Verkehrsflusssimulationen am Abschlusstag der Winterschool

Wie simuliert man den Verkehrsfluss auf der Straße am Computer? Mit dieser Frage beschäftigten sich die Teilnehmenden am letzten Tag (20.02.2025) der DZM-Winterschool 2025 in Karlsruhe. Nachdem sie ihre Forschungsthemen präsentiert hatten, gab Dr. Peter Vortisch vom KIT eine Einführung in computergenerierte Verkehrsmodelle. Unter anderem ging er auf die Berechnungsgrundlagen bei der Erstellung solcher Modelle ein.

Anschließend durften die Promovierenden selbst mit Hilfe der Software PTV Vissim eine einfache Simulation mit fahrenden Autos auf einer Straßenkreuzung erstellen. Sie lernten, wie groß die Abstände zwischen hintereinander fahrenden Fahrzeugen bei bestimmten Geschwindigkeiten sind und wie groß die Abstände zu quer fahrenden Fahrzeugen beim Abbiegen an Kreuzungen sein müssen.

Doch auch an diesem Tag wurde das Programm wieder durch eine interessante Exkursion ergänzt. Diesmal ging es zum Forschungszentrum Informatik, wo unter anderem autonome Fahrzeuge entwickelt werden und an KI-Lösungen zum Mobilitätsmanagement in Städten gearbeitet wird. Drei lehrreiche Tage sind damit für die Promovierenden vom RailCampus OWL zu Ende gegangen. In diesen drei Tagen haben sie nicht nur verschiedene Forschungsfelder zur Mobilität der Zukunft kennengelernt, sondern konnten sich auch mit Doktorandinnen und Doktoranden anderer DZM-Standorte vernetzen. So durften sie wertvolle Impulse für ihre weitere Forschungsarbeit mitnehmen. Wir danken dem KIT für die tolle Organisation und freuen uns bereits auf die DZM-Winterschool 2026!  

Text und Bilder: Gero Brinkmann, Institut für Wissenschafsdialog (IWD)

Impressionen Tag 3 Winterschool

Save the date – InnoDay 2025 am RailCampus OWL

DAS EVENT | Am 15. Mai 2025 veranstaltet der RailCampus OWL e.V. zum dritten Mal den InnoDay, ein Branchenevent, auf dem sich Wissenschaft, Wirtschaft und Politik unter dem Dach des RailCampus begegnen und über die Zukunftstrends der Bahntechnik austauschen.

DER ORT | Auf dem Gelände der DBSystemtechnik in Minden heißen wir ein Fachpublikum mit über 200 Fachgästen willkommen, die sich über neueste technische Trends und Innovationen im Bahnsektor informieren.

DAS MOTTO | Das diesjährige Motto des InnoDay lautet „Intelligent Rail Infrastructure & System Automation“ und steht im Zeichen von Vernetzung und Transparenz. Auf 20 Ständen haben Aussteller die Möglichkeit, ihre neuesten Technologien und Konzepte zu präsentieren. Das begleitende Veranstaltungsprogramm bietet zusätzliche Informationen und die Möglichkeit zur weiteren Diskussion.

RAUM FÜR AUSTAUSCH | Das Umfeld der Maschinenhalle als Ausstellungs- und Treffpunkt sowie ganztägiges Catering sorgen für eine kommunikative Atmosphäre. 

INTERESSE | Wer sich für den InnoDay interessiert und daran teilnehmen möchte, kann uns gerne kontaktieren unter: kontakt@railcampus-owl.de

Impressionen InnoDay 2024

Auswirkungen autonomer Mobilitätssysteme am Tag 2

Am Mittwoch (19.02.2025) standen die Präsentationen der Teilnehmenden zu ihren jeweiligen Forschungsthemen auf dem Programm. Unter anderem präsentierte Stella Wermuth (Bild oben) für den RailCampus OWL den aktuellen Forschungsstand bei der Innenraumüberwachung des MONOCABS.

Doch auch das KIT gab wieder Einblicke in seine Forschungsarbeit: Dr. Eckhard Szimba stellte die wichtigsten Auswirkungen autonomer Mobilitätssysteme auf die Volkswirtschaft vor. Nachdem er den Einfluss von Einzelpersonen, Behörden, Unternehmen und der Umwelt auf den sozial-ökonomischen Status gesellschaftlicher Gruppen erläutert hatte, teilten sich die Anwesenden in drei Gruppen auf und betrachteten autonome PKWs, autonome Ridehailing-Alternativen zu Uber und Ridepooling-Angebote wie autonome Shuttles. Dabei sollten sie präsentieren, wie sich diese autonomen Mobilitätsarten auf die Kosten von Einzelnutzern, auf sozioökonomische Kosten insgesamt und auf die Transportbranche auswirkt.

Auch diesmal ging es aber wieder raus aus dem Konferenzraum. Nach dem Mittagessen ging es zur Besichtigung des Asphaltlabors des KIT, wo die Teilnehmenden Informationen Eigenschaften von Asphalt und seinen verschiedenen Zusammensetzungen erhielten. Im Stahl- und Betonlabor hingegen erfuhr die Gruppe zusätzlich zur Zusammensetzung auch Einiges über die Widerstandsfähigkeit der beiden Materialien unter diversen Voraussetzungen.

Abgerundet wurde der Tag wiederum von Präsentationen der Teilnehmenden zu ihren Forschungsthemen, die am Donnerstag zum Abschluss kommen werden. 

Text und Bilder: Gero Brinkmann, Institut für Wissenschafsdialog (IWD)

Auftakt der DZM-Winterschool 2025 in Karlsruhe

Rund 20 Promovierende der vier DZM-Standorte (Karlsruhe, Hamburg, Annaberg-Buchholz und Minden) kommen in dieser Woche bei der DZM-Winterschool im Technologiepark in Karlsruhe zusammen. Auch der RailCampus OWL in Minden ist mit sieben Teilnehmenden vertreten. Im Mittelpunkt der Winterschool steht dabei die Vernetzung und der Austausch der Nachwuchswissenschaftler:innen zu ihren jeweiligen Forschungsthemen. Das Kennenlernen des DZM-Standortes Karlsruhe mit seinen Forschungslaboren kommt dabei aber nicht zu kurz. Unser Korrespondent vor Ort, Gero Brinkmann vom Institut für Wissenschafsdialog (IWD), berichtet.

Zum Start in die Winterschool am 18. Februar begrüßte Dr. Matthias Vollat (im Bild oben) vom Karlsruher Institut für Technologie (KIT) die Teilnehmenden. Im Anschluss daran gab Torsten Fleischer vom KIT eine Einführung in das Verkehrssystem als soziotechnisches System. Er stellte heraus, dass technische Entwicklungen allgemein und damit auch im Bereich der Mobilität immer in Wechselwirkung zueinander stehen: Technische Entwicklungen bewirken gesellschaftliche Veränderungen, andererseits sind technische Veränderungen auch immer von gesellschaftlichen Rahmenbedingungen abhängig – beispielsweise der Bereitschaft zur Nutzung der innovativen Lösungen durch Bürger:innen. Das Einbeziehen verschiedener gesellschaftlicher Gruppen in die Entwicklung technischer Lösungen ist daher auch eine gängige Form der Technikfolgenabschätzung, zu der Jens Schippl (KIT) dann einige Szenarien vorgestellt hat.

Nachdem der Vormittag noch durch Input geprägt war, erhielten die Teilnehmenden am Nachmittag die Gelegenheit, den Campus Ost des Karlsruher Instituts für Technologie näher kennenzulernen. Dabei führte Dr. Matthias Vollat die Anwesenden durch die Labore des Instituts für Fahrzeugsystemtechnik, wo u. a. ein Rad-Prüfstand zur Messung von Fahrzeugbetriebsbedingungen und ein Raum zur Messung der Fahrakustik besichtigt werden konnte.

Schließlich schlüpften die Teilnehmenden in einem kleinen Spiel in verschiedene Rollen. In einer fiktiven Bürgerversammlung sollte dann über ein zukunftsfähiges Mobilitätskonzept einer Großstadt diskutiert werden.

Nach diesem abwechslungsreichen Auftakt in die DZM-Winterschool freuen wir uns schon auf den zweiten Tag! Dann stellen die Teilnehmenden in Impulsvorträgen ihre Forschungsthemen vor.

MeinungDerMitglieder – Politische Prioritätensetzung in der Forschung

Nach der Bundestagswahl am 23. Februar werden die politischen Weichen neu gestellt. Welche Schwerpunkte sollte die Politik in der Schienenverkehrsforschung setzen? Wir haben unsere Mitglieder gefragt. Prioritätensetzung ist wichtig, deshalb konnten sie nur eine Antwort ankreuzen. In dieser nicht repräsentativen Umfrage haben wir 21 Antworten erhalten. Das Ergebnis finden Sie hier. 

Teilnehmer gesucht für Diskussionsrunden „Land in Bewegung – Mobilität für unsere Dörfer“

Im Februar / März werden im Rahmen des Wissenschaftsdialogs Untersuchungen und Forschungen im Bereich der Nutzerakzeptanz automatisierter Verkehre durchgeführt. Im Rahmen des Projekts enableATO untersucht die Hochschule Bielefeld (HSBI) die Nutzerakzeptanz automatisierter Verkehre. In diesem Rahmen führt sie Diskussionsrunden zum Thema „Land in Bewegung – Mobilität für unsere Dörfer“ durch, an denen sich Bürgerinnen und Bürger beteiligen können.

Ziel ist es, Meinungen und Bewertungen zu innovativen Mobilitätskonzepten im ländlichen Raum zu erfahren. Geplant sind insgesamt drei Austauschrunden von jeweils zwei bis drei Stunden mit jeweils sechs bis zehn Teilnehmenden. Die Diskussionsrunden finden an drei verschiedenen Orten statt: in Sande bei Paderborn als Beispielregion für den ländlichen Raum, an der HSBI in Bielefeld sowie online. Die Teilnahme wird mit 50 Euro vergütet. Von den Teilnehmenden werden keine Vorkenntnisse erwartet, Erfahrungen im ländlichen Raum sind jedoch erwünscht. Auf diese Weise können sie die Mobilität der Zukunft mitgestalten.

Für die Diskussionen werden noch Teilnehmerinnen und Teilnehmer gesucht. Interessierte können sich unter dem Link https://ww3.unipark.de/uc/Diskussionsrunde_Mobilitaet/ anmelden. Hier sind untern anderem einige Einstiegsfragen zur Mobilität zu beantworten. Die Diskussionsrunden werden im Februar/März stattfinden.

Kontakt für Rückfragen: Jana Dreischalück, Tel. 0521 106 70413, jana.dreischalueck1@hsbi.de   

Forschung DZM Projekt jetzt online verfolgen – Bürger können sich aktiv beteiligen

Das Forschungsprojekt enableATO/DZM, das im Rahmen des DZM am RailCampus OWL in Minden durchgeführt wird, schreitet voran und erste Ergebnisse sind nun sichtbar. Um das Projekt transparent darzustellen, gibt es jetzt eine enableATO-Seite, auf der das gesamte Projekt erklärt wird. In einem nächsten Schritt können sich Bürgerinnen und Bürger in Diskussionsrunden aktiv in das Forschungsprojekt einbringen: Die Anmeldung ist ab sofort möglich.

Projekt auf Website transparent dargestellt

Die neue enableATO/DZM Seite erläutert die Maßnahmen des Forschungsvorhabens um Lösungen für einen automatisierten Schienenverkehr als Basis für eine nachhaltige und vernetzte Mobilität in ländlichen Räumen zu schaffen. ATO steht für Automatic Train Operation, automatisierter Fahrbetrieb. Ziel des Forschungsprojekts ist es, neue, automatisierte schienenbasierte Verkehrssysteme zu entwickeln, die mit anderen und bestehenden Verkehrsträgern zusammenwirken können.

„Wir freuen uns, dass alle Interessierten nun unsere Projektaktivitäten zur automatisierten und vernetzen Mobilität am DZM-Projektstandort Minden verfolgen können“, sagt Thore Arendt, Geschäftsführer des RailCampus OWL e.V.. Unter https://railcampus-owl.de/dzm/ wird deutlich, welche Organisationen und Unternehmen am Projekt beteiligt sind, was und wie geforscht wird, welche Teilprojekte es gibt und es werden illustrierende Grafiken, Bilder und Filme bereitgestellt. Darüber hinaus informiert das Projektteam regelmäßig über Veranstaltungen und Ergebnisse.

Diskussionsrunden „Land in Bewegung – Mobilität für unsere Dörfer“

Im Februar / März werden im Rahmen des Wissenschaftsdialogs Untersuchungen und Forschungen im Bereich der Nutzerakzeptanz automatisierter Verkehre durchgeführt. Im Rahmen des Projekts enableATO untersucht die Hochschule Bielefeld (HSBI) die Nutzerakzeptanz automatisierter Verkehre. In diesem Rahmen führt sie Diskussionsrunden zum Thema „Land in Bewegung – Mobilität für unsere Dörfer“ durch, an denen sich Bürgerinnen und Bürger beteiligen können.

Ziel ist es, Meinungen und Bewertungen zu innovativen Mobilitätskonzepten im ländlichen Raum zu erfahren. Geplant sind insgesamt drei Austauschrunden von jeweils zwei bis drei Stunden mit jeweils sechs bis zehn Teilnehmenden. Die Diskussionsrunden finden an drei verschiedenen Orten statt: in Sande bei Paderborn als Beispielregion für den ländlichen Raum, an der HSBI in Bielefeld sowie online. Die Teilnahme wird mit 50 Euro vergütet. Von den Teilnehmenden werden keine Vorkenntnisse erwartet, Erfahrungen im ländlichen Raum sind jedoch erwünscht. Auf diese Weise können sie die Mobilität der Zukunft mitgestalten.

Für die Diskussionen werden noch Teilnehmerinnen und Teilnehmer gesucht. Interessierte können sich unter dem Link https://ww3.unipark.de/uc/Diskussionsrunde_Mobilitaet/ anmelden. Hier sind untern anderem einige Einstiegsfragen zur Mobilität zu beantworten. Die Diskussionsrunden werden im Februar/März stattfinden.

Kontakt für Rückfragen: Jana Dreischalück, Tel. 0521 106 70413, jana.dreischalueck1@hsbi.de   

Systemarchitektur ein wichtiger Schritt vorwärts

Das Forschungsprojekt enableATO/DZM am RailCampus OWL ist wieder einen wichtigen Schritt vorangekommen. Von Montag 27. Januar bis Mittwoch 29. Januar tauschten sich in Minden rund 20 Teilnehmer aus verschiedenen Teilprojekten in zwei Gruppen über die Systemarchitektur für das Projekt enableATO (Automatisierter Bahnverkehr als Basis für eine nachhaltige, vernetzte Mobilität in ländlichen Räumen) aus.

Eine Gruppe diskutierte über die ATO-Infrastruktur und sprach unter anderem über die Realisierung einer Art Zugsicherung zur Erkennung und Vermeidung von Fahrzeugkollisionen, der spezifischen Kommunikationsinfrastruktur für einen autonomen Betrieb und Leitstand. Die andere Gruppe befasste sich mit der ATO-Onboard Technologie und suchte unter anderem nach Lösungen für die Anbindung an den Leitstand und nach einem Sensorsystem zur Überwachung der Streckenfreiheit und des Innenraums.

Der Workshop zur Erarbeitung der Systembeschreibung wurde von DB-Systemtechnik und Fraunhofer IOSB-INA durchgeführt. Es konnten erste Funktionen, Submodule und Schnittstellen definiert werden. Der Detailgrad wird nachfolgend mit den Entwicklern erhöht, um letztendlich für eine Safety- und Securityanalyse aber auch Zulassung eine gute Grundlage zu haben.

Tempo raus bei der Bahn-Digitalisierung. Ist das der richtige Weg?

Pünktlich zum Jahresbeginn, am 2. Januar, verkündete RailBusiness: Die Digitalisierung der Deutschen Bahn wird ausgebremst. Aufgrund politischer Entscheidungen soll die Umsetzung strategischer Digitalisierungsprojekte zwar weitergehen, aber deutlich langsamer – die Geschwindigkeit wird teilweise halbiert. Angesichts der angespannten finanziellen Lage und der enormen Herausforderungen bei der Instandsetzung der Infrastruktur ist es mehr als nachvollziehbar, wenn Prioritäten gesetzt werden. Doch birgt ein verlangsamtes Tempo bei der Digitalisierung das Risiko, die Zukunftsfähigkeit des Systems Bahn zu gefährden. Die Mobilität der Zukunft ist ohne die Bahn nicht denkbar. Um dieser Schlüsselrolle gerecht zu werden, muss das System Bahn beweisen, dass es für kommende Anforderungen gerüstet ist – und das gelingt nur mit digitalen Lösungen. Dennoch besteht die Versuchung, vermeintlich abstrakte digitale Projekte zugunsten des Tagesgeschäfts in den Hintergrund zu schieben und sie auch in Zukunft als Einsparpotenzial zu sehen.

Die Konzentration der Ressourcen auf zentrale Projekte wie ETCS, automatisiertes Fahren und CTMS ist ein sinnvoller Schritt. Doch um Fortschritte sichtbar zu machen und Vertrauen in die digitale Transformation zu schaffen, braucht es klare Meilensteine, Transparenz und vor allem greifbare Erfolge – wie beim Digitalen Knoten Stuttgart. Zusätzlich müssen neue Ansätze in der Projektsteuerung und eine stärkere Forschungsinfrastruktur an technischen Standorten her. Nur so kann das System Bahn wieder als zukunftsfähige Lösung für Mobilität wahrgenommen werden. Die Digitalisierung als Einsparmaßnahme zu betrachten, ist hingegen keine nachhaltige Strategie – vielmehr riskiert man so, langfristig den Anschluss an die Straße zu verlieren.

Thore Arendt,

Geschäftsführer RailCampus OWL