten die Kapazitätsengpässe und den enormen Handlungsbedarf deutlich auf. Die 500 Milliarden als geplantes Sondervermögen für die Infrastruktur, auf die sich CDU/CSU und SPD vornehmlich geeinigt haben, sollten kritisch begleitet und wohlüberlegt ausgegeben werden, so die Meinung der Diskussionsteilnehmer. Dabei muss der Fokus auf der Schiene als wichtigster Verkehrsträger für eine nachhaltige Verkehrswende klar erkennbar sein.

„Es besteht ein Rückstau. Rund 20 % der Infrastruktur in Niedersachsen sind von Generalsanierungen betroffen“, sagte Dr. Carla Eickmann. Die Länder sollten ihrer Meinung nach bei (Finanz)Planungen öfters mit am Tisch sitzen. „Die Schiene ist ein komplexes und langfristiges Projekt“, meinte Jens Petershöfer. Bei der Kostenplanung sei es wichtig, die Inflationsrate über die Jahre zu berücksichtigen, um das Budget einzuhalten. Aus diesem Grund und aus weiteren Gründen wie dem Fachkräftemangel und der notwendigen Handlungsgeschwindigkeit beim Klimaschutz sollte seiner Meinung nach verstärkt auf die Bestandssanierung und der Digitalisierung von Prozessen als auf Neubaustrecken gesetzt werden. Erfolgreiche Projekte im Schienensektor sind komplexe und langfristige Aufgaben. Sie müssen über Legislaturperioden hinausgedacht und Preisentwicklungen mit eingeplant werden.

Standardisierung hatte für Dr. Müller und Herrn Lang von der Deutschen Bahn Priorität.  Allein die unterschiedlichen Höhen der Bahnsteige in Niedersachsen und Nordrhein-Westfalens, historisch bedingt, fordern Anpassungen am rollenden Material. Klare Anforderungen an das System Schiene und eine integrierte Planung, die alle Betroffenen frühzeitig einbindet, sind der Weg zu mehr Effizienz in einem sehr komplexen System.

Die Teilnehmer äußerten sich auch positiv. So wurde das Transeuropäische Verkehrsnetz (TEN-T) als positives Beispiel für die Planung und Entwicklung einer kohärenten, effizienten, multimodalen und hochwertigen Verkehrsinfrastruktur in der gesamten EU gesehen. Ein starkes Signal sei, so Hans Peter Lang, dass die Nachfrage da sei. „Dort, wo es gelungen ist, Strecken zu bauen oder renovieren und alles in Betrieb zu nehmen, wird es voll genutzt, und das gibt Anlass zur Hoffnung.“ 

Wir bedanken uns bei allen Referenten und Teilnehmern für die rege Teilnahme am ersten erfolgreichen SpringEvent im RailCampus. Auf Wiedersehen im nächsten Jahr!

MONOCAB selbst erleben mit Testfahrten und Besichtigungen

Das DZM-Projekt enableATO beschäftigt sich mit neuartigen Kleinfahrzeugen wie dem MONOCAB, die automatisiert auf bestehenden Gleisanlagen in ländlichen Räumen fahren. Die Forschung und Entwicklung konzentriert sich vor allem auf Technologien, die Aufgaben des Zugpersonals übernehmen können.

Wer möchte, kann das MONOCAB in den nächsten Wochen bei einer exklusiven Besichtigung und Testfahrt live erleben. An drei Freitagen (28.03., 04.04. und 09.05. – jeweils von 15.00 bis 17.30 Uhr) können Interessierte die Technik hinter dem System kennenlernen und den Experten, die mit dem MONOCAB arbeiten, Fragen stellen. Die Testfahrten und Besichtigungen finden in der MONOCAB-Halle des BegaParks (linksseitig vom Gebäude), Industriestraße 13b in Dörentrup statt.

Anmeldung unter folgendem Link:

https://eveeno.com/monocab_testtage

Die Zukunft des digitalen Stellwerks – 17. Schienengespräch ist online

Auftakt der Schienengespräche 2025 am 21. Februar war das Thema „Die Zukunft des Digitalen Stellwerks“. Vielen Dank an alle Teilnehmenden, besonders aber an unsere beiden Referenten Dr. Bernd Elsweiler (DB InfraGO) und Jan van der Heide (Pilz Business Unit Rail). Zwei sehr gute Fachvorträge, um digitale Stellwerke und ihren Nutzen besser zu verstehen. Der Link zum 17. Schienengespräch mit dem Titel „Die Zukunft des digitalen Stellwerks – Schlüssel zu mehr Pünktlichkeit?“ findet sich auf https://youtu.be/hs_V-0UlOz8

Verkehrsflusssimulationen am Abschlusstag der Winterschool

Wie simuliert man den Verkehrsfluss auf der Straße am Computer? Mit dieser Frage beschäftigten sich die Teilnehmenden am letzten Tag (20.02.2025) der DZM-Winterschool 2025 in Karlsruhe. Nachdem sie ihre Forschungsthemen präsentiert hatten, gab Dr. Peter Vortisch vom KIT eine Einführung in computergenerierte Verkehrsmodelle. Unter anderem ging er auf die Berechnungsgrundlagen bei der Erstellung solcher Modelle ein.

Anschließend durften die Promovierenden selbst mit Hilfe der Software PTV Vissim eine einfache Simulation mit fahrenden Autos auf einer Straßenkreuzung erstellen. Sie lernten, wie groß die Abstände zwischen hintereinander fahrenden Fahrzeugen bei bestimmten Geschwindigkeiten sind und wie groß die Abstände zu quer fahrenden Fahrzeugen beim Abbiegen an Kreuzungen sein müssen.

Doch auch an diesem Tag wurde das Programm wieder durch eine interessante Exkursion ergänzt. Diesmal ging es zum Forschungszentrum Informatik, wo unter anderem autonome Fahrzeuge entwickelt werden und an KI-Lösungen zum Mobilitätsmanagement in Städten gearbeitet wird. Drei lehrreiche Tage sind damit für die Promovierenden vom RailCampus OWL zu Ende gegangen. In diesen drei Tagen haben sie nicht nur verschiedene Forschungsfelder zur Mobilität der Zukunft kennengelernt, sondern konnten sich auch mit Doktorandinnen und Doktoranden anderer DZM-Standorte vernetzen. So durften sie wertvolle Impulse für ihre weitere Forschungsarbeit mitnehmen. Wir danken dem KIT für die tolle Organisation und freuen uns bereits auf die DZM-Winterschool 2026!  

Text und Bilder: Gero Brinkmann, Institut für Wissenschafsdialog (IWD)

Impressionen Tag 3 Winterschool

Save the date – InnoDay 2025 am RailCampus OWL

DAS EVENT | Am 15. Mai 2025 veranstaltet der RailCampus OWL e.V. zum dritten Mal den InnoDay, ein Branchenevent, auf dem sich Wissenschaft, Wirtschaft und Politik unter dem Dach des RailCampus begegnen und über die Zukunftstrends der Bahntechnik austauschen.

DER ORT | Auf dem Gelände der DBSystemtechnik in Minden heißen wir ein Fachpublikum mit über 200 Fachgästen willkommen, die sich über neueste technische Trends und Innovationen im Bahnsektor informieren.

DAS MOTTO | Das diesjährige Motto des InnoDay lautet „Intelligent Rail Infrastructure & System Automation“ und steht im Zeichen von Vernetzung und Transparenz. Auf 20 Ständen haben Aussteller die Möglichkeit, ihre neuesten Technologien und Konzepte zu präsentieren. Das begleitende Veranstaltungsprogramm bietet zusätzliche Informationen und die Möglichkeit zur weiteren Diskussion.

RAUM FÜR AUSTAUSCH | Das Umfeld der Maschinenhalle als Ausstellungs- und Treffpunkt sowie ganztägiges Catering sorgen für eine kommunikative Atmosphäre. 

INTERESSE | Wer sich für den InnoDay interessiert und daran teilnehmen möchte, kann uns gerne kontaktieren unter: kontakt@railcampus-owl.de

Impressionen InnoDay 2024

Auswirkungen autonomer Mobilitätssysteme am Tag 2

Am Mittwoch (19.02.2025) standen die Präsentationen der Teilnehmenden zu ihren jeweiligen Forschungsthemen auf dem Programm. Unter anderem präsentierte Stella Wermuth (Bild oben) für den RailCampus OWL den aktuellen Forschungsstand bei der Innenraumüberwachung des MONOCABS.

Doch auch das KIT gab wieder Einblicke in seine Forschungsarbeit: Dr. Eckhard Szimba stellte die wichtigsten Auswirkungen autonomer Mobilitätssysteme auf die Volkswirtschaft vor. Nachdem er den Einfluss von Einzelpersonen, Behörden, Unternehmen und der Umwelt auf den sozial-ökonomischen Status gesellschaftlicher Gruppen erläutert hatte, teilten sich die Anwesenden in drei Gruppen auf und betrachteten autonome PKWs, autonome Ridehailing-Alternativen zu Uber und Ridepooling-Angebote wie autonome Shuttles. Dabei sollten sie präsentieren, wie sich diese autonomen Mobilitätsarten auf die Kosten von Einzelnutzern, auf sozioökonomische Kosten insgesamt und auf die Transportbranche auswirkt.

Auch diesmal ging es aber wieder raus aus dem Konferenzraum. Nach dem Mittagessen ging es zur Besichtigung des Asphaltlabors des KIT, wo die Teilnehmenden Informationen Eigenschaften von Asphalt und seinen verschiedenen Zusammensetzungen erhielten. Im Stahl- und Betonlabor hingegen erfuhr die Gruppe zusätzlich zur Zusammensetzung auch Einiges über die Widerstandsfähigkeit der beiden Materialien unter diversen Voraussetzungen.

Abgerundet wurde der Tag wiederum von Präsentationen der Teilnehmenden zu ihren Forschungsthemen, die am Donnerstag zum Abschluss kommen werden. 

Text und Bilder: Gero Brinkmann, Institut für Wissenschafsdialog (IWD)

Auftakt der DZM-Winterschool 2025 in Karlsruhe

Rund 20 Promovierende der vier DZM-Standorte (Karlsruhe, Hamburg, Annaberg-Buchholz und Minden) kommen in dieser Woche bei der DZM-Winterschool im Technologiepark in Karlsruhe zusammen. Auch der RailCampus OWL in Minden ist mit sieben Teilnehmenden vertreten. Im Mittelpunkt der Winterschool steht dabei die Vernetzung und der Austausch der Nachwuchswissenschaftler:innen zu ihren jeweiligen Forschungsthemen. Das Kennenlernen des DZM-Standortes Karlsruhe mit seinen Forschungslaboren kommt dabei aber nicht zu kurz. Unser Korrespondent vor Ort, Gero Brinkmann vom Institut für Wissenschafsdialog (IWD), berichtet.

Zum Start in die Winterschool am 18. Februar begrüßte Dr. Matthias Vollat (im Bild oben) vom Karlsruher Institut für Technologie (KIT) die Teilnehmenden. Im Anschluss daran gab Torsten Fleischer vom KIT eine Einführung in das Verkehrssystem als soziotechnisches System. Er stellte heraus, dass technische Entwicklungen allgemein und damit auch im Bereich der Mobilität immer in Wechselwirkung zueinander stehen: Technische Entwicklungen bewirken gesellschaftliche Veränderungen, andererseits sind technische Veränderungen auch immer von gesellschaftlichen Rahmenbedingungen abhängig – beispielsweise der Bereitschaft zur Nutzung der innovativen Lösungen durch Bürger:innen. Das Einbeziehen verschiedener gesellschaftlicher Gruppen in die Entwicklung technischer Lösungen ist daher auch eine gängige Form der Technikfolgenabschätzung, zu der Jens Schippl (KIT) dann einige Szenarien vorgestellt hat.

Nachdem der Vormittag noch durch Input geprägt war, erhielten die Teilnehmenden am Nachmittag die Gelegenheit, den Campus Ost des Karlsruher Instituts für Technologie näher kennenzulernen. Dabei führte Dr. Matthias Vollat die Anwesenden durch die Labore des Instituts für Fahrzeugsystemtechnik, wo u. a. ein Rad-Prüfstand zur Messung von Fahrzeugbetriebsbedingungen und ein Raum zur Messung der Fahrakustik besichtigt werden konnte.

Schließlich schlüpften die Teilnehmenden in einem kleinen Spiel in verschiedene Rollen. In einer fiktiven Bürgerversammlung sollte dann über ein zukunftsfähiges Mobilitätskonzept einer Großstadt diskutiert werden.

Nach diesem abwechslungsreichen Auftakt in die DZM-Winterschool freuen wir uns schon auf den zweiten Tag! Dann stellen die Teilnehmenden in Impulsvorträgen ihre Forschungsthemen vor.