InnoTrans 2026: Minister des Landes Nordrhein-Westfalen besucht Gemeinschaftsstand von DZM, RailCampus OWL und MONOCAB

Hoher Besuch am Gemeinschaftsstand von DZM, RailCampus OWL und MONOCAB auf der InnoTrans 2026: Oliver Krischer, Minister für Umwelt, Naturschutz und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen, informierte sich über den aktuellen Entwicklungsstand des MONOCAB. Zudem informierte er sich über die Ergebnisse des Forschungsprojekts enableATO. Krischer zeigte sich dabei sehr positiv vom erreichten Entwicklungsstand und den Perspektiven der vorgestellten Technologien.

Im Mittelpunkt des Austauschs standen die Fortschritte beim MONOCAB. Zudem ging es um die Frage, wie Forschungsergebnisse aus dem Projekt enableATO in die praktische Weiterentwicklung und Erprobung des Systems einfließen. enableATO beschäftigt sich mit der Automatisierung des Bahnverkehrs. Das Projekt entwickelt unter anderem technologische Grundlagen für die sichere Wahrnehmung, Lokalisierung, Hinderniserkennung sowie die autonome Steuerung von Schienenfahrzeugen.Damit entstehen wichtige Bausteine für die weitere Entwicklung des MONOCAB.

Das MONOCAB soll langfristig als innovatives, autonomes und bedarfsgerechtes Mobilitätsangebot insbesondere für ländliche Räume eingesetzt werden. Die kompakten, kreiselstabilisierten Fahrzeuge können auf einer einzigen Schiene bidirektional verkehren und sollen damit auch die Reaktivierung bestehender, heute nicht mehr genutzter Bahnstrecken ermöglichen.

Bis 2032 ersten MONOCAB Demonstrator

Bis 2032 soll das MONOCAB als Demonstrator für die nächste Entwicklungsstufe zur Verfügung stehen. Auf dem Weg dorthin sind weitere Forschungs-, Entwicklungs- und Umsetzungsschritte erforderlich. Die Ergebnisse aus enableATO leisten dabei einen wichtigen Beitrag, insbesondere im Bereich der autonomen Steuerung und des automatisierten Betriebs.

Die Weiterentwicklung des MONOCAB wird durch eine Reihe von Forschungsprojekten getragen. Neben den beteiligten Hochschulen und Forschungseinrichtungen spielt dabei auch die Unterstützung durch das Land Nordrhein-Westfalen eine wichtige Rolle. Bereits die bisherigen MONOCAB-Projekte wurden unter anderem durch das Umweltministerium NRW gefördert. Weitere Vorhaben werden derzeit gemeinsam mit Partnern aus Forschung, Wirtschaft und öffentlicher Hand umgesetzt.

Positive Zwischenbilanz und großes Interesse

„Wir freuen uns sehr über das Interesse des Ministers und die positive Einschätzung der bisherigen Entwicklung“, so der RailCampus OWL. „MONOCAB zeigt beispielhaft, wie Forschungsergebnisse aus unterschiedlichen Projekten zusammengeführt und Schritt für Schritt in Richtung praktischer Anwendung entwickelt werden können. Die Unterstützung durch das Land Nordrhein-Westfalen ist dabei ein wichtiger Bestandteil dieses Weges.“

Der Besuch auf der InnoTrans machte zugleich deutlich, wie eng die verschiedenen Aktivitäten am DZM-Standort Minden miteinander verbunden sind. Forschung zur Automatisierung, Entwicklung neuer Fahrzeugkonzepte und die Erprobung innovativer Technologien greifen ineinander und schaffen gemeinsam die Voraussetzungen für neue Formen des Schienenverkehrs.

Besuch aus dem Bundesministerium für Verkehr: Fortschritte bei enableATO

Im Rahmen der InnoTrans 2026 in Berlin besuchte Matthias Steinbach aus dem Referat „Forschung und Innovation“ des Bundesministeriums für Verkehr den MONOCAB-Stand in Halle 2.2.

Im Mittelpunkt des Austauschs standen die aktuellen Fortschritte des Projekts enableATO und die Erprobung der dabei entwickelten Lösungen im MONOCAB. Die auf der InnoTrans präsentierten Ergebnisse zeigen anschaulich, wie Forschung und Innovation in konkrete Anwendungen für eine zukunftsfähige Mobilität auf der Schiene überführt werden können.

Matthias Steinbach zeigte sich beeindruckt von den bereits erzielten Fortschritten des Projekts und der Umsetzung der Ergebnisse im MONOCAB.

Neues Projekt gestartet: zdi-MINTlab Mobilität und Digitalisierung

Wie sieht Berufsorientierung in Zukunft aus? Und wie können junge Menschen frühzeitig für MINT, Digitalisierung und die vielfältigen Möglichkeiten der Mobilitäts- und Bahnbranche begeistert werden?

Genau hier setzt das neue Projekt „zdi-MINTlab Mobilität und Digitalisierung“ an. Das Projekt ist zum 1. Juni 2026 gestartet und läuft bis zum 31. August 2028.

Der RailCampus OWL setzt das Projekt gemeinsam mit seinem Projektpartner ZAM e.V. – Zukunft Ausbildung im Mühlenkreis e.V. um. Im Mittelpunkt stehen neue Wege in der MINT-Nachwuchssicherung und Fachkräfteentwicklung – insbesondere mit Blick auf die Bedarfe kleiner und mittlerer Unternehmen in der Region des Mühlenkreises.

Die Veränderungen in den Bereichen Digitalisierung, Mobilität und Nachhaltigkeit wirken sich auch auf die Arbeitswelt aus. Neue Technologien, neue Berufsbilder und neue Anforderungen an Qualifikationen und Kompetenzen entstehen. Umso wichtiger ist es, Schülerinnen und Schüler frühzeitig zu erreichen und ihnen diese Entwicklungen nicht nur theoretisch zu vermitteln, sondern sie selbst erleben und ausprobieren zu lassen.

Wie ist die Umsetzung geplant?

Mit praxisnahen Angeboten soll das zdi-MINTlab Interesse an MINT-Themen wecken, Kompetenzen entdecken und fördern sowie wissenschaftliche Denkweisen und moderne Technologien erlebbar machen. Gleichzeitig geht es darum, berufliche Perspektiven in der Region und bei den Partnern des RailCampus OWL sichtbar zu machen.

Dabei versteht der RailCampus OWL Berufsorientierung als „Berufsorientierung 2.0“: Unterschiedliche Wege sollen aufgezeigt und erlebbar gemacht werden – von der Ausbildung über das duale oder klassische Studium bis hin zum späteren Quereinstieg.

Ein weiterer wichtiger Aspekt ist die Teilhabe. Die Angebote sollen Schülerinnen und Schüler unterschiedlicher Schulformen und Bildungshintergründe erreichen und dabei auch die Vielfalt der Mobilitäts- und Bahnbranche sichtbar machen.

Und das nicht nur am Standort in Minden. Mit mobilen Angeboten soll MINT-Bildung auch dorthin gebracht werden, wo junge Menschen sind. Erfolgreiche Formate können so perspektivisch auch über die Region hinaus eingesetzt werden.

Der RailCampus OWL freut sich auf die Zusammenarbeit mit ZAM e.V. und weiteren Partnern, auf neue Ideen und vor allem darauf, jungen Menschen spannende Einblicke in Zukunftsthemen und vielfältige Karrierewege in der Mobilitätsbranche zu ermöglichen. Denn wer die Arbeitswelt von morgen gestalten möchte, muss auch die Möglichkeit bekommen, sie frühzeitig kennenzulernen.

Ein neuer Ort für die Bahn der Zukunft: Schlüsselübergabe für den Dialograum

Mit der Schlüsselübergabe für die Räumlichkeiten im Scharn 8 ist ein wichtiger Meilenstein erreicht: In der Mindener Innenstadt entsteht ein neuer öffentlich zugänglicher Dialog- und Erprobungsraum des RailCampus OWL e. V. Auf rund 335 m² werden künftig Forschung, innovative Bahntechnologien und die Öffentlichkeit zusammengebracht. Im Mittelpunkt stehen dabei die Aktivitäten des RailCampus OWL, das Forschungsprojekt enableATO und das DZM-Netzwerk, die im neuen Dialograum sichtbar und erlebbar werden sollen.

Am Freitag wurden die Schlüssel für das ehemalige Ladenlokal im Scharn 8 offiziell übergeben.In den kommenden Wochen wird der neue Standort eingerichtet. Als Reallabor soll er den Dialog zwischen Wissenschaft und Öffentlichkeit fördern und Raum für Akzeptanzforschung und gesellschaftliche Beteiligung schaffen. Ziel ist es, einen Ort zu konzipieren, an dem die Zukunft des Systems Bahn nicht nur präsentiert, sondern auch erlebt, diskutiert und gemeinsam weitergedacht werden kann. Besucherinnen und Besucher können aktuelle Forschungsprojekte kennenlernen und dabei direkt mit Forschenden und Projektpartnern ins Gespräch kommen. Dabei können sie eigene Fragen stellen sowie Ideen und Perspektiven einbringen.

Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf dem Forschungsprojekt enableATO. Im Dialograum werden aktuelle Entwicklungen rund um die Automatisierung des Schienenverkehrs anschaulich und verständlich vermittelt. Auch das DZM-Netzwerk wird mit seinen Themen und Projekten eine wichtige Rolle einnehmen. Die vielfältigen Aktivitäten aus Forschung und Entwicklung sollen für die Öffentlichkeit verständlich aufbereitet und über unterschiedliche Formate vermittelt werden. So werden komplexe Technologien greifbar und verständlich. Gleichzeitig lädt der Dialograum dazu ein, sich über die Mobilität der Zukunft auszutauschen.

Bahntechnologie unmittelbar erleben

Ein zentraler Bestandteil des neuen Dialograums wird eine große Ausstellungs- und Demonstrationsfläche sein. Geplant ist unter anderem die Präsentation eines MONOCAB-Modells, das durch eine VR-Anwendung ergänzt werden soll. Besucherinnen und Besucher erhalten dadurch einen anschaulichen und interaktiven Zugang zu dieser innovativen Technologie.

Weitere haptische, digitale und interaktive Exponate sollen die Ausstellung ergänzen. Auch die Mitglieder des RailCampus OWL und die Partner des DZM-Netzwerks werden in die Gestaltung einbezogen. Über QR-Codes können Besucherinnen und Besucher beispielsweise Videos und Poster der beteiligten Institutionen und Projekte direkt vor Ort abrufen und sich so über deren Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten informieren. Auf diese Weise werden die Themen von enableATO, des DZM-Netzwerks und des RailCampus OWL auch außerhalb ihrer jeweiligen Projekt- und Forschungszusammenhänge erlebbar.

Raum für Austausch und Beteiligung

Der neue Dialograum soll zugleich ein Ort der Begegnung und des gemeinsamen Arbeitens werden. Workshop- und Co-Working-Flächen sowie eine flexibel nutzbare Präsentations- und Veranstaltungsfläche bieten künftig Raum für Workshops, Vorträge, Dialogveranstaltungen und Podcast-Aufnahmen. Hier können Forschungsinhalte vertieft, neue Perspektiven diskutiert und Ideen gemeinsam weiterentwickelt werden.

Ein besonderes Augenmerk liegt zudem auf Kindern und Jugendlichen. Eine Gaming-Ecke und weitere spielerische Angebote laden dazu ein, die Themen Bahn, Technik und Mobilität der Zukunft auf unkomplizierte Weise zu entdecken. So soll vor allem bei Kindern und Jugendlichen die Neugier auf die Entwicklungen des Schienenverkehrs geweckt werden.

Mit dem Dialograum entsteht mitten in Minden ein neuer Ort für Wissenstransfer und Wissenschaftskommunikation. Er macht die Aktivitäten des RailCampus OWL, des Forschungsprojekts enableATO und des DZM-Netzwerks sichtbar und schafft Raum für den Austausch zwischen Forschung und Gesellschaft.

In den kommenden Wochen wird der Dialograum nun Schritt für Schritt eingerichtet. Gemeinsam mit den beteiligten Partnern freut sich der RailCampus OWL darauf, den neuen Standort mit Leben zu füllen und schon bald die ersten Besucherinnen und Besucher begrüßen zu können.

Foto v.l.n.r: A Dirk Tappe (Leiter des Dezernats Gebäudemanagement der TH OWL), Gero Brinkmann (Dialogmanager, Institut für Wissenschaftsdialog der TH OWL), Dipl.-Ing. Architektin Karin Sprenger, Prof. Dr. Stefan Witte, Fabius Dulisch (Dialogmanager, Institut für Wissenschaftsdialog der TH OWL).

Internationale Bühne für unsere Forschung: MONOCAB auf der ICITT in Oslo

Vom 2. bis 4. September hatte Martin Griese die Gelegenheit, an der International Conference on Intelligent Traffic and Transportation (ICITT) in Oslo teilzunehmen und unsere Forschungsarbeit einem internationalen Fachpublikum vorzustellen.

Im Mittelpunkt seines Vortrags stand die gemeinsam erarbeitete Forschungsarbeit „Traffic Flow Simulation and Fleet Scheduling for Autonomous On-Demand Monorail Vehicles“, die im Rahmen des MONOCAB-Projektes entstanden ist.

Die Arbeit beschäftigt sich mit einer zentralen Fragestellung für zukünftige autonome und bedarfsgesteuerte Verkehrssysteme: Wie lässt sich eine Flotte autonomer On-Demand-Einschienenfahrzeuge optimal einsetzen und koordinieren? Mithilfe von Verkehrssimulationen und Verfahren zur Flottenplanung wird untersucht, wie Fahrzeuge möglichst effizient zu Fahrgastanfragen zugewiesen werden können. Ziel ist es, Verkehrsströme besser abzubilden, Leerfahrten zu reduzieren und die verfügbare Fahrzeugflotte möglichst effizient einzusetzen.

Martin Griese gewinnt Best Presentation Award

Umso mehr freuen wir uns, dass der Vortrag von Martin Griese mit dem Best Presentation Award ausgezeichnet wurde. Eine besondere Anerkennung für die Qualität der vorgestellten Forschung – und zugleich eine schöne Würdigung der Arbeit, die im Rahmen des MONOCAB-Projektes gemeinsam im Team entstanden ist.

Neben der Präsentation der eigenen Forschung bot die Konferenz zahlreiche Möglichkeiten für den internationalen fachlichen Austausch. Gespräche mit Forschenden und Fachleuten aus unterschiedlichen Bereichen eröffneten neue Perspektiven und wertvolle Anknüpfungspunkte für zukünftige Kooperationen.

Wir freuen uns sehr über diese Auszeichnung und darüber, dass die Forschung rund um MONOCAB auch international auf Interesse stößt. Ein schöner Erfolg für das gesamte Team!

Zu Gast im Podcast „Gleiswechsel“: Thore Arendt spricht über den RailCampus OWL

Der RailCampus OWL war zu Gast im Podcast „Gleiswechsel“ von Stephan Kaiser. In der aktuellen Folge spricht unser Geschäftsführer Thore Arendt über die Entstehung, die Ziele und die strategische Ausrichtung des RailCampus OWL sowie über die Bedeutung von Aus- und Weiterbildung für die Zukunft des Schienenverkehrs.

Im Gespräch gibt Thore Arendt Einblicke in die Arbeit des Vereins, der Wirtschaft, Wissenschaft und Bildung miteinander vernetzt, um Fachkräfte zu fördern und Innovationen für die Bahnbranche voranzutreiben. Dabei erläutert er, wie der RailCampus OWL dazu beiträgt, zukunftsweisende Bildungsangebote zu entwickeln und die Transformation des Schienenverkehrs aktiv mitzugestalten.

Der Podcast „Gleiswechsel“ von Stephan Kaiser widmet sich regelmäßig aktuellen Themen rund um die Aus- und Weiterbildung im Bahnsektor und bietet spannende Einblicke in Projekte, Entwicklungen und Persönlichkeiten der Branche. Wir bedanken uns herzlich bei Stephan Kaiser für die Einladung und das interessante Gespräch. Wir freuen uns sehr, dass wir den RailCampus OWL und unsere Arbeit einem interessierten Fachpublikum vorstellen durften.

Hier geht es zur aktuellen Folge von Gleiswechsel mit Thore Arendt

Viel Spaß beim hören!

MONOCAB demonstrierte Fortschritte beim automatisierten Schienenverkehr

Die Testtage des Forschungsprojekts enableATO, die in der vergangenen Woche im Testfeld Extertal stattfanden, markierten einen weiteren wichtigen Entwicklungsschritt für den automatisierten Schienenverkehr. Das kreiselstabilisierte Einschienenfahrzeug MONOCAB absolvierte erstmals autonome Fahrten mit Personentransport unter realen Bedingungen. Zudem bewies das Fahrzeug, dass es Hindernisse zuverlässig erkennen, seine Geschwindigkeit eigenständig anpassen und bei Bedarf sicher zum Stillstand kommen konnte. Das geplante Testprogramm wurde vollständig erfolgreich durchgeführt.

Ziel der Testtage war es, den aktuellen Entwicklungsstand der Automatisierungsfunktionen unter realen Bedingungen zu erproben und Projektpartnern, Fachleuten sowie Medienvertreter zu präsentieren. Nach kleineren technischen Anpassungen zu Beginn der Erprobung verliefen die Testfahrten stabil. Auf einer rund 50 Meter langen Teststrecke folgte das MONOCAB selbstständig einer vorgegebenen Route und übertrug parallel komprimierte Kamerabilder per WLAN an ein externes Leit- und Kontrollzentrum. Die eingesetzte Datenverbindung diente dabei als Vorbereitung für die künftig vorgesehene Kommunikation über 5G.

Sensorfusion ermöglicht zuverlässige Hinderniserkennung

Ein weiterer Schwerpunkt lag auf der präzisen Fahrzeuglokalisierung. Hierfür führte das Projektteam Informationen aus Satellitennavigation (GNSS), Trägheitssensorik (IMU) und Radsensoren zusammen und erstellte daraus eine hochgenaue digitale Streckenkarte. Parallel dazu wurde die Umfeldwahrnehmung umfassend getestet. Mithilfe einer Kombination aus Kamera- und LiDAR-Sensorik sowie KI-gestützten Verfahren erkannte das System Personen und weitere Hindernisse auf dem Gleis zuverlässig. Ergänzende Verfahren zur Gleissegmentierung und Tiefenschätzung verbesserten die Erfassung der Umgebung zusätzlich. Auf Basis dieser Informationen passte das MONOCAB seine Geschwindigkeit automatisch an und stoppte bei Bedarf selbstständig vor statischen und dynamischen Hindernissen.

Auch im Fahrzeuginnenraum wurden wichtige Funktionen erfolgreich erprobt. Eine Superweitwinkelkamera erkannte stehende und sitzende Fahrgäste sowie Ein- und Ausstiegsvorgänge. Das MONOCAB hielt selbstständig an definierten Haltepunkten, registrierte den Fahrgastwechsel und setzte seine Fahrt anschließend eigenständig fort.

Darüber hinaus bestätigten die Testreihen, dass sich synthetisch erzeugte Trainingsdaten erfolgreich auf reale Einsatzbedingungen übertragen ließen. Ergänzend erfasste das Projektteam umfangreiche Messdaten zu Fahrwerkschwingungen sowie unterschiedlichen Ein- und Ausstiegssituationen. Diese Erkenntnisse werden in die weitere Entwicklung der Automatisierungsfunktionen einfließen.

Testtage zeigen Potenzial des automatisierten Schienenverkehrs

Neben den technischen Erprobungen boten die Testtage Projektpartnern sowie Vertreter aus Wissenschaft, Industrie, Medien und regionalen Netzwerken die Gelegenheit, sich vor Ort über den aktuellen Entwicklungsstand des Forschungsprojekts zu informieren. Das große Interesse verdeutlichte die wachsende Aufmerksamkeit für das MONOCAB und das Forschungsvorhaben enableATO. Das Konzept eines automatisierten, bedarfsorientierten Schienenverkehrs auf bestehender Infrastruktur gewinnt national wie international zunehmend an Bedeutung.

Testbetriebsleiter Hanno Meyer zu Theenhausen dankte allen Beteiligten für ihren engagierten Einsatz bei der Vorbereitung und Durchführung der Testtage. Die erfolgreiche Zusammenarbeit aller Projektpartner trug maßgeblich zum Gelingen der Erprobungen bei.

Mit den erfolgreichen Testtagen wurde ein weiterer wichtiger Meilenstein für die Entwicklung des automatisierten Schienenverkehrs erreicht. Die gewonnenen Erkenntnisse fließen nun unmittelbar in die Weiterentwicklung der Automatisierungsfunktionen des MONOCAB ein und bilden die Grundlage für die nächsten Test- und Demonstrationsphasen.

RailCampus OWL e.V. begrüßt neues Mitglied: MSF-Vathauer Antriebstechnik

Geschäftsführer Dr. Marc Vathauer
Dr. Marc Vathauer

Der RailCampus OWL e.V. wächst weiter: Mit der MSF-Vathauer Antriebstechnik GmbH & Co. KG aus Detmold gewinnt das Netzwerk ein innovatives Unternehmen, das seit Jahrzehnten für leistungsstarke Antriebstechnik, dezentrale Antriebsautomatisierung und kundenspezifische Lösungen „Made in Germany“ steht.

Das familiengeführte Unternehmen entwickelt und produziert seit 1978 moderne Antriebslösungen für unterschiedlichste industrielle Anwendungen. Dazu zählen unter anderem Lösungen für die Intralogistik, Fördertechnik sowie die Bahntechnologie. Mit hoher Entwicklungs- und Fertigungstiefe, einem eigenen EMV-Labor und umfassender Expertise in der Antriebstechnik steht MSF-Vathauer für Innovation, Qualität und Nachhaltigkeit.

„Mit MSF-Vathauer gewinnt der RailCampus OWL e.V. ein Unternehmen, das wertvolle Kompetenzen im Bereich der Antriebstechnik und Automatisierung in unser Netzwerk einbringt. Diese Expertise ergänzt unsere Aktivitäten hervorragend. Gemeinsam möchten wir Innovationen für die Mobilität der Zukunft vorantreiben und den Wissenstransfer zwischen Wirtschaft, Wissenschaft und Bildung weiter stärken“, sagt Prof. Dr. Stefan Witte, Vorstandsvorsitzender des RailCampus OWL e.V.

Auch MSF-Vathauer sieht in der Mitgliedschaft großes Potenzial für die zukünftige Zusammenarbeit.

„Wir freuen uns sehr, Teil des RailCampus OWL e.V. zu sein und unsere langjährige Expertise in der Antriebs- und Automatisierungstechnik in dieses starke Netzwerk einzubringen. Die enge Zusammenarbeit von Wissenschaft, Wirtschaft und Anwendern schafft die besten Voraussetzungen, um Innovationen praxisnah zu entwickeln und die Mobilität der Zukunft gemeinsam voranzutreiben. Wir sind überzeugt, dass der gegenseitige Austausch und gemeinsame Projekte wertvolle Impulse für die gesamte Bahnbranche liefern werden.“

Der RailCampus OWL e.V. heißt MSF-Vathauer herzlich willkommen und freut sich auf eine erfolgreiche Zusammenarbeit sowie spannende gemeinsame Projekte.

Neues Teammitglied für die Nachwuchsförderung: Annabell Lee Brinkmeier

Seit Juli verstärkt Annabell Lee Brinkmeier das Team des RailCampus OWL e.V. und übernimmt die Koordination des Projekts zdi MINTlab Mobilität & Digitalisierung. Das Projekt ist ein zentraler Baustein der Nachwuchsförderung in der Region und begeistert junge Menschen für Zukunftsthemen rund um Mobilität, Digitalisierung und MINT.

Für Annabell Lee Brinkmeier ist diese Aufgabe weit mehr als ein beruflicher Schritt: Als gebürtige Mühlenkreiserin kehrt sie nach ihrem erfolgreich abgeschlossenen Bachelor- und Masterstudium bewusst in ihre Heimat zurück. Ihr Ziel ist es, ihre fachlichen Kenntnisse und praktischen Erfahrungen einzubringen, um die Region nachhaltig zu stärken und junge Menschen für innovative Berufsfelder zu begeistern.

Bereits während ihres Studiums legte sie den Schwerpunkt auf die Themen Mobilität, Logistik und Projektorganisation. Dieses Wissen vertiefte sie nicht nur theoretisch, sondern sammelte auch als Werkstudentin sowie im anschließenden Berufseinstieg wertvolle Praxiserfahrung.

Auch die Arbeit in einem Netzwerk ist ihr bestens vertraut. Der Austausch mit unterschiedlichen Partnern, das gemeinsame Entwickeln neuer Ideen und das Überwinden von Herausforderungen motivieren sie besonders. Gemeinsam nachhaltige Lösungen zu schaffen und Projekte mit langfristiger Wirkung umzusetzen, sieht sie als wichtigen Bestandteil ihrer neuen Aufgabe beim RailCampus OWL e.V.

„Ich freue mich sehr, Teil des Teams des RailCampus OWL e.V. zu sein und das Projekt zdi MINTlab Mobilität & Digitalisierung gemeinsam mit der Expertise unseres starken Netzwerks erfolgreich weiterzuentwickeln. Besonders motiviert mich die Rückkehr in meine Heimat, den Mühlenkreis Minden-Lübbecke. Es ist schön, meine Erfahrungen und Fähigkeiten dort einzubringen, wo ich selbst aufgewachsen bin, und so einen Beitrag zur Stärkung der Region und ihrer Nachwuchskräfte zu leisten“, freut sich Annabell Lee Brinkmeier.