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Fortschritte bei AuToRail OWL und Start des Projekts KAMOS

In Ostwestfalen-Lippe nehmen mehrere Forschungsprojekte zur automatisierten und vernetzten Mobilität Fahrt auf. Mit AuToRail OWL hat eines der zentralen Vorhaben einen wichtigen Meilenstein erreicht: Am ehemaligen Bahnhof Kaunitz in Verl ist ein Testfeld für ein automatisiertes Fahrzeug entstanden, das sowohl auf der Straße als auch auf der Schiene fahren kann.

Am vergangenen Freitag wurde im Rahmen einer Informationsveranstaltung über den aktuellen Projektstand, die Fertigstellung des Testfeldes sowie die anstehenden Test- und Erprobungsphasen informiert. Vertreterinnen und Vertreter aus Forschung, Wirtschaft und Politik erhielten dabei Einblicke in das Konzept und die nächsten Schritte des Projekts.

Im Projekt wird ein hybrides Zweiwegefahrzeug entwickelt, das automatisiert zwischen Straße und Schiene wechseln kann. Ziel ist es, die Vorteile beider Verkehrsträger zu kombinieren: längere Strecken effizient auf der Schiene zurücklegen und gleichzeitig flexible Anschlüsse auf der Straße ermöglichen. Das Testfeld in Verl dient dazu, zentrale technische Funktionen – etwa das automatisierte Ein- und Ausgleisen während der Fahrt – unter realen Bedingungen zu erproben.

Der RailCampus OWL begleitet das Projekt im Rahmen seiner Funktion als Standort des Deutschen Zentrums Mobilität der Zukunft (DZM). Dabei bringt der RailCampus insbesondere sein Netzwerk aus Expert:innen aus Industrie, Forschung und Bahnbetrieb ein und sorgt dafür, dass auch die Perspektive der Vollbahnen in die Entwicklung neuer Mobilitätslösungen einfließt.

KAMOS entwickelt kooperative Mobilitätslösungen für Straße und Schiene


Parallel dazu ist mit KAMOS – Kooperative automatisierte und vernetzte Mobilitätssysteme auf Straße und Schiene ein weiteres Forschungsprojekt gestartet. Ziel des Vorhabens ist es, automatisierte Fahrzeuge verschiedener Verkehrsträger stärker miteinander zu vernetzen und neue Formen kooperativer Mobilitätssysteme zu entwickeln.

Der RailCampus OWL ist in KAMOS als assoziierter Partner beteiligt und unterstützt das Projekt. Durch die Einbindung seines Netzwerks aus Expertinnen und Experten im Bahnsektor. Dadurch kann insbesondere die Perspektive der Vollbahnen frühzeitig in die Projektarbeit eingebracht werden.

Praxisnahe Tests: Ergebnisse aus enableATO fließen in das MonoCab-System ein

Eine Verbindung besteht zudem zum DZM-Projekt enableATO. Die dort entwickelten Lösungen zur Automatisierung des Schienenverkehrs werden im MonoCab-System praktisch erprobt und getestet. Dadurch entstehen Synergien zwischen verschiedenen Forschungsinitiativen, die sich mit neuen Formen automatisierter und vernetzter Mobilität beschäftigen.

Gemeinsam leisten die Projekte einen wichtigen Beitrag zur Entwicklung innovativer Mobilitätslösungen an der Schnittstelle von Straße und Schiene.

Zweiwege-Fahrzeug des KAMOS Projektes
Prof. Dr. Ulrich Büker erläutert Inhalte

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