DZM-Symposium in Lemgo: Fachlicher Austausch und spannende Ergebnisse aus dem Projekt enableATO

Rund 60 Teilnehmende kamen gestern zum DZM-Symposium an der Technischen Hochschule Ostwestfalen-Lippe (TH OWL) im InnoSpin in Lemgo zusammen. Im Mittelpunkt standen die Ergebnisse des Projekts enableATO, das sich inzwischen auf der Zielgeraden befindet.

In vier Sessions wurden die Ergebnisse und Erkenntnisse aus dem Projekt vorgestellt und diskutiert. Der fachliche Austausch machte deutlich, wie umfangreich die Themen und wie vielfältig die gewonnenen Erkenntnisse sind.

Gelungener Austausch zwischen Forschung, Praxis und Wirtschaft

Besonders gefreut haben wir uns über den Besuch unserer Kolleg:Innen aus Annaberg-Buchholz sowie über die Teilnahme zahlreicher Vertreter aus der Wirtschaft. Der Austausch zwischen Forschung, Praxis und Wirtschaft ist ein wichtiger Bestandteil der gemeinsamen Arbeit und bietet wertvolle Impulse für die weitere Entwicklung automatisierter Bahnsysteme.

Rundum gelungener Tag mit spannenden Einblicken

Wir blicken auf einen rundum gelungenen Tag mit vielen spannenden Einblicken, intensiven Gesprächen und neuen Impulsen zurück. Ein herzliches Dankeschön gilt allen Referenten und Teilnehmenden, die das DZM-Symposium mit ihren Beiträgen und ihrem Engagement bereichert haben.

Wir freuen uns sehr über die gelungene Veranstaltung und den gemeinsamen Blick auf die Ergebnisse von enableATO!

DZM-Vernetzungskonferenz in Berlin: Fünf Standorte, ein gemeinsames Ziel

Wie kann Forschung über Standortgrenzen hinweg stärker zusammenwirken und konkrete Impulse für die Mobilität von morgen geben? Mit dieser Frage beschäftigte sich die dritte DZM-Vernetzungskonferenz, die in Berlin Vertreterinnen und Vertreter der inzwischen fünf DZM-Standorte zusammenbrachte.

Im Mittelpunkt der Veranstaltung stand der Austausch über aktuelle Forschung, Technologien und gemeinsame Fragestellungen. In verschiedenen Formaten präsentierten die Standorte ihre Projekte und Ergebnisse, diskutierten Forschungsthemen und entwickelten neue Ideen für die Zusammenarbeit. Besonders der Ergebnis-Marktplatz und die Themen-Labs boten Gelegenheit, miteinander ins Gespräch zu kommen und neue Verbindungen zwischen den unterschiedlichen Forschungsfeldern herzustellen.

DZM-Standort Minden bringt Erfahrungen und Perspektiven ein

Auch der DZM-Standort Minden war aktiv in das Programm eingebunden. Hanno Meyer zu Theenhausen, Sven Wachsmuth, Gero Brinkmann und Marc Hesse gestalteten die Themen-Labs aus Mindener Perspektive mit und brachten dort ihre Erfahrungen und fachlichen Schwerpunkte in die Diskussion ein. Einen weiteren besonderen Moment gab es bei der Vorstellung der Forschungsarbeiten gegenüber der Staatssekretärin Dr. Claudia Elif Stutz: Prof. Dr.-Ing. Stefan Witte präsentierte ihr unsere Simulation und gab damit einen unmittelbaren Einblick in die Arbeit am Standort Minden.

Darüber hinaus war auch der Hamburger DZM-Standort mit einem Demonstrator aus dem Forschungsprojekt HAWICC vertreten. Das Exponat veranschaulichte die Verbindung von Materialien und Wireless-Technologien und machte komplexe Forschungsthemen unmittelbar erlebbar.

Ein weiterer Schwerpunkt lag auf dem persönlichen Austausch. Neben bekannten Gesichtern bot die Veranstaltung die Gelegenheit, den neuen DZM-Standort an der Technischen Universität München und dessen Team kennenzulernen. Mit dem fünften Standort erweitert sich das Netzwerk um weitere Kompetenzen und Perspektiven.

Forschungsnetzwerk bietet Mehrwert

Die Konferenz machte deutlich, welchen Mehrwert ein standortübergreifendes Forschungsnetzwerk schaffen kann: Wissen wird geteilt, Kompetenzen werden gebündelt und aus einzelnen Forschungsvorhaben entstehen neue Anknüpfungspunkte für gemeinsame Aktivitäten.

Damit setzt das DZM seinen Weg als bundesweites Netzwerk für Forschung und Innovation im Bereich der digitalen Mobilität konsequent fort.

InnoTrans 2026: Minister des Landes Nordrhein-Westfalen besucht Gemeinschaftsstand von DZM, RailCampus OWL und MONOCAB

Hoher Besuch am Gemeinschaftsstand von DZM, RailCampus OWL und MONOCAB auf der InnoTrans 2026: Oliver Krischer, Minister für Umwelt, Naturschutz und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen, informierte sich über den aktuellen Entwicklungsstand des MONOCAB. Zudem informierte er sich über die Ergebnisse des Forschungsprojekts enableATO. Krischer zeigte sich dabei sehr positiv vom erreichten Entwicklungsstand und den Perspektiven der vorgestellten Technologien.

Im Mittelpunkt des Austauschs standen die Fortschritte beim MONOCAB. Zudem ging es um die Frage, wie Forschungsergebnisse aus dem Projekt enableATO in die praktische Weiterentwicklung und Erprobung des Systems einfließen. enableATO beschäftigt sich mit der Automatisierung des Bahnverkehrs. Das Projekt entwickelt unter anderem technologische Grundlagen für die sichere Wahrnehmung, Lokalisierung, Hinderniserkennung sowie die autonome Steuerung von Schienenfahrzeugen.Damit entstehen wichtige Bausteine für die weitere Entwicklung des MONOCAB.

Das MONOCAB soll langfristig als innovatives, autonomes und bedarfsgerechtes Mobilitätsangebot insbesondere für ländliche Räume eingesetzt werden. Die kompakten, kreiselstabilisierten Fahrzeuge können auf einer einzigen Schiene bidirektional verkehren und sollen damit auch die Reaktivierung bestehender, heute nicht mehr genutzter Bahnstrecken ermöglichen.

Bis 2032 ersten MONOCAB Demonstrator

Bis 2032 soll das MONOCAB als Demonstrator für die nächste Entwicklungsstufe zur Verfügung stehen. Auf dem Weg dorthin sind weitere Forschungs-, Entwicklungs- und Umsetzungsschritte erforderlich. Die Ergebnisse aus enableATO leisten dabei einen wichtigen Beitrag, insbesondere im Bereich der autonomen Steuerung und des automatisierten Betriebs.

Die Weiterentwicklung des MONOCAB wird durch eine Reihe von Forschungsprojekten getragen. Neben den beteiligten Hochschulen und Forschungseinrichtungen spielt dabei auch die Unterstützung durch das Land Nordrhein-Westfalen eine wichtige Rolle. Bereits die bisherigen MONOCAB-Projekte wurden unter anderem durch das Umweltministerium NRW gefördert. Weitere Vorhaben werden derzeit gemeinsam mit Partnern aus Forschung, Wirtschaft und öffentlicher Hand umgesetzt.

Positive Zwischenbilanz und großes Interesse

„Wir freuen uns sehr über das Interesse des Ministers und die positive Einschätzung der bisherigen Entwicklung“, so der RailCampus OWL. „MONOCAB zeigt beispielhaft, wie Forschungsergebnisse aus unterschiedlichen Projekten zusammengeführt und Schritt für Schritt in Richtung praktischer Anwendung entwickelt werden können. Die Unterstützung durch das Land Nordrhein-Westfalen ist dabei ein wichtiger Bestandteil dieses Weges.“

Der Besuch auf der InnoTrans machte zugleich deutlich, wie eng die verschiedenen Aktivitäten am DZM-Standort Minden miteinander verbunden sind. Forschung zur Automatisierung, Entwicklung neuer Fahrzeugkonzepte und die Erprobung innovativer Technologien greifen ineinander und schaffen gemeinsam die Voraussetzungen für neue Formen des Schienenverkehrs.

Besuch aus dem Bundesministerium für Verkehr: Fortschritte bei enableATO

Im Rahmen der InnoTrans 2026 in Berlin besuchte Matthias Steinbach aus dem Referat „Forschung und Innovation“ des Bundesministeriums für Verkehr den MONOCAB-Stand in Halle 2.2.

Im Mittelpunkt des Austauschs standen die aktuellen Fortschritte des Projekts enableATO und die Erprobung der dabei entwickelten Lösungen im MONOCAB. Die auf der InnoTrans präsentierten Ergebnisse zeigen anschaulich, wie Forschung und Innovation in konkrete Anwendungen für eine zukunftsfähige Mobilität auf der Schiene überführt werden können.

Matthias Steinbach zeigte sich beeindruckt von den bereits erzielten Fortschritten des Projekts und der Umsetzung der Ergebnisse im MONOCAB.

Ein neuer Ort für die Bahn der Zukunft: Schlüsselübergabe für den Dialograum

Mit der Schlüsselübergabe für die Räumlichkeiten im Scharn 8 ist ein wichtiger Meilenstein erreicht: In der Mindener Innenstadt entsteht ein neuer öffentlich zugänglicher Dialog- und Erprobungsraum des RailCampus OWL e. V. Auf rund 335 m² werden künftig Forschung, innovative Bahntechnologien und die Öffentlichkeit zusammengebracht. Im Mittelpunkt stehen dabei die Aktivitäten des RailCampus OWL, das Forschungsprojekt enableATO und das DZM-Netzwerk, die im neuen Dialograum sichtbar und erlebbar werden sollen.

Am Freitag wurden die Schlüssel für das ehemalige Ladenlokal im Scharn 8 offiziell übergeben.In den kommenden Wochen wird der neue Standort eingerichtet. Als Reallabor soll er den Dialog zwischen Wissenschaft und Öffentlichkeit fördern und Raum für Akzeptanzforschung und gesellschaftliche Beteiligung schaffen. Ziel ist es, einen Ort zu konzipieren, an dem die Zukunft des Systems Bahn nicht nur präsentiert, sondern auch erlebt, diskutiert und gemeinsam weitergedacht werden kann. Besucherinnen und Besucher können aktuelle Forschungsprojekte kennenlernen und dabei direkt mit Forschenden und Projektpartnern ins Gespräch kommen. Dabei können sie eigene Fragen stellen sowie Ideen und Perspektiven einbringen.

Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf dem Forschungsprojekt enableATO. Im Dialograum werden aktuelle Entwicklungen rund um die Automatisierung des Schienenverkehrs anschaulich und verständlich vermittelt. Auch das DZM-Netzwerk wird mit seinen Themen und Projekten eine wichtige Rolle einnehmen. Die vielfältigen Aktivitäten aus Forschung und Entwicklung sollen für die Öffentlichkeit verständlich aufbereitet und über unterschiedliche Formate vermittelt werden. So werden komplexe Technologien greifbar und verständlich. Gleichzeitig lädt der Dialograum dazu ein, sich über die Mobilität der Zukunft auszutauschen.

Bahntechnologie unmittelbar erleben

Ein zentraler Bestandteil des neuen Dialograums wird eine große Ausstellungs- und Demonstrationsfläche sein. Geplant ist unter anderem die Präsentation eines MONOCAB-Modells, das durch eine VR-Anwendung ergänzt werden soll. Besucherinnen und Besucher erhalten dadurch einen anschaulichen und interaktiven Zugang zu dieser innovativen Technologie.

Weitere haptische, digitale und interaktive Exponate sollen die Ausstellung ergänzen. Auch die Mitglieder des RailCampus OWL und die Partner des DZM-Netzwerks werden in die Gestaltung einbezogen. Über QR-Codes können Besucherinnen und Besucher beispielsweise Videos und Poster der beteiligten Institutionen und Projekte direkt vor Ort abrufen und sich so über deren Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten informieren. Auf diese Weise werden die Themen von enableATO, des DZM-Netzwerks und des RailCampus OWL auch außerhalb ihrer jeweiligen Projekt- und Forschungszusammenhänge erlebbar.

Raum für Austausch und Beteiligung

Der neue Dialograum soll zugleich ein Ort der Begegnung und des gemeinsamen Arbeitens werden. Workshop- und Co-Working-Flächen sowie eine flexibel nutzbare Präsentations- und Veranstaltungsfläche bieten künftig Raum für Workshops, Vorträge, Dialogveranstaltungen und Podcast-Aufnahmen. Hier können Forschungsinhalte vertieft, neue Perspektiven diskutiert und Ideen gemeinsam weiterentwickelt werden.

Ein besonderes Augenmerk liegt zudem auf Kindern und Jugendlichen. Eine Gaming-Ecke und weitere spielerische Angebote laden dazu ein, die Themen Bahn, Technik und Mobilität der Zukunft auf unkomplizierte Weise zu entdecken. So soll vor allem bei Kindern und Jugendlichen die Neugier auf die Entwicklungen des Schienenverkehrs geweckt werden.

Mit dem Dialograum entsteht mitten in Minden ein neuer Ort für Wissenstransfer und Wissenschaftskommunikation. Er macht die Aktivitäten des RailCampus OWL, des Forschungsprojekts enableATO und des DZM-Netzwerks sichtbar und schafft Raum für den Austausch zwischen Forschung und Gesellschaft.

In den kommenden Wochen wird der Dialograum nun Schritt für Schritt eingerichtet. Gemeinsam mit den beteiligten Partnern freut sich der RailCampus OWL darauf, den neuen Standort mit Leben zu füllen und schon bald die ersten Besucherinnen und Besucher begrüßen zu können.

Foto v.l.n.r: A Dirk Tappe (Leiter des Dezernats Gebäudemanagement der TH OWL), Gero Brinkmann (Dialogmanager, Institut für Wissenschaftsdialog der TH OWL), Dipl.-Ing. Architektin Karin Sprenger, Prof. Dr. Stefan Witte, Fabius Dulisch (Dialogmanager, Institut für Wissenschaftsdialog der TH OWL).

Internationale Bühne für unsere Forschung: MONOCAB auf der ICITT in Oslo

Vom 2. bis 4. September hatte Martin Griese die Gelegenheit, an der International Conference on Intelligent Traffic and Transportation (ICITT) in Oslo teilzunehmen und unsere Forschungsarbeit einem internationalen Fachpublikum vorzustellen.

Im Mittelpunkt seines Vortrags stand die gemeinsam erarbeitete Forschungsarbeit „Traffic Flow Simulation and Fleet Scheduling for Autonomous On-Demand Monorail Vehicles“, die im Rahmen des MONOCAB-Projektes entstanden ist.

Die Arbeit beschäftigt sich mit einer zentralen Fragestellung für zukünftige autonome und bedarfsgesteuerte Verkehrssysteme: Wie lässt sich eine Flotte autonomer On-Demand-Einschienenfahrzeuge optimal einsetzen und koordinieren? Mithilfe von Verkehrssimulationen und Verfahren zur Flottenplanung wird untersucht, wie Fahrzeuge möglichst effizient zu Fahrgastanfragen zugewiesen werden können. Ziel ist es, Verkehrsströme besser abzubilden, Leerfahrten zu reduzieren und die verfügbare Fahrzeugflotte möglichst effizient einzusetzen.

Martin Griese gewinnt Best Presentation Award

Umso mehr freuen wir uns, dass der Vortrag von Martin Griese mit dem Best Presentation Award ausgezeichnet wurde. Eine besondere Anerkennung für die Qualität der vorgestellten Forschung – und zugleich eine schöne Würdigung der Arbeit, die im Rahmen des MONOCAB-Projektes gemeinsam im Team entstanden ist.

Neben der Präsentation der eigenen Forschung bot die Konferenz zahlreiche Möglichkeiten für den internationalen fachlichen Austausch. Gespräche mit Forschenden und Fachleuten aus unterschiedlichen Bereichen eröffneten neue Perspektiven und wertvolle Anknüpfungspunkte für zukünftige Kooperationen.

Wir freuen uns sehr über diese Auszeichnung und darüber, dass die Forschung rund um MONOCAB auch international auf Interesse stößt. Ein schöner Erfolg für das gesamte Team!

MONOCAB demonstrierte Fortschritte beim automatisierten Schienenverkehr

Die Testtage des Forschungsprojekts enableATO, die in der vergangenen Woche im Testfeld Extertal stattfanden, markierten einen weiteren wichtigen Entwicklungsschritt für den automatisierten Schienenverkehr. Das kreiselstabilisierte Einschienenfahrzeug MONOCAB absolvierte erstmals autonome Fahrten mit Personentransport unter realen Bedingungen. Zudem bewies das Fahrzeug, dass es Hindernisse zuverlässig erkennen, seine Geschwindigkeit eigenständig anpassen und bei Bedarf sicher zum Stillstand kommen konnte. Das geplante Testprogramm wurde vollständig erfolgreich durchgeführt.

Ziel der Testtage war es, den aktuellen Entwicklungsstand der Automatisierungsfunktionen unter realen Bedingungen zu erproben und Projektpartnern, Fachleuten sowie Medienvertreter zu präsentieren. Nach kleineren technischen Anpassungen zu Beginn der Erprobung verliefen die Testfahrten stabil. Auf einer rund 50 Meter langen Teststrecke folgte das MONOCAB selbstständig einer vorgegebenen Route und übertrug parallel komprimierte Kamerabilder per WLAN an ein externes Leit- und Kontrollzentrum. Die eingesetzte Datenverbindung diente dabei als Vorbereitung für die künftig vorgesehene Kommunikation über 5G.

Sensorfusion ermöglicht zuverlässige Hinderniserkennung

Ein weiterer Schwerpunkt lag auf der präzisen Fahrzeuglokalisierung. Hierfür führte das Projektteam Informationen aus Satellitennavigation (GNSS), Trägheitssensorik (IMU) und Radsensoren zusammen und erstellte daraus eine hochgenaue digitale Streckenkarte. Parallel dazu wurde die Umfeldwahrnehmung umfassend getestet. Mithilfe einer Kombination aus Kamera- und LiDAR-Sensorik sowie KI-gestützten Verfahren erkannte das System Personen und weitere Hindernisse auf dem Gleis zuverlässig. Ergänzende Verfahren zur Gleissegmentierung und Tiefenschätzung verbesserten die Erfassung der Umgebung zusätzlich. Auf Basis dieser Informationen passte das MONOCAB seine Geschwindigkeit automatisch an und stoppte bei Bedarf selbstständig vor statischen und dynamischen Hindernissen.

Auch im Fahrzeuginnenraum wurden wichtige Funktionen erfolgreich erprobt. Eine Superweitwinkelkamera erkannte stehende und sitzende Fahrgäste sowie Ein- und Ausstiegsvorgänge. Das MONOCAB hielt selbstständig an definierten Haltepunkten, registrierte den Fahrgastwechsel und setzte seine Fahrt anschließend eigenständig fort.

Darüber hinaus bestätigten die Testreihen, dass sich synthetisch erzeugte Trainingsdaten erfolgreich auf reale Einsatzbedingungen übertragen ließen. Ergänzend erfasste das Projektteam umfangreiche Messdaten zu Fahrwerkschwingungen sowie unterschiedlichen Ein- und Ausstiegssituationen. Diese Erkenntnisse werden in die weitere Entwicklung der Automatisierungsfunktionen einfließen.

Testtage zeigen Potenzial des automatisierten Schienenverkehrs

Neben den technischen Erprobungen boten die Testtage Projektpartnern sowie Vertreter aus Wissenschaft, Industrie, Medien und regionalen Netzwerken die Gelegenheit, sich vor Ort über den aktuellen Entwicklungsstand des Forschungsprojekts zu informieren. Das große Interesse verdeutlichte die wachsende Aufmerksamkeit für das MONOCAB und das Forschungsvorhaben enableATO. Das Konzept eines automatisierten, bedarfsorientierten Schienenverkehrs auf bestehender Infrastruktur gewinnt national wie international zunehmend an Bedeutung.

Testbetriebsleiter Hanno Meyer zu Theenhausen dankte allen Beteiligten für ihren engagierten Einsatz bei der Vorbereitung und Durchführung der Testtage. Die erfolgreiche Zusammenarbeit aller Projektpartner trug maßgeblich zum Gelingen der Erprobungen bei.

Mit den erfolgreichen Testtagen wurde ein weiterer wichtiger Meilenstein für die Entwicklung des automatisierten Schienenverkehrs erreicht. Die gewonnenen Erkenntnisse fließen nun unmittelbar in die Weiterentwicklung der Automatisierungsfunktionen des MONOCAB ein und bilden die Grundlage für die nächsten Test- und Demonstrationsphasen.

RailCampus OWL zu Gast bei der WIR!-Abschlussveranstaltung des Smart Rail Connectivity Campus

Am 10. Juni 2026 nahm der RailCampus OWL an der Abschlussveranstaltung des WIR!-Bündnisses Smart Rail Connectivity Campus (SRCC) in Annaberg-Buchholz teil. Die Veranstaltung bot einen beeindruckenden Einblick in die zahlreichen Forschungs- und Entwicklungsprojekte der Region. Viele dieser Vorhaben sind in den vergangenen Jahren im Rahmen der WIR!-Förderung entstanden.

Besonders beeindruckend war die Vielfalt der vorgestellten Innovationen für den Schienenverkehr. Das Spektrum der vorgestellten Innovationen reichte von papiergedruckten Lautsprecherbahnen über digitale Kommunikationslösungen bis hin zu Rückfahrkameras für Güterzüge. Dies machte deutlich, welches Innovationspotenzial sich in der Region rund um Annaberg-Buchholz entwickelt hat.

Regionale Innovation mit nationaler Wirkung

Als Standorte des Deutschen Zentrums Mobilität der Zukunft (DZM) setzen sich der Smart Rail Connectivity Campus und der RailCampus OWL für innovative Mobilitätslösungen ein. Ihr gemeinsames Ziel ist es, den Schienenverkehr nachhaltig und zukunftsfähig weiterzuentwickeln. Die Veranstaltung machte deutlich, welch wichtige Rolle regionale Innovationsökosysteme bei der Entwicklung neuer Technologien und deren Transfer in die Praxis spielen.

Für den RailCampus OWL war der Besuch ein wertvoller Impuls für die zukünftige Zusammenarbeit. Zudem bot er die Möglichkeit, gemeinsame Potenziale in Forschung, Entwicklung und Innovation im Bahnsektor zu identifizieren und weiterzuentwickeln.

Ein besonderer Dank gilt dem gesamten Team des Smart Rail Connectivity Campus. Die professionelle Organisation der Veranstaltung und der konstruktive Dialog haben einen wichtigen Beitrag zum gelungenen Austausch geleistet.

RailCampus OWL und DZM Minden auf der TRA 2026 in Budapest

Der RailCampus OWL ist gemeinsam mit den fünf Standorten des Deutschen Zentrums Mobilität der Zukunft (DZM) auf der Transport Research Arena (TRA) 2026 in Budapest vertreten. Die TRA gilt als eine der wichtigsten europäischen Konferenzen für Transportforschung und bringt Wissenschaft, Industrie, Politik und Mobilitätsakteure aus ganz Europa zusammen.

Am gemeinsamen DZM-Stand präsentieren die Standorte ihre aktuellen Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten rund um die Mobilität der Zukunft. Der Standort Minden stellt dabei insbesondere das Forschungsprojekt enableATO vor. Im Mittelpunkt stehen innovative Ansätze für den automatisierten Schienenverkehr, digitale Betriebsprozesse sowie intelligente und resiliente Bahnsysteme.

Neben der Präsentation der Projekte bietet die TRA 2026 vor allem eine wichtige Plattform für den internationalen Austausch und die Vernetzung mit Partnern aus Forschung, Industrie und Politik.

Besonders wertvoll ist dabei auch der enge Austausch mit den weiteren DZM-Standorten – darunter der neue Standort München.

Die zahlreichen Gespräche und Kontakte zeigen erneut, wie wichtig interdisziplinäre Zusammenarbeit und starke Netzwerke für die Entwicklung zukunftsfähiger Mobilitätslösungen sind.