Mobilität neu denken: NRW-Verkehrsministerium besucht RailCampus OWL und DB Systemtechnik

Am 22. Juli 2025 besuchten Viktor Haase, Staatssekretär im Ministerium für Umwelt, Naturschutz und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen (MUNV NRW), sowie Benno Hense, Leiter des Referats VII B 1 für intelligente Verkehrssysteme, automatisierte Mobilität und urbane Logistik im selben Ministerium, den RailCampus OWL in Minden. Der Besuch unterstrich die Bedeutung innovativer Mobilitäts- und Bahntechnologien für die Verkehrspolitik des Landes.

Von Seiten des RailCampus OWL stellten Prof. Dr.-Ing. Stefan Witte, Vizepräsident für Forschung und Transfer der Technischen Hochschule Ostwestfalen-Lippe (TH OWL) und Vorsitzender des Vorstandes des RailCampus OWL e. V., sowie Thore Arendt, Geschäftsführer des RailCampus OWL, die aktuellen Aktivitäten und Projekte vor. Die Besucher zeigten sich beeindruckt von den vorgestellten Ansätzen, mit denen der Campus neue Ideen „auf die Schiene“ bringt und den Wissens- und Technologietransfer zwischen Forschung und Industrie fördert.

Anschließend führten Dr. Lars Müller, Leiter der Business Line „Testing“ bei der DB Systemtechnik GmbH und Mitglied des Vorstandes des RailCampus OWL, sowie Dr. Hiie-Mai Unger, Vorsitzende der Geschäftsführung der DB Systemtechnik GmbH am Standort Minden, die Gäste durch die Labore der DB Systemtechnik. Die innovativen Test- und Prüfanlagen hinterließen auch hier großen Eindruck.

Zuvor hatten Haase und Hense bereits den InnovationSPIN in Lemgo sowie die Monocab-Montagehalle in Dörentrup besucht und damit zwei weitere Leuchtturmprojekte der Region kennengelernt.

In der abschließenden Gesprächsrunde lobten die Vertreter des MUNV NRW das hohe Innovationspotenzial des RailCampus OWL. Sie betonten, wie wichtig es sei, die Entwicklung und Erprobung neuer Technologien im Bahnsektor weiter zu stärken, um die Mobilität der Zukunft klimafreundlich, effizient und nutzerorientiert zu gestalten.

Die ersten Audioguide-Interviews sind jetzt online

Das erste Interview für den Audioguide am RailCampus OWL ist fertig und wurde in vier Teile aufbereitet. Auf unserer Website haben Sie bereits die Möglichkeit, die Interviews anzuhören.

Im Projekt enableATO arbeiten die Projektteilnehmer an verschiedenen Formaten, um die breite Öffentlichkeit in die Forschungsarbeiten einzubinden. Ein Highlight wird ein Audioguide sein, der einen tieferen Einblick in die Arbeit am RailCampus OWL in Minden ermöglicht.

Den Auftakt bildet ein Interview mit Professor Dr. Stefan Witte, Vorsitzender des Vereins RailCampus OWL. In den Interviews betont er die persönliche und wissenschaftliche Relevanz des RailCampus. Er spricht über die Kooperation mit den verschiedenen Akteuren und die Forschungsarbeit. Zudem blickt er gerne nach vorne und betrachtet die Zukunftspotenziale.

Erfolgreicher UITP-Summit in Hamburg für DZM-Standorte

Der öffentliche Verkehrssektor zeigte auf dem UITP-Summit in Hamburg, was er draufhat. Dies galt auch für die vier DZM-Projektstandorte Annaberg-Buchholz, Hamburg, Karlsruhe und Minden. In einem Gemeinschaftsstand präsentierten sie vom 16. bis 18. Juni ihre Forschungsvorhaben und den aktuellen Stand der Arbeiten. Der Mindener Projektstandort war mit dem MONOCAB als Teil des Forschungsprojektes enableATO/DZM dabei.

Das RailCampus-Schienengespräch fand am Montag im Rahmen des UITP-Summits in Hamburg statt. Im MONOCAB wurde das Thema „Akzeptanz automatisierter Schienenfahrzeuge“ diskutiert. Am Dienstag hielten die Projektstandorte vor einem interessierten Publikum einen Vortrag in der Speakers‘ Corner. So, wie eine Messe gemeint ist, so kam es in den vergangenen drei Tagen auch: Viele Besucher, viele Gespräche, viele Terminvereinbarungen.

Stella Wermuth erhält den dritten Preis mit enableATO-Poster

Die wissenschaftliche Mitarbeiterin Stella Wermuth hat mit ihrem „enableATO“-Poster den dritten Preis bei einem wissenschaftlichen Kongress geholt!

Wie sieht die Zukunft der künstlichen Intelligenz aus? Im Rahmen des Kongresses „KI@HSBI” der Hochschule Bielefeld wurden am 3. Juni in einem Doktorand:innen-Kolloquium aktuelle Forschungsarbeiten zu KI-Methoden, -Anwendungen und -Konzepten vorgestellt. Die Nachwuchswissenschaftlerin Stella Wermuth präsentierte ihre ersten Forschungsergebnisse zum Innenraum Monitoring für das enableATO/DZM-Projekt am RailCampus in Minden.

Sie hat einen Vortrag im Rahmen des Doktorand:innen-Kolloquiums gehalten und ein Poster eingereicht, das im Posterwettbewerb mit dem 3. Platz ausgezeichnet wurde. Der Vortrag hat den Titel:„From Fisheye to Fusion: Towards Efficient AI-based Indoor Perception for Public Transportation”. Die Veranstaltung richtete sich an Promovierende der Abteilungen Informatik und Data Science sowie Technik und Systeme und an Promovierende mit einer thematischen Zuordnung zur Künstlichen Intelligenz.

Die vier Standorte des Deutschen Zentrums Mobilität der Zukunft präsentieren gemeinsam auf dem UITP Summit 2025 in Hamburg

Die vier Gründungs- und Innovationsstandorte des Deutschen Zentrums Mobilität der Zukunft des Bundesministeriums für Verkehr (DZM, BMV) – Hamburg, Annaberg-Buchholz, Minden und Karlsruhe – präsentieren sich vom 16. bis 18. Juni 2025 erstmals öffentlich gemeinsam auf dem UITP Summit in Hamburg. Der „Internationale Verband für öffentliches Verkehrswesen“ (französisch: Union Internationale des Transports Publics, kurz UITP) ist der weltweite Dachverband für Akteure des öffentlichen Verkehrs. Der erstmals in Deutschland stattfindende UITP Summit soll weit über 10.000 Fachbesucher:innen aus mehr als 100 Ländern zusammen bringen – darunter Spitzen-Vertreter:innen aus Politik, Wissenschaft, Industrie und Verkehrsunternehmen.

Gemeinsame Präsenz auf der UITP

Auf der Fachmesse des Summit präsentieren die DZM-Standorte gemeinsam Forschungsarbeiten, Innovationsvorhaben, Technologie- und Wirtschaftstransfer sowie neue Ansätze für die Mobilität der Zukunft. Hamburg, Annaberg-Buchholz und Minden sowie weitere Akteure aus der Wissenschaft stellen sich in der „Research & Innovation Area“ (Halle A, Stand A1700) mit ihren Schwerpunkten im Innovationsnetzwerk vor. Der Forschungsstand des Karlsruher Projekts wird am Gemeinschaftsstand des Karlsruhe Mobility Lab (Halle A3, Stand A3610) präsentiert.

Besucher:innen der UITP haben zusätzlich am 17. Juni 2025 ab 13:00 Uhr die Möglichkeit, durch Vorträge einen tieferen Einblick in die Vorhaben und Projekte zu erhalten. Diese finden am Stand der „City of Hamburg“ in der „Speaker’s Corner“ (Halle A1, Stand A1560) statt.

Hamburg – Digitalisierung und Wireless-Technologien für die Verkehrsinfrastruktur

Der Fokus am Standort Hamburg liegt auf digitalen Transformationsprozessen in der zukünftigen Mobilitätsinfrastruktur. Im Zentrum steht das „Hanseatic Wireless Innovation Competence Center“ (HAWICC), das sich unter anderem mit der Entwicklung innovativer Sensorik, der Entwicklung spezifischer KI-basierter Analyseverfahren sowie dem Einsatz modernster Konnektivität mit 6G-Ansätzen im Kontext der Infrastruktur der Mobilität der Zukunft beschäftigt. Im Rahmen des DZM hat das HAWICC derzeit zwei neue Großforschungs- und Innovationsvorhaben: „Smarte Bausysteme durch Rekombination von Materialien” (mit Wireless Innovationen, SBMuW) und „Next Generation City Networking” (NGCN), letzteres mit dem Ziel der Entwicklung des Ansatzes der Time-based City. Etwas länger schon läuft das HAWICC-Projekt Fahrplanoptimierung Plus (FPOplus), welches im Rahmen von InnoNT des BM(D)V initiiert wurde.

Mitarbeitende des HAWICC / DZM präsentieren Forschung und Entwicklung sowie Transfer durch verschiedene Exponate und laden zum Ausprobieren und Erleben ein: Wie kann die Lebensdauer von Brücken und Straßen optimiert werden (SBMuW)? Inwiefern kann die Kombination von KI, Funktechnologien und Echtzeitdaten zur Verkehrslenkung und Routenoptimierung im Notfall lebensrettend sein (NGCN)? Und welche Rolle spielt die Ethik bei der Mobilität der Zukunft?

Annaberg-Buchholz – Mensch-Technik-Interaktion beim teleoperierten Fahren und nachhaltige Mobilitätssysteme im ländlichen Raum

Im Innovationscluster Smart Rail Connectivity Campus (SRCC) in Annaberg-Buchholz werden verschiedene Technologieansätze zur Automatisierung und Digitalisierung des Bahnverkehrs erforscht. Zugleich entstehen Mobilitätslösungen für ländliche Räume, bei denen der Schienenverkehr mit flexiblem, automatisiertem ÖPNV verknüpft wird.

Mitarbeitende der TU Chemnitz und des SRCC e. V. präsentieren am Gemeinschaftsstand des DZM ihre Forschung mit Fokus auf Mensch-Technik-Interaktion beim teleoperierten Fahren. In Annaberg-Buchholz wird im Rahmen der DZM-Förderung ein Prototyp eines Teleoperationsarbeitsplatzes entwickelt und evaluiert. Auf dem Summit bietet ein Exponat Einblicke ins Human-Centered Design für Bedien- und Steuerungsumgebungen. Die Gestaltung des künftigen Remote-Arbeitsplatzes entstand interdisziplinär – gemeinsam mit Expert:innen, potenziellen Nutzenden und Triebfahrzeugführer:innen.

Minden – Automatisierung und alternative Antriebe im Schienenverkehr
„Akzeptanz für neue Mobilität auf alten Gleisen“

Der DZM-Projektstandort Minden präsentiert zusammen mit dem Projekt MONOCAB neue Mobilitätslösungen für den ländlichen Raum. Das Forschungsprojekt enableATO befasst sich mit dem automatisierten Fahren insbesondere für kleine Schienenfahrzeuge wie das MONOCAB, mit Fokus auf z.B. Sensorik, Zulassung, intelligenter Wartung und Technologie-Demonstration. Zudem wird die Nutzerakzeptanz untersucht und der wissenschaftliche Dialog gestärkt.

Das MONOCAB ist eine kreiselstabilisierte Einschienenbahn mit selbstfahrenden Kabinen die auf einem Gleis in beiden Richtungen fahren. Das Projekt zeigt, wie individueller Personennahverkehr den ÖPNV ergänzen und stillgelegte Strecken im ländlichen Raum reaktivieren könnte. Auf dem UITP Summit können Besuchende das Exponat betreten und die innovative Fahrzeugtechnik aus nächster Nähe erleben.

Am Montag, 16. Juni wird von 13.00 bis 14.00 Uhr das RailCampus-Schienengespräch vom UITP-Summit in Hamburg aus und über Teams stattfinden. Im MONOCAB wird über das Thema „Akzeptanz automatisierter Schienenfahrzeuge“ diskutiert.

Karlsruhe – Pendelverkehr zwischen Stadt und Land neu denken

Am Gemeinschaftsstand des Karlsruhe Mobility Lab (Halle A3, Stand A3610) wird der Forschungsstand des Projekts Country to City Bridge (C2CBridge) vorgestellt.

Das Projekt entwickelt nachhaltige, klimaneutrale und bezahlbare Verkehrsangebote zwischen Stadt und Land. Vorgestellt wird ein Demonstrator, der die Mobilität mit einem großem ÖPNV-Angebot in der Stadt und flexiblen, autonom fahrenden, barrierefreien Ruftaxis im ländlichen Raum zeigt. Diese bieten eine attraktive Alternative zum privaten PKW und steuern bedarfsgerecht flexible Haltepunkte an, um Fahrgäste bequem zu Hubs an ÖPNV-Haltestellen oder direkt zum Ziel zu bringen.

Auf dem UITP Summit sind das erste automatisierte C2CBridge-Fahrzeug im Miniaturformat und weitere Exponate zu sehen.

Grenzen überwinden – Testfahrten senken Nutzungsbarrieren

Am 23. Mai fuhr ein voll besetzter Reisebus mit einer internationalen Gesellschaft aus der Umgebung von Kleve nach Dörentrup und Extertal um das MONOCAB als mögliche Ergänzung zum klassischen ÖPNV kennen zu lernen. Das MONOCAB ist ein autonom fahrendes Einschienenfahrzeug und ist Teil des Forschungsprojektes enableATO/DZM am RailCampus OWL in Minden. Der Tagesausflug wirkte euphorisierend und förderte konstruktiven Austausch: „Die Veranstaltung war sehr aufregend und wir konnten aus erster Hand etwas Innovatives erleben“, sagt einer der Teilnehmenden aus Kleve. „Tolle Erfahrung“, war ein anderer der Meinung.

Die Interessenten waren im Vorfeld als Probanden für die KI-Akzeptanzforschung der Hochschule Rhein-Waal gewonnen worden. Eine Machbarkeitsstudie unter Leitung der Hochschule Rhein-Waal zusammen mit dem Rad- und Verkehrsplanungsbüro Loedersloot Consultancy aus Nijmegen erforscht die gesellschaftliche Akzeptanz der MONOCAB-Technik sowie den grenzüberschreitenden Mobilitätsbedarfe.

Es ging also nicht nur um das reine Nutzererlebnis. Es wurden auch Akzeptanzaspekte untersucht, die für einen MONOCAB-Einsatz z.B. auf der stillgelegten Strecke Kleve-Kranenburg-Groesbeek (NL) relevant sind. Dies betrifft z.B. die Interessen und Vorbehalte der Anwohner entlang einer möglichen Strecke. Sie konnten sich am 23. Mai davon überzeugen, wie schnell eine solche Kabine fährt und welche Geräusche dabei entstehen. Dies galt auch für politische Entscheidungsträger und Beteiligte in Verwaltungen, sollte in Zukunft über die Einrichtung einer solchen Strecke nachgedacht werden.

Unterschiedliche Interessenlage

Unter den 50 Teilnehmern aus dem Rheinland waren auch mehrere Niederländer. Dazu gab es 25 Interessierte aus der Region. Aufgrund der besonderen Grenzsituation ist es wichtig herauszufinden, ob die oben genannten Aspekte auf beiden Seiten der Grenze ähnlich gesehen werden oder ob die Interessenlage unterschiedlich ist. Für ein grenzüberschreitendes Mobilitätsangebot ist dies ein entscheidender Faktor. Das Projekt wird durch das Interreg-Programm Deutschland-Nederland sowie seinen Programmpartnern ermöglicht und von der Europäischen Union kofinanziert.

Die Organisator:innen und Teilnehmenden sind sich einig: Der Besuch hat sich gelohnt. Der Ausflug in die Montagehalle und anschließend zum Testfeld bot viel Raum für Detailfragen – sowohl technischer Art als auch im Hinblick auf die Integration in den Alltag. Die Resonanz auf das Fahrzeug fiel überwiegend positiv aus: Viele der Besucher:innen aus dem Rheinland zeigten sich erfreut darüber, dass an einer praxistauglichen Alternative gearbeitet wird. Auch deswegen wurde die derzeit noch wahrnehmbare Geräuschentwicklung beim Fahren im Testfeld weitgehend akzeptiert. Sie ist dem frühen Entwicklungsstand des MONOCAB als Versuchsfahrzeug geschuldet und wird bis zum späteren Regelbetrieb gezielt reduziert.

Zukünftige (Mobilitäts-)Infrastrukturen auf Hot Topic Seminar in Hamburg

Unter dem spannenden Motto „Future (Mobility) Infrastructures“ haben sich am Dienstag und Mittwoch etwa 80 Teilnehmer aus dem DZM-Verbund (Annaberg-Buchholz, Hamburg, Karlsruhe und Minden) im Rahmen des Hot Topic Seminars in Hamburg vernetzt und ausgetauscht. In dem inspirierenden Ambiente des World Cafés konnten die Teilnehmer in angeregte Gespräche eintauchen. Sie diskutierten über eine Vielzahl interessanter Themen, wie Future Materials, Sensors, Digital Twins, Living Labs, Simulation Systems und Justice. Die Interaktion und die wechselnden Diskussionsrunden trugen dazu bei, dass verschiedene relevante Beispiele identifiziert werden konnten.

Am zweiten Tag wurden die Inhalte des organisierenden HAWICCs in Hamburg vorgestellt. Die aufschlussreichen Vorträge gaben einen guten Einblick in die Aktivitäten des Hamburgers DZM-Projektstandortes. Vielen Dank an die Kollegen in Hamburg für die zwei wertvollen Tage in der HafenCity. Wir freuen uns auf das nächste Hot Topic Seminar in Minden am 8. und 9. Oktober!

Bahnhof der Zukunft im Fokus

Vom 19. bis 23. Mai 2025 stand der Rail Campus OWL in Minden ganz im Zeichen von Innovationen, Nutzerzentrierung und Teamarbeit: Zehn engagierte Auszubildende und Studierende nahmen an der RailWeek OWL 2025 teil, um im Rahmen eines fünftägigen Ideensprints kreative Lösungen rund um den Bahnhof der Zukunft zu entwickeln.

Unter dem Leitthema „User Experience: Innovative Lösungsansätze für den Bahnhof der Zukunft“ arbeiteten die Teilnehmenden intensiv daran, die Bedürfnisse zukünftiger Bahnhofsbesucherinnen und -besucher besser zu verstehen und daraus konkrete Ideen abzuleiten. Die RailWeek OWL bot dazu ein methodisch fundiertes Workshop- Programm, das unter anderem Module wie Pain Point-Analyse, Persona-Entwicklung, die Value Proposition Canvas, das Business Model Canvas sowie ein gezieltes Pitch-Training umfasste. Die jungen Talente entwickelten unter professioneller Begleitung ihre Ideen schrittweise weiter – von der ersten Beobachtung bis hin zum überzeugenden Pitch.

Begleitet wurde die Woche von einem praxisorientierten und erlebnisreichen Rahmenprogramm: Ein Ausflug ins Extertal ermöglichte den Teilnehmenden eine exklusive Mitfahrt im zukunftsweisenden MONOCAB – einem autonomen, spurgeführten Einzelfahrzeug für den ländlichen Raum. Schon die Anreise mit einer Draisine sorgte für Teamgeist und Begeisterung. Das direkte Erleben innovativer Mobilitätslösungen diente nicht nur der Inspiration, sondern zeigte eindrucksvoll, wie Zukunftstechnologien in der Praxis aussehen können.

Höhepunkt der Woche war der abschließende Pitch-Day, bei dem die Teilnehmenden ihre Konzepte vor einer fachkundigen Jury präsentierten:

1. Digitale Tische und Bänke mit Ladefunktionen – Sitzgelegenheiten am Bahnhof, die Komfort, Konnektivität und Aufenthaltsqualität steigern.

2. Laufwegtracking zur Datengenerierung – eine Lösung zur anonymisierten Analyse von Bewegungsströmen, um Bahnhofsinfrastruktur gezielter zu optimieren.

3. Anreizsystem zur Müllvermeidung – ein digital gestütztes Belohnungssystem, das Reisende motivieren soll, Bahnhöfe sauber zu halten. „Die Teilnehmenden haben in nur fünf Tagen beeindruckende Ergebnisse erzielt.

Die Kombination aus methodischer Tiefe, praxisnaher Arbeit und kreativer Energie war wirklich bemerkenswert“, sind sich die Verantwortlichen einig. „Es war viel Arbeit – aber es hat auch viel Spaß gemacht und die Entwicklung der Ideen ist immer wieder spannend zu beobachten. Die Veranstaltung hat gezeigt, wie viel Potenzial in jungen Köpfen steckt, wenn man ihnen den Raum gibt, Ideen zu entwickeln und gemeinsam Zukunft zu gestalten.“

Die RailWeek OWL 2025 war nicht nur ein voller Erfolg, sondern auch ein Beispiel dafür, wie Bildung, Praxis und Innovation sinnvoll miteinander verbunden werden können. Die entwickelten Konzepte sollen in den kommenden Monaten weiterverfolgt und – womöglich – in realen Pilotprojekten getestet werden.

RailCampus OWL gut besucht auf Azubi Vibes

Aufregend, mitreißend, interessant. So lässt sich die vergangene Veranstaltung AzubiVibes sowie der Tag der offenen Tür der DB Systemtechnik in der Pionierstraße in Minden kurz und knackig beschreiben. Das Interesse am RailCampus OWL und am Studiengang Digitale Bahnsysteme war wieder sehr groß.

Vom 22. bis 24. Mai kamen insgesamt rund 7.000 Besucher nach Minden. Viele von ihnen besuchten auch die Pagode des RailCampus OWL. Sie informierten sich über den Studiengang „Digitale Bahnsysteme” und die Ausbildungsplätze der Mitgliedsunternehmen und nahmen an unserem Verkehrsspiel teil. Wer am schnellsten mit geschickten Zügen aus dem Stau entkam, gewann einen Verzehrgutschein. Manchmal staute es nicht nur im Spiel, sondern auch vor der Pagode. Es war wieder einmal eine gelungene Veranstaltung!