Altes Fort der Stadt Minden auf RailCampus

Beitrag vom

Projekt Fort B: Broschüre mit studentischen Entwürfen jetzt online

Wie lässt sich ein historisches Bauwerk neu denken, ohne seinen Charakter zu verlieren? Mit dieser Frage haben sich Architekturstudierende der Technischen Hochschule Ostwestfalen-Lippe im Rahmen eines Entwurfsprojekts intensiv in 2025 beschäftigt. Ausgangspunkt war das denkmalgeschützte Fort B auf dem Gelände des RailCampus OWL. Die im Projekt entstandenen Arbeiten sind nun in einer fertig gestalteten Broschüre zusammengefasst, die ab sofort online zur Verfügung steht.

Im Verlauf des Projekts setzten sich die Studierenden mit der Geschichte, der baulichen Struktur und den räumlichen Qualitäten des Forts auseinander. Auf dieser Grundlage entwickelten sie unterschiedliche architektonische Konzepte, die mögliche Nutzungen des Gebäudes ausloten. Im Fokus standen dabei unter anderem Ideen für einen multifunktionalen Veranstaltungssaal sowie ergänzende Räume, die das Fort B als Ort für Begegnung, Austausch und Veranstaltungen denkbar machen.

Die Entwürfe zeigen bewusst unterschiedliche Herangehensweisen. Sie reichen von zurückhaltenden, den Bestand betonenden Konzepten bis hin zu eigenständigen gestalterischen Interpretationen. Dabei spielten Fragen des Denkmalschutzes ebenso eine Rolle wie Überlegungen zu Atmosphäre, Licht, Materialität und funktionalen Abläufen. Die Vielfalt der Ansätze verdeutlicht, wie unterschiedlich ein historischer Ort gelesen und weitergedacht werden kann.

Im Rahmen einer Abschlusspräsentation an der TH OWL stellten die Studierenden ihre Arbeiten bereits im November vor und diskutierten diese gemeinsam mit Lehrenden und Gästen. Mit der nun veröffentlichten Broschüre wird dieses Projekt abgeschlossen und zugleich dokumentiert. Sie macht die Entwurfsprozesse und Ergebnisse nachvollziehbar und lädt dazu ein, sich vertieft mit den Ideen für Fort B auseinanderzusetzen.

Die Broschüre versteht sich als Ergebnis eines akademischen Projekts. Sie bietet Impulse und Denkanstöße, ohne eine spätere Umsetzung vorwegzunehmen und zeigt, welches Potenzial im Zusammenspiel von Lehre, Architektur und historischen Bestandsbauten liegt.

Hier die Broschüre anschauen


Diesen Beitrag teilen


Mehr Neuigkeiten

Geschäftsführer Peter Risthaus

Beitrag vom

RailCampus OWL e.V. begrüßt neues Mitglied: Norddeutsche Eisenbahnfachschule GmbH

Der RailCampus OWL e.V. wächst weiter: Mit der Norddeutschen Eisenbahnfachschule GmbH (NEF) gewinnt das Netzwerk ein weiteres bedeutendes Mitglied aus dem Bereich der praxisnahen Eisenbahnausbildung. Die NEF ist offizieller Kooperationspartner der Deutschen Bahn und im norddeutschen Raum eines der führenden Unternehmen für die fachgerechte Aus- und Weiterbildung von eisenbahnspezifischen Fachkräften.

Mit dem Beitritt der NEF setzt der RailCampus OWL e.V. ein weiteres prägnantes Zeichen für die Bedeutung vernetzter Bildungs- und Innovationsarbeit im Eisenbahnsektor. Der Verein freut sich sehr über das neue Mitglied und ist stolz darauf, dass das Netzwerk weiter wächst – ein wichtiges Signal für die Branche insgesamt.

Die Norddeutsche Eisenbahnfachschule steht für eine hohe Ausbildungsqualität, praxisnahe Lehrkonzepte und eine enge Verzahnung mit den Anforderungen des Arbeitsmarktes. Neben der Umschulung von Triebfahrzeugführern bietet die NEF ein breites Angebot an Aus- und Weiterbildungsformaten, darunter Fortbildungen, Rangierausbildungen sowie Simulatortrainings. Die Ausbildung erfolgt nach hohen Qualitätsstandards und ist behördlich anerkannt. Jährlich werden über 100 Fachkräfte für den Einsatz im Schienenverkehr qualifiziert.

Peter Risthaus, Geschäftsführer der Norddeutschen Eisenbahnfachschule GmbH, betont den Mehrwert der neuen Mitgliedschaft: „Für die NEF bietet der RailCampus OWL eine wertvolle Plattform, um unsere praxisorientierte Ausbildungsarbeit mit wissenschaftlichen Impulsen zu verbinden und so die Qualität der Eisenbahnausbildung weiter zu stärken.“ Ebenso unterstreicht er die Bedeutung der Zusammenarbeit im Netzwerk:
„Mit der Mitgliedschaft im RailCampus OWL möchte ich die NEF aktiv in ein Netzwerk einbringen, das gemeinsam moderne, sichere und zukunftsfähige Standards in der Eisenbahnausbildung entwickelt.“

Der RailCampus OWL e.V. heißt die Norddeutsche Eisenbahnfachschule herzlich willkommen und freut sich auf eine enge, zukunftsorientierte Zusammenarbeit im Sinne einer kompetenten und nachhaltigen Bahnbranche.


Diesen Beitrag teilen


Mehr Neuigkeiten

Beitrag vom

Prüfstand für Gummi-Metall-Federn: Baustein für die automatisierte Instandhaltung

Das vom Deutschen Zentrum Mobilität der Zukunft (DZM) geförderte Forschungsprojekt enableATO arbeitet auf verschiedenen Ebenen an Lösungen für den automatisierten Bahnverkehr, der eine zentrale Rolle für die vernetzte Mobilität der Zukunft im ländlichen Raum spielen soll. In einem Teilprojekt wird dabei an einem Digitalen Zwilling gearbeitet – genauer gesagt einem virtuellen Abbild eines Regionalzugs. Ziel ist es, die Instandhaltung von Fahrzeugkomponenten künftig zu automatisieren und dadurch effizienter, planbarer und nachhaltiger zu gestalten.

Mit dem digitalen Zwilling will das Team Fahrzeugkomponenten kontinuierlich überwachen (Condition Monitoring). Ein Schwerpunkt liegt dabei auf den Gummi-Metall-Federn im Fahrwerk der Regionalzüge. Die sogenannten Primärfedern dämpfen Schwingungen und tragen maßgeblich zum Fahrkomfort bei. Da sie im Betrieb stark beansprucht werden, ist ihre regelmäßige Wartung besonders wichtig.

Um den Verschleiß dieser Komponenten besser zu verstehen und eine automatisierte Zustandsüberwachung zu ermöglichen, wurde am Standort der DB Systemtechnik in Minden ein neuer Prüfstand eingerichtet. Dort können die Federn unter realistischen Bedingungen getestet werden. Durch gezielte Schwingungsanregungen wird das Verhalten der Gummi-Metall-Federn bei Belastung gemessen und ausgewertet. Die gewonnenen Daten verbessern die Simulationsmodelle des Digitalen Zwillings und erhöhen deren Aussagekraft. Gleichzeitig entsteht eine Datenbasis, mit der sich spätere Messungen aus dem realen Betrieb besser einordnen lassen.

Für die Untersuchungen stehen derzeit acht gebrauchte und zwei neue Federn bereit. Der Prüfstand befindet sich aktuell in der finalen Einrichtung, und Messungen sind im kommenden Jahr vorgesehen. Damit leistet der Prüfstand in Minden einen wichtigen Beitrag zur Weiterentwicklung der automatisierten Instandhaltung im Schienenverkehr.


Diesen Beitrag teilen


Mehr Neuigkeiten

Save the Date für Veranstaltungen 2026

Beitrag vom

Bleiben Sie auf dem Laufenden

Unsere Veranstaltungen 2026

Auch im kommenden Jahr erwarten Sie wieder spannende Formate, inspirierende Einblicke und vielseitige Möglichkeiten zum Austausch rund um Forschung, Innovation und Kooperation am RailCampus OWL e.V.
Wir freuen uns, Ihnen hier bereits einen ersten Überblick über die aktuell geplanten Veranstaltungen für 2026 zu geben.

Die Terminübersicht finden Sie nachfolgend. Wenn Sie keine Neuigkeiten mehr verpassen möchten, abonnieren Sie am besten unseren Newsletter. So bleiben Sie immer informiert über neue Veranstaltungen, aktuelle Projekte und alle Entwicklungen rund um den RailCampus OWL e.V.

DatumThema
25.02.2026Spring EventVorabend Get-Together des Future Rail Forums
26.02.2026Mitgliederversammlung RailCampus OWL e.V.Ordentliche Mitgliederversammlung 2026
26.02.2026Future Rail ForumVeranstaltung für den Wissenstransfer zwischen Wissenschaft und Wirtschaft
18.06.2026RailConnectVeranstaltung zur Vernetzung von Wirtschaft und Wissenschaft
22. – 25.09.26InnotransFachmesse in Berlin

Schienengespräche 2026 – Austausch, Wissenstransfer und aktuelle Impulse

Auch im Jahr 2026 setzt der RailCampus OWL e.v. die erfolgreiche Reihe der Schienengespräche fort. Die digitalen Kurzformate bieten weiterhin eine kompakte Bühne für fachlichen Austausch, aktuelle Entwicklungen und spannende Einblicke in Themen rund um das Bahnsystem.

Wie gewohnt werden alle Schienengespräche über unsere Website und auf LinkedIn angekündigt und begleitet. So stellen wir sicher, dass Interessierte schnell und unkompliziert Zugang zu den wichtigsten Informationen erhalten – ganz unabhängig vom Standort.

Wir freuen uns darauf, die Reihe gemeinsam mit Ihnen weiterzuführen und auch 2026 wieder wertvolle Impulse für die Bahnbranche zu setzen.

Jetzt zum Newsletter anmelden


Diesen Beitrag teilen


Mehr Neuigkeiten

Studenten und Wirtschaft gemeinsam an einem Tisch

Beitrag vom

Erster Student Brunch am RailCampus OWL

Austausch auf Augenhöhe mit HARTING und WAGO

Am 25.10.2025  fand beim RailCampus OWL e.V. der erste Student Brunch statt – ein neues Format, das den Studierenden des Studiengangs Digitale Bahnsysteme die Möglichkeit bietet, in entspannter Atmosphäre mit Unternehmensvertretern ins Gespräch zu kommen. Bei frisch belegten Brötchen wurde gefachsimpelt, gefragt und diskutiert: Fragen, die schon lange gestellt werden wollten, fanden hier endlich ihren Raum.

Besonders die Erstsemester nutzten die Gelegenheit, direkt mit Marcus Kampka (HARTING Customised Solutions GmbH & Co. KG) und Richard Markus (WAGO Kontakttechnik GmbH & Co. KG) ins Gespräch zu kommen. Beide Unternehmensvertreter gaben den Studierenden Einblicke in ihre Arbeit, sprachen über Karrierewege und schilderten, welche Kompetenzen und Profile derzeit besonders gefragt sind.

Die Atmosphäre war offen, interessiert und von beiderseitiger Neugier geprägt. Das beschrieb auch Marcus Kampka (HARTING) sehr treffend: „Es war ein konstruktives erstes Kennenlernen. Beide Seiten hatten die Gelegenheit, sich auszutauschen – mit dem Ziel, beim nächsten Student Brunch noch tiefere und spannendere Gespräche zu führen.“

Auch Richard Markus (WAGO) bestätigte den Mehrwert des ersten Student Brunchs aus Unternehmenssicht und betonte die Bedeutung solcher Begegnungen für die Studierenden: „Ein hervorragendes Format für Studierende, um sich zu orientieren und erste Kontakte zur Wirtschaft zu knüpfen.“

Spontane Einladungen in Qualitäts- und Prüfzentren von HARTING und WAGO

Zwischendurch sprachen HARTING und WAGO sogar spontane Einladungen in ihre Qualitäts -und Prüfzentren aus – ein Angebot, das bei den Studierenden auf großes Interesse stieß und ihnen eine seltene Gelegenheit eröffnete, direkte Einblicke in die Arbeitswelt und Technologien der Unternehmen zu erhalten.

Besonders gefragt waren Einblicke in Karrierewege, Einstiegsmöglichkeiten und die Perspektiven, die Unternehmen für Studierende des RailCampus eröffnen. Ein motivierendes Beispiel konnte Marcus Kampka ebenfalls teilen: HARTING hat kürzlich einen Studierenden des Studiengangs ‚Digitale Bahnsysteme‘ am RailCampus OWL übernommen – nachdem er zuvor sein Pflichtpraktikum und seine Bachelorarbeit erfolgreich in meinem Team absolviert hatte.

Der nächste Termin steht fest

Der nächste Termin für den RailCampus Student Brunch steht bereits fest: 13. Januar 2026.
Der RailCampus OWL e.V. freut sich auf eine rege Teilnahme und auf viele weitere aufschlussreiche Gespräche zwischen den Studierenden und den Mitgliedsunternehmen aus der Wirtschaft, die diesen Austausch zu einem wertvollen Bestandteil des Studienalltags machen.


Diesen Beitrag teilen


Mehr Neuigkeiten

Diskussionsrunde bei der RailWeek 2.0

Beitrag vom

RailWeek 2.0 – Professionals: Zukunftsvisionen für eine Bahn „voll im Fluss“

Bei der „RailWeek 2.0 – Professionals“ am 17.–18. November 2025 am RailCampus OWL in Minden kamen Fach- und Führungskräfte aus Mitgliedsunternehmen, Hochschulen und der Deutschen Bahn zusammen, um gemeinsam die Mobilität von morgen zu gestalten. In einem zweitägigen Innovationsworkshop entwickelten die Teilnehmenden Zukunftsbilder für ein Bahnsystem, das nie stillsteht: schneller, effizienter und ausfallfrei – eine echte Bahn „voll im Fluss“.

Nach einer spannenden Paneldiskussion mit Expertinnen und Experten aus Logistik und Mobilität arbeiteten die Teilnehmenden in interdisziplinären Teams an Visionen und Nutzenversprechen für die Bahn der Zukunft. Dabei entstanden konkrete Ansätze, die den Reisefluss komfortabler gestalten und die Zuverlässigkeit durch Condition Monitoring auf mehreren Ebenen erhöhen. Außerdem wurden die nächsten Schritte diskutiert, um die Ideen in die bestehende RailCampus OWL-Forschungsroadmap zu integrieren.

Die Workshops lieferten nicht nur kreative Lösungsansätze, sondern auch wertvolle Einblicke in die Überwindung struktureller Innovationshürden. Klar wurde: Für eine Bahn, die nie stillsteht, braucht es neben technischer Innovation auch neue Rahmenbedingungen und Kooperationen, die Innovationen zum Erfolg führen. Neben der inhaltlichen Arbeit bot die RailWeek auch reichlich Gelegenheit für Networking und Austausch.

Die Veranstaltung wurde gemeinsam mit dem Institut für Wissenschaftsdialog der TH OWL durchgeführt und ist Teil des Projekts enableATO, gefördert durch das Bundesministerium für Verkehr.


Diesen Beitrag teilen


Mehr Neuigkeiten

Teilnehmende des Seminars Festigkeit posieren für ein Foto und stehen vor einem ICE

Beitrag vom

Erfolgreiches DMG-Seminar „Festigkeit“ am RailCampus OWL

Vom 10. bis 12. November 2025 fand am RailCampus OWL e.V. in Minden das Seminar „Festigkeit“ statt – eine gemeinsame Weiterbildung von RailCampus OWL und der Deutschen Maschinentechnischen Gesellschaft e.V. (DMG). Das dreitägige Format bot Fach- und Führungskräften aus der Bahntechnik eine fundierte Vertiefung ingenieurwissenschaftlicher Grundlagen sowie aktueller Fragestellungen zur strukturellen Festigkeit.

Positive Resonanz und vielfältige Einblicke

Die Teilnehmenden bewerteten das Seminar durchweg positiv. Besonders hervorgehoben wurden der starke Praxisbezug, die klare Struktur sowie die gelungene Kombination aus Fachvorträgen, Diskussionen und Einblicken in Labore. Expertinnen und Experten von DB Systemtechnik GmbH, TU Clausthal, Hochschule Bielefeld, GHH Radsatz GmbH und der DMG gestalteten das Programm.

Ein besonderes Highlight war der Laborrundgang bei DB Systemtechnik mit Einblicken in Messradsatzfertigung, Festigkeitslabore und Reibungsprüfstände. Ergänzend sorgten ein gemeinsames Abendessen und ein optionaler Stadtrundgang für regen Austausch zwischen Wissenschaft, Industrie und Praxis.

„Das Seminar zeigt, wie wertvoll der Dialog zwischen Forschung, Industrie und Bahnpraxis ist“, betonte Thore Arendt, Geschäftsführer des RailCampus OWL. Auch Hans-Peter Lang (DMG) hob die erfolgreiche Zusammenarbeit hervor und kündigte eine Fortsetzung an.

Aufgrund der hohen Nachfrage planen RailCampus OWL e.V. und DMG e.V. bereits weitere gemeinsame Seminarangebote im kommenden Jahr, um den Wissenstransfer im Bahnsektor nachhaltig zu stärken.


Diesen Beitrag teilen


Mehr Neuigkeiten

Das Projektteam posiert mit ihren Professoren

Beitrag vom

Architekturstudierende präsentieren Entwürfe für Fort B

Am 11. November 2025 präsentierten Studierende der Detmolder Schule für Gestaltung der Technischen Hochschule Ostwestfalen-Lippe (TH OWL) ihre Entwürfe für die mögliche zukünftige Nutzung des Fort B am RailCampus OWL. Die Abschlusspräsentation fand in den Räumen der TH OWL in Detmold statt.

Historisches Gebäude trifft moderne Forschungsideen

Bereits im April hatten sich die Studierenden im Rahmen eines Entwurfsprojekts intensiv mit dem historischen Fort B in Minden auseinandergesetzt. Das Gebäude, das künftig als wichtiger Bestandteil des RailCampus OWL dienen soll, wurde dabei zum Projekt für architektonische Ideen und Konzepte. Ziel war es, die Geschichte des Ortes mit den Anforderungen eines modernen Forschungs- und Innovationsstandorts zu verbinden.

Bei der Präsentation zeigten die Studierenden eine beeindruckende Vielfalt an Ansätzen: von offenen Lern- und Begegnungsräumen über flexible Arbeitsbereiche bis hin zu nachhaltigen Material- und Energiekonzepten. Die Entwürfe verdeutlichen, wie Architektur zur Weiterentwicklung des RailCampus OWL beitragen könnte – als Ort, der Forschung, Lehre und Wirtschaft auf inspirierende Weise miteinander verbindet.

Kreative Teamarbeit und praxisnahes Lernen

„Die Herausforderung war, dass unfassbar viel möglich war. Aber die Zeit war ein wichtiger, limitierender Faktor für die Studierenden, um zu lernen, wie man sein Projekt zeitlich aufbaut. Dies wurde sehr gut umgesetzt. Teil der Aufgabe war auch, sich in seinem Team zurechtzufinden, welches man nicht kennt, wie man die unterschiedlichen Fähigkeiten nutzt und einen gemeinsamen Entwurf entwickelt“, sagte Professor Sascha Homburg im Rückblick auf das Projekt.

Unter den Gästen waren Professor Dr.-Ing. Stefan Witte, Vizepräsident für Forschung und Transfer der Technischen Hochschule OWL sowie Dr. Jasper Wellbrock von der Wirtschaftsförderung Minden. Auch die betreuenden Professoren Christian Schulze und Jens-Uwe Schulz waren vor Ort und begleiteten das Projekt gemeinsam mit Professor Sascha Homburg. Gemeinsam mit den Lehrenden und Studierenden diskutierten sie die Ergebnisse und würdigten die kreative Auseinandersetzung mit der Zukunft des Fort B.

Das Projekt unterstreicht die enge Zusammenarbeit zwischen Hochschule, Stadt und Wirtschaft im Rahmen des RailCampus OWL – und zeigt, wie aus interdisziplinären Kooperationen konkrete Perspektiven für die Zukunft entstehen können.

Die Vortragenden präsentieren ihre Entwürfe

Diesen Beitrag teilen


Mehr Neuigkeiten

MONOCAB Testung im November

Beitrag vom

Erfolgreicher Testtag der ATO-Sensorik am MONOCAB

Am 4. November 2025 fand ein wichtiger Testtag für das Projekt enableATO am MONOCAB statt. Ziel war es, die in dem Projekt entwickelte Sensorik erstmals in einem größeren, realistischen Umfeld im fahrenden Fahrzeug zu erproben. Dabei standen die Integration und Abstimmung aller Systeme im Vordergrund – von der Lokalisierung über die Innenraum- und Bahnsteigperzeption bis hin zur Umfeldsensorik.

Für die Tests wurden Sensoren in vier Bereichen montiert:

Lokalisierung: GNSS-Sensoren mit RTK (Real-Time Kinematic) und IMU auf dem MONOCAB-Dach ermöglichten präzise Zentimeter-Positionierungen. Die GNSS-Antenne arbeitete mit SAPOS-Korrekturdaten, um höchste Genauigkeit sicherzustellen.

Innenraum: Drei RGB-Kameras, darunter eine Fisheye-Kamera, erfassten den gesamten Innenraum. Verschiedene Kamerakonfigurationen wurden getestet, um später die zuverlässigsten Aufnahmesysteme für den Betrieb zu identifizieren.

Bahnsteigperzeption: Zwei seitlich ausgerichtete Lidare deckten den gesamten seitlichen Bereich mit 180° ab. Ergänzt wurde das Setup durch eine Kamera, die räumlich kalibriert wurde, um die Sensorfusion für die Algorithmen zu optimieren.

Umfeldperzeption: Vier Kameras (4K), eine Stereokamera, zwei LiDAR-Einheiten, ein Radar und eine Event-based Kamera ermöglichten die Erfassung komplexer Szenarien rund um den MONOCAB.

Während des Testtages wurden gezielt praxisnahe Szenarien simuliert: Personen mit oder ohne Warnweste auf und neben den Gleisen, Hindernisse wie Koffer, Kisten oder Zeitungen sowie der Gegenverkehr eines weiteren MONOCAB-Fahrzeugs. Die Aufzeichnungen liefern wichtige Daten, um die Algorithmen für Hinderniserkennung und sichere Fahrten mit Gegenverkehr zu validieren.

Ein zentraler Teil des Tests war die Systemintegration und Datenaufzeichnung. Durch das eigens entwickelte Software-Framework konnte die enorme Menge an Sensordaten in Echtzeit verarbeitet und auf einer kompakten Computerplattform (Nvidia Jetson AGX Orin) gespeichert werden. Insgesamt wurden rund 200 GB an Daten aus allen vier Sensorbereichen über mehrere Testphasen gesammelt – ein bedeutender Schritt für die Weiterentwicklung der ATO-Systeme.

Der erfolgreiche Testtag markiert einen wichtigen Schritt in der gemeinsamen Forschung von MONOCAB und enableATO. Er zeigt, wie durch interdisziplinäre Zusammenarbeit zwischen Hochschulen, Forschungseinrichtungen und Industriepartnern innovative Technologien für den automatisierten Schienenverkehr der Zukunft entstehen – gefördert durch das DZM.


Diesen Beitrag teilen


Mehr Neuigkeiten