Synergien schaffen für die Mobilität von morgen – enableATO-Treffen am RailCampus OWL

Im Rahmen des Projekts enableATO trafen sich die Projektpartner der vier DZM-Standorte am RailCampus OWL e.V. zu einem zweitägigen Austausch über zukünftige Kooperationen und gemeinsame Entwicklungsansätze.

Ziel war es, Synergien zwischen den Standorten zu identifizieren und neue, verkehrsträgerübergreifende Ideen und Projekte auf den Weg zu bringen. Das Projekt enableATO entwickelt moderne Ideen für automatisierte Bahnmobilität und untersucht sie in neuen schienenbasierten Ansätzen in ländlichen Gebieten. 

Der erste Tag stand im Zeichen des inhaltlichen Impulses: Jan-Christoph Maass, Senior Project Manager der Duisburger Hafen AG gewährte den Teilnehmenden spannende Einblicke in aktuelle Entwicklungen und Projekte rund um den Güterverkehr im duisport. Sein Beitrag zeigte eindrucksvoll, wie stark der Bereich Güterlogistik mit den Themen automatisiertes Fahren und multimodale Mobilität verknüpft ist und wie wichtig es ist, diesen Aspekt künftig noch stärker in die gemeinsame Arbeit einzubeziehen.

Im Anschluss arbeiteten die Teilnehmenden in sechs Workshops an verschiedenen Themenschwerpunkten, um verkehrsträgerübergreifende Forschungsansätze für automatisiertes Fahren zu identifizieren. Dabei entstanden zahlreiche Ideen für mögliche Projektansätze und Kooperationsfelder. Gleichzeitig wurden viele Fragen aufgeworfen, die nun im weiteren Projektverlauf von enableATO vertieft und konkretisiert werden sollen.

Am zweiten Tag teilten sich die Gruppen auf: Eine Gruppe besuchte das MONOCAB und konnte das innovative Transportsystem bei Probefahrten selbst erleben. Die andere Gruppe blieb am RailCampus OWL in Minden, informierte sich über die Standortstrategie der DB und besichtigte die Labore und Forschungsumgebungen vor Ort.

Das Treffen zeigte eindrucksvoll, wie viel Potenzial in der Zusammenarbeit der DZM-Standorte steckt – und wie enableATO dazu beiträgt, Wissen zu bündeln und die Mobilität von morgen gemeinsam weiterzuentwickeln.

Arbeitskreis Wirtschaft des RailCampus OWL zu Gast bei der DB InfraGO in Hannover

Am 30. September 2025 war der Arbeitskreis Wirtschaft des RailCampus OWL bei DB InfraGO in Hannover zu Besuch. Auf dem Gelände am Lister Dreieck ging es direkt mitten hinein in eines der größten Infrastrukturprojekte der Region: den Umbau des Bahnhofs Hannover.

Die Teilnehmenden erfuhren, warum die Bauarbeiten ausschließlich in den Sommerferien stattfinden können und wie dadurch ein Projekt entsteht, das sich bis in die 2030er Jahre erstrecken wird. Besonders beeindruckend: Innerhalb weniger Wochen werden komplette Bahnsteighälften abgetragen und neu gebaut. Eine enorme logistische Herausforderung, die zeigt, wie komplex moderner Bahnverkehr organisiert ist.

Auch die Betriebszentrale Hannover öffnete ihre Türen. Dort bekamen die Gäste spannende Einblicke in die Arbeit der Fahrdienstleiterinnen und Fahrdienstleiter, die den Zugverkehr in Echtzeit überwachen und steuern. Ebenso in die Netzdisposition, die für die effiziente Nutzung der Infrastruktur sorgt. Beide Bereiche machten deutlich, wie viel Verantwortung und Präzision hinter einem reibungslosen Bahnbetrieb stehen.

Neben den Einblicken in Technik und Organisation bot der Tag vor allem eines: viele neue Impulse und Raum für lebhafte Diskussionen. Der RailCampus OWL bedankt sich herzlich bei DB InfraGO für die offene Gastfreundschaft und die wertvollen Eindrücke.

RailCampus OWL e.V. bei der 4. Digital Rail Convention

Vom 17. bis zum 19. September 2025 fand die 4. Digital Rail Convention des Smart Rail Connectivity Campus (SRCC) in Annaberg-Buchholz statt, einem der vier Standorte des Deutschen Zentrums der Mobilität der Zukunft (DZM). Mit dabei war unser Kollege Daniel Reinhardt, der das DZM-Projekt enableATO und den RailCampus OWL e.V. vor Ort vertrat.  Prof. Dr.-Ing. Thomas Schulte und Martin Griese von der Technischen Hochschule Ostwestfalen-Lippe präsentierten den Besuchern den Stand der der Entwicklung des MONOCAB, eines autonomen, kreiselstabilisierten Einschienfahrzeugs in das unter anderem Ergebnisse aus dem DZM-Forschungsprojekt enableATO einfließen. Diese Forschungsarbeiten tragen dazu bei, autonome Fahrfunktionen praxisnah zu erproben und weiterzuentwickeln.

Die Veranstaltung bot zahlreiche Impulse und spannende Einblicke in aktuelle Innovationen des Bahnsektors. Neben Grußworten von Persönlichkeiten wie Regina Kraushaar, Sächsische Staatsministerin für Infrastruktur und Landesentwicklung, standen auch Impulsvorträge zur Bahn der Zukunft sowie interaktive Workshops im Mittelpunkt. Diskutiert wurden unter anderem Zulassungsherausforderungen für autonomes Fahren und die Möglichkeiten, mit Hilfe digitaler Zwillinge das Reiseerlebnis der Fahrgäste zu verbessern.

Zudem präsentierten zahlreiche Aussteller ihre Innovationen im Bahnhofsgebäude des SRCC. Auch der RailCampus OWL e.V. war mit einem eigenen Stand vertreten, wodurch sich viele Gelegenheiten für den Austausch mit Fachleuten und Innovatoren ergaben. Besonders spannend waren die vorgestellten Lösungsansätze für autonomes Fahren, neue Simulationsumgebungen für das Testen von Bahnkomponenten, Möglichkeiten zur drahtlosen Datenübertragung über 5G und moderne Perzeptionstechnologien.

Die Digital Rail Convention hat eindrucksvoll gezeigt, wie wichtig Vernetzung und Kooperation für die Gestaltung einer digitalen und nachhaltigen Bahn der Zukunft sind – ein Anspruch, den auch wir mit unseren Projekten konsequent verfolgen.

Anbei ein paar Impressionen der letzten Tage:

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RailCampus OWL e.V. begrüßt neues Mitglied: KVG Lippe mbH

Das Netzwerk wächst weiter: Seit Anfang September ist die Kommunale Verkehrsgesellschaft Lippe (KVG Lippe mbH) Partner im Netzwerk des RailCampus OWL e.V.. Das Netzwerk freut sich auf eine zukunftsweisende Zusammenarbeit.

Der RailCampus OWL e.V. begrüßt mit der KVG Lippe mbH ein weiteres neues Mitglied im Netzwerk. Seit September ist das kommunale Planungs- und Organisationsunternehmen aus Lippe Teil des RailCampus OWL e.V. – dem Innovations- und Transfernetzwerk aus Minden, welches Wirtschaft, Wissenschaft und Mobilitätsanbieter für die Weiterentwicklung intelligenter Bahnsysteme zusammenbringt.

Die Kommunale Verkehrsgesellschaft Lippe (KVG Lippe mbH) übernimmt in ihrem Einzugsgebiet vielfältige Aufgaben im Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV): von der Planung und Förderung über Beratung der Kommunen bis hin zur Umsetzung praktischer Mobilitätsangebote.

Mit ihrem Engagement und langjährigen Expertise im ÖPNV bringt die KVG Lippe zentrale Kompetenzen in die Themenfelder Mobilitätsplanung, Infrastruktur und digitale Serviceprozesse ein und ergänzt so das Netzwerk optimal.

Der RailCampus OWL e.V. sieht in der neuen Partnerschaft großes Potenzial: Durch die Einbindung praxiserfahrener ÖPNV-Akteure wie der KVG Lippe werden Projekte im Bereich digitaler Mobilitätsangebote, vernetzter Infrastruktur und kundenorientierter Services weiter gestärkt und mit realen Anwendungsperspektiven verknüpft.

Wir heißen die KVG Lippe mbH herzlich willkommen und freuen uns auf eine konstruktive Zusammenarbeit für die Mobilität von morgen!

Neuerung bei RailCampus OWL e.V.: Neues Teammitglied für Marketing und Events

Neue Mitarbeiterin des RailCampus OWL e.V. Anika Ahrens

Seit September verstärkt Anika Ahrens das Team und übernimmt die Verantwortung für den Bereich Marketing und Events.

„Ich freue mich darauf, die vielfältigen Aktivitäten des RailCampus OWL e.V. kommunikativ zu begleiten und spannende Veranstaltungen mitzugestalten. RailCampus lebt vom Austausch zwischen Wissenschaft, Wirtschaft und Politik – diesen Dialog sichtbar zu machen und zu fördern, ist mir ein großes Anliegen“, sagt Anika Ahrens zu ihrem Start.

Mit über 20 Jahren Erfahrung in Marketing, Eventmanagement, Öffentlichkeits- und Projektarbeit bringt die Generalistin eine umfassende Expertise mit. Sie wird nicht nur die Außendarstellung des RailCampus OWL weiterentwickeln, sondern auch die Interessen der Mitglieder aktiv vertreten, ihre Vernetzung fördern und zur Gewinnung neuer Mitglieder beitragen.

Wir heißen Anika Ahrens herzlich willkommen und freuen uns auf die Zusammenarbeit mit ihr im RailCampus-Team.

Mobilität neu denken: NRW-Verkehrsministerium besucht RailCampus OWL und DB Systemtechnik

Am 22. Juli 2025 besuchten Viktor Haase, Staatssekretär im Ministerium für Umwelt, Naturschutz und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen (MUNV NRW), sowie Benno Hense, Leiter des Referats VII B 1 für intelligente Verkehrssysteme, automatisierte Mobilität und urbane Logistik im selben Ministerium, den RailCampus OWL in Minden. Der Besuch unterstrich die Bedeutung innovativer Mobilitäts- und Bahntechnologien für die Verkehrspolitik des Landes.

Von Seiten des RailCampus OWL stellten Prof. Dr.-Ing. Stefan Witte, Vizepräsident für Forschung und Transfer der Technischen Hochschule Ostwestfalen-Lippe (TH OWL) und Vorsitzender des Vorstandes des RailCampus OWL e. V., sowie Thore Arendt, Geschäftsführer des RailCampus OWL, die aktuellen Aktivitäten und Projekte vor. Die Besucher zeigten sich beeindruckt von den vorgestellten Ansätzen, mit denen der Campus neue Ideen „auf die Schiene“ bringt und den Wissens- und Technologietransfer zwischen Forschung und Industrie fördert.

Anschließend führten Dr. Lars Müller, Leiter der Business Line „Testing“ bei der DB Systemtechnik GmbH und Mitglied des Vorstandes des RailCampus OWL, sowie Dr. Hiie-Mai Unger, Vorsitzende der Geschäftsführung der DB Systemtechnik GmbH am Standort Minden, die Gäste durch die Labore der DB Systemtechnik. Die innovativen Test- und Prüfanlagen hinterließen auch hier großen Eindruck.

Zuvor hatten Haase und Hense bereits den InnovationSPIN in Lemgo sowie die Monocab-Montagehalle in Dörentrup besucht und damit zwei weitere Leuchtturmprojekte der Region kennengelernt.

In der abschließenden Gesprächsrunde lobten die Vertreter des MUNV NRW das hohe Innovationspotenzial des RailCampus OWL. Sie betonten, wie wichtig es sei, die Entwicklung und Erprobung neuer Technologien im Bahnsektor weiter zu stärken, um die Mobilität der Zukunft klimafreundlich, effizient und nutzerorientiert zu gestalten.

Die ersten Audioguide-Interviews sind jetzt online

Das erste Interview für den Audioguide am RailCampus OWL ist fertig und wurde in vier Teile aufbereitet. Auf unserer Website haben Sie bereits die Möglichkeit, die Interviews anzuhören.

Im Projekt enableATO arbeiten die Projektteilnehmer an verschiedenen Formaten, um die breite Öffentlichkeit in die Forschungsarbeiten einzubinden. Ein Highlight wird ein Audioguide sein, der einen tieferen Einblick in die Arbeit am RailCampus OWL in Minden ermöglicht.

Den Auftakt bildet ein Interview mit Professor Dr. Stefan Witte, Vorsitzender des Vereins RailCampus OWL. In den Interviews betont er die persönliche und wissenschaftliche Relevanz des RailCampus. Er spricht über die Kooperation mit den verschiedenen Akteuren und die Forschungsarbeit. Zudem blickt er gerne nach vorne und betrachtet die Zukunftspotenziale.

Erfolgreicher UITP-Summit in Hamburg für DZM-Standorte

Der öffentliche Verkehrssektor zeigte auf dem UITP-Summit in Hamburg, was er draufhat. Dies galt auch für die vier DZM-Projektstandorte Annaberg-Buchholz, Hamburg, Karlsruhe und Minden. In einem Gemeinschaftsstand präsentierten sie vom 16. bis 18. Juni ihre Forschungsvorhaben und den aktuellen Stand der Arbeiten. Der Mindener Projektstandort war mit dem MONOCAB als Teil des Forschungsprojektes enableATO/DZM dabei.

Das RailCampus-Schienengespräch fand am Montag im Rahmen des UITP-Summits in Hamburg statt. Im MONOCAB wurde das Thema „Akzeptanz automatisierter Schienenfahrzeuge“ diskutiert. Am Dienstag hielten die Projektstandorte vor einem interessierten Publikum einen Vortrag in der Speakers‘ Corner. So, wie eine Messe gemeint ist, so kam es in den vergangenen drei Tagen auch: Viele Besucher, viele Gespräche, viele Terminvereinbarungen.

Stella Wermuth erhält den dritten Preis mit enableATO-Poster

Die wissenschaftliche Mitarbeiterin Stella Wermuth hat mit ihrem „enableATO“-Poster den dritten Preis bei einem wissenschaftlichen Kongress geholt!

Wie sieht die Zukunft der künstlichen Intelligenz aus? Im Rahmen des Kongresses „KI@HSBI” der Hochschule Bielefeld wurden am 3. Juni in einem Doktorand:innen-Kolloquium aktuelle Forschungsarbeiten zu KI-Methoden, -Anwendungen und -Konzepten vorgestellt. Die Nachwuchswissenschaftlerin Stella Wermuth präsentierte ihre ersten Forschungsergebnisse zum Innenraum Monitoring für das enableATO/DZM-Projekt am RailCampus in Minden.

Sie hat einen Vortrag im Rahmen des Doktorand:innen-Kolloquiums gehalten und ein Poster eingereicht, das im Posterwettbewerb mit dem 3. Platz ausgezeichnet wurde. Der Vortrag hat den Titel:„From Fisheye to Fusion: Towards Efficient AI-based Indoor Perception for Public Transportation”. Die Veranstaltung richtete sich an Promovierende der Abteilungen Informatik und Data Science sowie Technik und Systeme und an Promovierende mit einer thematischen Zuordnung zur Künstlichen Intelligenz.