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Prüfstand für Gummi-Metall-Federn: Baustein für die automatisierte Instandhaltung

Das vom Deutschen Zentrum Mobilität der Zukunft (DZM) geförderte Forschungsprojekt enableATO arbeitet auf verschiedenen Ebenen an Lösungen für den automatisierten Bahnverkehr, der eine zentrale Rolle für die vernetzte Mobilität der Zukunft im ländlichen Raum spielen soll. In einem Teilprojekt wird dabei an einem Digitalen Zwilling gearbeitet – genauer gesagt einem virtuellen Abbild eines Regionalzugs. Ziel ist es, die Instandhaltung von Fahrzeugkomponenten künftig zu automatisieren und dadurch effizienter, planbarer und nachhaltiger zu gestalten.

Mit dem digitalen Zwilling will das Team Fahrzeugkomponenten kontinuierlich überwachen (Condition Monitoring). Ein Schwerpunkt liegt dabei auf den Gummi-Metall-Federn im Fahrwerk der Regionalzüge. Die sogenannten Primärfedern dämpfen Schwingungen und tragen maßgeblich zum Fahrkomfort bei. Da sie im Betrieb stark beansprucht werden, ist ihre regelmäßige Wartung besonders wichtig.

Um den Verschleiß dieser Komponenten besser zu verstehen und eine automatisierte Zustandsüberwachung zu ermöglichen, wurde am Standort der DB Systemtechnik in Minden ein neuer Prüfstand eingerichtet. Dort können die Federn unter realistischen Bedingungen getestet werden. Durch gezielte Schwingungsanregungen wird das Verhalten der Gummi-Metall-Federn bei Belastung gemessen und ausgewertet. Die gewonnenen Daten verbessern die Simulationsmodelle des Digitalen Zwillings und erhöhen deren Aussagekraft. Gleichzeitig entsteht eine Datenbasis, mit der sich spätere Messungen aus dem realen Betrieb besser einordnen lassen.

Für die Untersuchungen stehen derzeit acht gebrauchte und zwei neue Federn bereit. Der Prüfstand befindet sich aktuell in der finalen Einrichtung, und Messungen sind im kommenden Jahr vorgesehen. Damit leistet der Prüfstand in Minden einen wichtigen Beitrag zur Weiterentwicklung der automatisierten Instandhaltung im Schienenverkehr.


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MONOCAB Testung im November

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Erfolgreicher Testtag der ATO-Sensorik am MONOCAB

Am 4. November 2025 fand ein wichtiger Testtag für das Projekt enableATO am MONOCAB statt. Ziel war es, die in dem Projekt entwickelte Sensorik erstmals in einem größeren, realistischen Umfeld im fahrenden Fahrzeug zu erproben. Dabei standen die Integration und Abstimmung aller Systeme im Vordergrund – von der Lokalisierung über die Innenraum- und Bahnsteigperzeption bis hin zur Umfeldsensorik.

Für die Tests wurden Sensoren in vier Bereichen montiert:

Lokalisierung: GNSS-Sensoren mit RTK (Real-Time Kinematic) und IMU auf dem MONOCAB-Dach ermöglichten präzise Zentimeter-Positionierungen. Die GNSS-Antenne arbeitete mit SAPOS-Korrekturdaten, um höchste Genauigkeit sicherzustellen.

Innenraum: Drei RGB-Kameras, darunter eine Fisheye-Kamera, erfassten den gesamten Innenraum. Verschiedene Kamerakonfigurationen wurden getestet, um später die zuverlässigsten Aufnahmesysteme für den Betrieb zu identifizieren.

Bahnsteigperzeption: Zwei seitlich ausgerichtete Lidare deckten den gesamten seitlichen Bereich mit 180° ab. Ergänzt wurde das Setup durch eine Kamera, die räumlich kalibriert wurde, um die Sensorfusion für die Algorithmen zu optimieren.

Umfeldperzeption: Vier Kameras (4K), eine Stereokamera, zwei LiDAR-Einheiten, ein Radar und eine Event-based Kamera ermöglichten die Erfassung komplexer Szenarien rund um den MONOCAB.

Während des Testtages wurden gezielt praxisnahe Szenarien simuliert: Personen mit oder ohne Warnweste auf und neben den Gleisen, Hindernisse wie Koffer, Kisten oder Zeitungen sowie der Gegenverkehr eines weiteren MONOCAB-Fahrzeugs. Die Aufzeichnungen liefern wichtige Daten, um die Algorithmen für Hinderniserkennung und sichere Fahrten mit Gegenverkehr zu validieren.

Ein zentraler Teil des Tests war die Systemintegration und Datenaufzeichnung. Durch das eigens entwickelte Software-Framework konnte die enorme Menge an Sensordaten in Echtzeit verarbeitet und auf einer kompakten Computerplattform (Nvidia Jetson AGX Orin) gespeichert werden. Insgesamt wurden rund 200 GB an Daten aus allen vier Sensorbereichen über mehrere Testphasen gesammelt – ein bedeutender Schritt für die Weiterentwicklung der ATO-Systeme.

Der erfolgreiche Testtag markiert einen wichtigen Schritt in der gemeinsamen Forschung von MONOCAB und enableATO. Er zeigt, wie durch interdisziplinäre Zusammenarbeit zwischen Hochschulen, Forschungseinrichtungen und Industriepartnern innovative Technologien für den automatisierten Schienenverkehr der Zukunft entstehen – gefördert durch das DZM.


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Seminarteilnehmer posieren gemeinsam für ein Foto

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Synergien schaffen für die Mobilität von morgen – enableATO-Treffen am RailCampus OWL

Im Rahmen des Projekts enableATO trafen sich die Projektpartner der vier DZM-Standorte am RailCampus OWL e.V. zu einem zweitägigen Austausch über zukünftige Kooperationen und gemeinsame Entwicklungsansätze.

Ziel war es, Synergien zwischen den Standorten zu identifizieren und neue, verkehrsträgerübergreifende Ideen und Projekte auf den Weg zu bringen. Das Projekt enableATO entwickelt moderne Ideen für automatisierte Bahnmobilität und untersucht sie in neuen schienenbasierten Ansätzen in ländlichen Gebieten. 

Der erste Tag stand im Zeichen des inhaltlichen Impulses: Jan-Christoph Maass, Senior Project Manager der Duisburger Hafen AG gewährte den Teilnehmenden spannende Einblicke in aktuelle Entwicklungen und Projekte rund um den Güterverkehr im duisport. Sein Beitrag zeigte eindrucksvoll, wie stark der Bereich Güterlogistik mit den Themen automatisiertes Fahren und multimodale Mobilität verknüpft ist und wie wichtig es ist, diesen Aspekt künftig noch stärker in die gemeinsame Arbeit einzubeziehen.

Im Anschluss arbeiteten die Teilnehmenden in sechs Workshops an verschiedenen Themenschwerpunkten, um verkehrsträgerübergreifende Forschungsansätze für automatisiertes Fahren zu identifizieren. Dabei entstanden zahlreiche Ideen für mögliche Projektansätze und Kooperationsfelder. Gleichzeitig wurden viele Fragen aufgeworfen, die nun im weiteren Projektverlauf von enableATO vertieft und konkretisiert werden sollen.

Am zweiten Tag teilten sich die Gruppen auf: Eine Gruppe besuchte das MONOCAB und konnte das innovative Transportsystem bei Probefahrten selbst erleben. Die andere Gruppe blieb am RailCampus OWL in Minden, informierte sich über die Standortstrategie der DB und besichtigte die Labore und Forschungsumgebungen vor Ort.

Das Treffen zeigte eindrucksvoll, wie viel Potenzial in der Zusammenarbeit der DZM-Standorte steckt – und wie enableATO dazu beiträgt, Wissen zu bündeln und die Mobilität von morgen gemeinsam weiterzuentwickeln.


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3 Männer stehen an einem Stehtisch und lächeln in die Kamera

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RailCampus OWL e.V. bei der 4. Digital Rail Convention

Vom 17. bis zum 19. September 2025 fand die 4. Digital Rail Convention des Smart Rail Connectivity Campus (SRCC) in Annaberg-Buchholz statt, einem der vier Standorte des Deutschen Zentrums der Mobilität der Zukunft (DZM). Mit dabei war unser Kollege Daniel Reinhardt, der das DZM-Projekt enableATO und den RailCampus OWL e.V. vor Ort vertrat.  Prof. Dr.-Ing. Thomas Schulte und Martin Griese von der Technischen Hochschule Ostwestfalen-Lippe präsentierten den Besuchern den Stand der der Entwicklung des MONOCAB, eines autonomen, kreiselstabilisierten Einschienfahrzeugs in das unter anderem Ergebnisse aus dem DZM-Forschungsprojekt enableATO einfließen. Diese Forschungsarbeiten tragen dazu bei, autonome Fahrfunktionen praxisnah zu erproben und weiterzuentwickeln.

Die Veranstaltung bot zahlreiche Impulse und spannende Einblicke in aktuelle Innovationen des Bahnsektors. Neben Grußworten von Persönlichkeiten wie Regina Kraushaar, Sächsische Staatsministerin für Infrastruktur und Landesentwicklung, standen auch Impulsvorträge zur Bahn der Zukunft sowie interaktive Workshops im Mittelpunkt. Diskutiert wurden unter anderem Zulassungsherausforderungen für autonomes Fahren und die Möglichkeiten, mit Hilfe digitaler Zwillinge das Reiseerlebnis der Fahrgäste zu verbessern.

Zudem präsentierten zahlreiche Aussteller ihre Innovationen im Bahnhofsgebäude des SRCC. Auch der RailCampus OWL e.V. war mit einem eigenen Stand vertreten, wodurch sich viele Gelegenheiten für den Austausch mit Fachleuten und Innovatoren ergaben. Besonders spannend waren die vorgestellten Lösungsansätze für autonomes Fahren, neue Simulationsumgebungen für das Testen von Bahnkomponenten, Möglichkeiten zur drahtlosen Datenübertragung über 5G und moderne Perzeptionstechnologien.

Die Digital Rail Convention hat eindrucksvoll gezeigt, wie wichtig Vernetzung und Kooperation für die Gestaltung einer digitalen und nachhaltigen Bahn der Zukunft sind – ein Anspruch, den auch wir mit unseren Projekten konsequent verfolgen.

Anbei ein paar Impressionen der letzten Tage:

  • Ein Haus vor Schienen
    Veranstaltungsort der 4. Digital Rail Convention in Annaberg-Buchholz

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Erfolgreicher UITP-Summit in Hamburg für DZM-Standorte

Der öffentliche Verkehrssektor zeigte auf dem UITP-Summit in Hamburg, was er draufhat. Dies galt auch für die vier DZM-Projektstandorte Annaberg-Buchholz, Hamburg, Karlsruhe und Minden. In einem Gemeinschaftsstand präsentierten sie vom 16. bis 18. Juni ihre Forschungsvorhaben und den aktuellen Stand der Arbeiten. Der Mindener Projektstandort war mit dem MONOCAB als Teil des Forschungsprojektes enableATO/DZM dabei.

Das RailCampus-Schienengespräch fand am Montag im Rahmen des UITP-Summits in Hamburg statt. Im MONOCAB wurde das Thema „Akzeptanz automatisierter Schienenfahrzeuge“ diskutiert. Am Dienstag hielten die Projektstandorte vor einem interessierten Publikum einen Vortrag in der Speakers‘ Corner. So, wie eine Messe gemeint ist, so kam es in den vergangenen drei Tagen auch: Viele Besucher, viele Gespräche, viele Terminvereinbarungen.


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Stella Wermuth erhält den dritten Preis mit enableATO-Poster

Die wissenschaftliche Mitarbeiterin Stella Wermuth hat mit ihrem „enableATO“-Poster den dritten Preis bei einem wissenschaftlichen Kongress geholt!

Wie sieht die Zukunft der künstlichen Intelligenz aus? Im Rahmen des Kongresses „KI@HSBI” der Hochschule Bielefeld wurden am 3. Juni in einem Doktorand:innen-Kolloquium aktuelle Forschungsarbeiten zu KI-Methoden, -Anwendungen und -Konzepten vorgestellt. Die Nachwuchswissenschaftlerin Stella Wermuth präsentierte ihre ersten Forschungsergebnisse zum Innenraum Monitoring für das enableATO/DZM-Projekt am RailCampus in Minden.

Sie hat einen Vortrag im Rahmen des Doktorand:innen-Kolloquiums gehalten und ein Poster eingereicht, das im Posterwettbewerb mit dem 3. Platz ausgezeichnet wurde. Der Vortrag hat den Titel:„From Fisheye to Fusion: Towards Efficient AI-based Indoor Perception for Public Transportation”. Die Veranstaltung richtete sich an Promovierende der Abteilungen Informatik und Data Science sowie Technik und Systeme und an Promovierende mit einer thematischen Zuordnung zur Künstlichen Intelligenz.


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Die vier Standorte des Deutschen Zentrums Mobilität der Zukunft präsentieren gemeinsam auf dem UITP Summit 2025 in Hamburg

Die vier Gründungs- und Innovationsstandorte des Deutschen Zentrums Mobilität der Zukunft des Bundesministeriums für Verkehr (DZM, BMV) – Hamburg, Annaberg-Buchholz, Minden und Karlsruhe – präsentieren sich vom 16. bis 18. Juni 2025 erstmals öffentlich gemeinsam auf dem UITP Summit in Hamburg. Der „Internationale Verband für öffentliches Verkehrswesen“ (französisch: Union Internationale des Transports Publics, kurz UITP) ist der weltweite Dachverband für Akteure des öffentlichen Verkehrs. Der erstmals in Deutschland stattfindende UITP Summit soll weit über 10.000 Fachbesucher:innen aus mehr als 100 Ländern zusammen bringen – darunter Spitzen-Vertreter:innen aus Politik, Wissenschaft, Industrie und Verkehrsunternehmen.

Gemeinsame Präsenz auf der UITP

Auf der Fachmesse des Summit präsentieren die DZM-Standorte gemeinsam Forschungsarbeiten, Innovationsvorhaben, Technologie- und Wirtschaftstransfer sowie neue Ansätze für die Mobilität der Zukunft. Hamburg, Annaberg-Buchholz und Minden sowie weitere Akteure aus der Wissenschaft stellen sich in der „Research & Innovation Area“ (Halle A, Stand A1700) mit ihren Schwerpunkten im Innovationsnetzwerk vor. Der Forschungsstand des Karlsruher Projekts wird am Gemeinschaftsstand des Karlsruhe Mobility Lab (Halle A3, Stand A3610) präsentiert.

Besucher:innen der UITP haben zusätzlich am 17. Juni 2025 ab 13:00 Uhr die Möglichkeit, durch Vorträge einen tieferen Einblick in die Vorhaben und Projekte zu erhalten. Diese finden am Stand der „City of Hamburg“ in der „Speaker’s Corner“ (Halle A1, Stand A1560) statt.

Hamburg – Digitalisierung und Wireless-Technologien für die Verkehrsinfrastruktur

Der Fokus am Standort Hamburg liegt auf digitalen Transformationsprozessen in der zukünftigen Mobilitätsinfrastruktur. Im Zentrum steht das „Hanseatic Wireless Innovation Competence Center“ (HAWICC), das sich unter anderem mit der Entwicklung innovativer Sensorik, der Entwicklung spezifischer KI-basierter Analyseverfahren sowie dem Einsatz modernster Konnektivität mit 6G-Ansätzen im Kontext der Infrastruktur der Mobilität der Zukunft beschäftigt. Im Rahmen des DZM hat das HAWICC derzeit zwei neue Großforschungs- und Innovationsvorhaben: „Smarte Bausysteme durch Rekombination von Materialien” (mit Wireless Innovationen, SBMuW) und „Next Generation City Networking” (NGCN), letzteres mit dem Ziel der Entwicklung des Ansatzes der Time-based City. Etwas länger schon läuft das HAWICC-Projekt Fahrplanoptimierung Plus (FPOplus), welches im Rahmen von InnoNT des BM(D)V initiiert wurde.

Mitarbeitende des HAWICC / DZM präsentieren Forschung und Entwicklung sowie Transfer durch verschiedene Exponate und laden zum Ausprobieren und Erleben ein: Wie kann die Lebensdauer von Brücken und Straßen optimiert werden (SBMuW)? Inwiefern kann die Kombination von KI, Funktechnologien und Echtzeitdaten zur Verkehrslenkung und Routenoptimierung im Notfall lebensrettend sein (NGCN)? Und welche Rolle spielt die Ethik bei der Mobilität der Zukunft?

Annaberg-Buchholz – Mensch-Technik-Interaktion beim teleoperierten Fahren und nachhaltige Mobilitätssysteme im ländlichen Raum

Im Innovationscluster Smart Rail Connectivity Campus (SRCC) in Annaberg-Buchholz werden verschiedene Technologieansätze zur Automatisierung und Digitalisierung des Bahnverkehrs erforscht. Zugleich entstehen Mobilitätslösungen für ländliche Räume, bei denen der Schienenverkehr mit flexiblem, automatisiertem ÖPNV verknüpft wird.

Mitarbeitende der TU Chemnitz und des SRCC e. V. präsentieren am Gemeinschaftsstand des DZM ihre Forschung mit Fokus auf Mensch-Technik-Interaktion beim teleoperierten Fahren. In Annaberg-Buchholz wird im Rahmen der DZM-Förderung ein Prototyp eines Teleoperationsarbeitsplatzes entwickelt und evaluiert. Auf dem Summit bietet ein Exponat Einblicke ins Human-Centered Design für Bedien- und Steuerungsumgebungen. Die Gestaltung des künftigen Remote-Arbeitsplatzes entstand interdisziplinär – gemeinsam mit Expert:innen, potenziellen Nutzenden und Triebfahrzeugführer:innen.

Minden – Automatisierung und alternative Antriebe im Schienenverkehr
„Akzeptanz für neue Mobilität auf alten Gleisen“

Der DZM-Projektstandort Minden präsentiert zusammen mit dem Projekt MONOCAB neue Mobilitätslösungen für den ländlichen Raum. Das Forschungsprojekt enableATO befasst sich mit dem automatisierten Fahren insbesondere für kleine Schienenfahrzeuge wie das MONOCAB, mit Fokus auf z.B. Sensorik, Zulassung, intelligenter Wartung und Technologie-Demonstration. Zudem wird die Nutzerakzeptanz untersucht und der wissenschaftliche Dialog gestärkt.

Das MONOCAB ist eine kreiselstabilisierte Einschienenbahn mit selbstfahrenden Kabinen die auf einem Gleis in beiden Richtungen fahren. Das Projekt zeigt, wie individueller Personennahverkehr den ÖPNV ergänzen und stillgelegte Strecken im ländlichen Raum reaktivieren könnte. Auf dem UITP Summit können Besuchende das Exponat betreten und die innovative Fahrzeugtechnik aus nächster Nähe erleben.

Am Montag, 16. Juni wird von 13.00 bis 14.00 Uhr das RailCampus-Schienengespräch vom UITP-Summit in Hamburg aus und über Teams stattfinden. Im MONOCAB wird über das Thema „Akzeptanz automatisierter Schienenfahrzeuge“ diskutiert.

Karlsruhe – Pendelverkehr zwischen Stadt und Land neu denken

Am Gemeinschaftsstand des Karlsruhe Mobility Lab (Halle A3, Stand A3610) wird der Forschungsstand des Projekts Country to City Bridge (C2CBridge) vorgestellt.

Das Projekt entwickelt nachhaltige, klimaneutrale und bezahlbare Verkehrsangebote zwischen Stadt und Land. Vorgestellt wird ein Demonstrator, der die Mobilität mit einem großem ÖPNV-Angebot in der Stadt und flexiblen, autonom fahrenden, barrierefreien Ruftaxis im ländlichen Raum zeigt. Diese bieten eine attraktive Alternative zum privaten PKW und steuern bedarfsgerecht flexible Haltepunkte an, um Fahrgäste bequem zu Hubs an ÖPNV-Haltestellen oder direkt zum Ziel zu bringen.

Auf dem UITP Summit sind das erste automatisierte C2CBridge-Fahrzeug im Miniaturformat und weitere Exponate zu sehen.


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Grenzen überwinden – Testfahrten senken Nutzungsbarrieren

Am 23. Mai fuhr ein voll besetzter Reisebus mit einer internationalen Gesellschaft aus der Umgebung von Kleve nach Dörentrup und Extertal um das MONOCAB als mögliche Ergänzung zum klassischen ÖPNV kennen zu lernen. Das MONOCAB ist ein autonom fahrendes Einschienenfahrzeug und ist Teil des Forschungsprojektes enableATO/DZM am RailCampus OWL in Minden. Der Tagesausflug wirkte euphorisierend und förderte konstruktiven Austausch: „Die Veranstaltung war sehr aufregend und wir konnten aus erster Hand etwas Innovatives erleben“, sagt einer der Teilnehmenden aus Kleve. „Tolle Erfahrung“, war ein anderer der Meinung.

Die Interessenten waren im Vorfeld als Probanden für die KI-Akzeptanzforschung der Hochschule Rhein-Waal gewonnen worden. Eine Machbarkeitsstudie unter Leitung der Hochschule Rhein-Waal zusammen mit dem Rad- und Verkehrsplanungsbüro Loedersloot Consultancy aus Nijmegen erforscht die gesellschaftliche Akzeptanz der MONOCAB-Technik sowie den grenzüberschreitenden Mobilitätsbedarfe.

Es ging also nicht nur um das reine Nutzererlebnis. Es wurden auch Akzeptanzaspekte untersucht, die für einen MONOCAB-Einsatz z.B. auf der stillgelegten Strecke Kleve-Kranenburg-Groesbeek (NL) relevant sind. Dies betrifft z.B. die Interessen und Vorbehalte der Anwohner entlang einer möglichen Strecke. Sie konnten sich am 23. Mai davon überzeugen, wie schnell eine solche Kabine fährt und welche Geräusche dabei entstehen. Dies galt auch für politische Entscheidungsträger und Beteiligte in Verwaltungen, sollte in Zukunft über die Einrichtung einer solchen Strecke nachgedacht werden.

Unterschiedliche Interessenlage

Unter den 50 Teilnehmern aus dem Rheinland waren auch mehrere Niederländer. Dazu gab es 25 Interessierte aus der Region. Aufgrund der besonderen Grenzsituation ist es wichtig herauszufinden, ob die oben genannten Aspekte auf beiden Seiten der Grenze ähnlich gesehen werden oder ob die Interessenlage unterschiedlich ist. Für ein grenzüberschreitendes Mobilitätsangebot ist dies ein entscheidender Faktor. Das Projekt wird durch das Interreg-Programm Deutschland-Nederland sowie seinen Programmpartnern ermöglicht und von der Europäischen Union kofinanziert.

Die Organisator:innen und Teilnehmenden sind sich einig: Der Besuch hat sich gelohnt. Der Ausflug in die Montagehalle und anschließend zum Testfeld bot viel Raum für Detailfragen – sowohl technischer Art als auch im Hinblick auf die Integration in den Alltag. Die Resonanz auf das Fahrzeug fiel überwiegend positiv aus: Viele der Besucher:innen aus dem Rheinland zeigten sich erfreut darüber, dass an einer praxistauglichen Alternative gearbeitet wird. Auch deswegen wurde die derzeit noch wahrnehmbare Geräuschentwicklung beim Fahren im Testfeld weitgehend akzeptiert. Sie ist dem frühen Entwicklungsstand des MONOCAB als Versuchsfahrzeug geschuldet und wird bis zum späteren Regelbetrieb gezielt reduziert.


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Zukünftige (Mobilitäts-)Infrastrukturen auf Hot Topic Seminar in Hamburg

Unter dem spannenden Motto „Future (Mobility) Infrastructures“ haben sich am Dienstag und Mittwoch etwa 80 Teilnehmer aus dem DZM-Verbund (Annaberg-Buchholz, Hamburg, Karlsruhe und Minden) im Rahmen des Hot Topic Seminars in Hamburg vernetzt und ausgetauscht. In dem inspirierenden Ambiente des World Cafés konnten die Teilnehmer in angeregte Gespräche eintauchen. Sie diskutierten über eine Vielzahl interessanter Themen, wie Future Materials, Sensors, Digital Twins, Living Labs, Simulation Systems und Justice. Die Interaktion und die wechselnden Diskussionsrunden trugen dazu bei, dass verschiedene relevante Beispiele identifiziert werden konnten.

Am zweiten Tag wurden die Inhalte des organisierenden HAWICCs in Hamburg vorgestellt. Die aufschlussreichen Vorträge gaben einen guten Einblick in die Aktivitäten des Hamburgers DZM-Projektstandortes. Vielen Dank an die Kollegen in Hamburg für die zwei wertvollen Tage in der HafenCity. Wir freuen uns auf das nächste Hot Topic Seminar in Minden am 8. und 9. Oktober!


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