

Transformation durch Forschung
Der RailCampus OWL in Minden ist Teil eines deutschlandweiten Netzwerks für Zukunftsaufgaben der Mobilität. Er fungiert als Zentrum für Forschung, Entwicklung und Erprobung sowie als Campus für Studium und Weiterbildung.
Der RailCampus OWL in Minden ist ein Projektstandort des vom Bundesministerium für Verkehr (BMV) geförderten „Deutschen Zentrums Mobilität der Zukunft (DZM)“. Ein Konsortium aus Hochschulen, Fraunhofer-Instituten und Unternehmen treibt am RailCampus OWL Technologien für automatisierte, schienengebundene Mobilitätskonzepte voran. Interdisziplinäre Projektteams untersuchen und entwickeln die dafür notwendigen Basistechnologien und zeigen Schnittstellen der schienengebundenen Mobilität zu anderen Verkehrsträgern auf. Ziel ist, die Verkehrswende bedarfsorientiert, nutzerfreundlich für alle Reisenden, klima-, umwelt- und ressourcenschonend, bezahlbar, wirtschaftlich, intelligent und resilient mitzugestalten.

Fünf DZM-Standorte
Der RailCampus OWL ist einer von fünf DZM-Projektstandorten mit dem Fokus Smart Mobility.

Die jeweiligen Schwerpunkte der DZM-Standorte sind:
- Entwicklung und Erprobung intelligenter Sensortechnologien in Kombination mit künstlicher Intelligenz zur Zustandsüberwachung und Optimierung von Straßen- und Brückeninfrastrukturen (Hamburg)
- Entwicklung und Erprobung automatisierter und digitalisierter Verkehrssysteme sowie Aufbau einer Forschungsinfrastruktur für innovative schienengebundene Fahrzeuge (Minden)
- Forschung an multimodalen digitalen Kommunikationssystemen mit Fokus auf den Bahnbetrieb sowie Entwicklung infrastrukturorientierter Testumgebungen für integrierte und vernetzte Mobilität (Annaberg-Buchholz)
- Entwicklung autonomer, bedarfsorientierter Sharing-Mobilitätsangebote zur Verringerung der Abhängigkeit vom privaten Pkw im ländlichen Raum und zur besseren Vernetzung von ländlichen Regionen, Städten und dem öffentlichen Verkehr (Karlsruhe)
- Forschung und Entwicklung zum autonomen Fahren im öffentlichen Verkehr – mit dem Ziel, autonome Mobilitätssysteme skalierbar zu machen und innovative Technologien in den integrierten Alltagsbetrieb zu überführen (München im Aufbau)

Die Vernetzung der fünf Standorte erfolgt durch eine Reihe von Veranstaltungen wie Konferenzen, Seminaren sowie Summer- und Winterschools. Sie dienen sowohl der Kommunikation in Richtung Politik, Wirtschaft und Gesellschaft als auch der Kooperation zwischen den Standorten. Ziel ist, Synergien zu nutzen und gemeinsam an systemübergreifenden Aspekten der zukünftigen Mobilität zu arbeiten.
Der Standort Minden
Das aktuelle Forschungsprojekt im Rahmen des DZM am Projektstandort Minden – mit einer Fördersumme von 12,5 Millionen Euro und einer Laufzeit von 36 Monaten – trägt den Namen enableATO: Automatisierter Bahnverkehr als Basis für eine nachhaltige, vernetzte Mobilität in ländlichen Räumen ermöglichen. Gerade in ländlichen Räumen werden neue Fahrzeugansätze,
Streckenreaktivierungen und zunehmend Schnittstellen anderer Verkehrsträger zum heutigen Bahnsystem eine besondere Rolle spielen. Das schafft und erfordert Kooperationsschnittstellen zu anderen DZM-Standorten. Im Projekt werden schienengebundene Optionen demonstriert und intensiv untersucht. Geplant ist ein Modell-Mobilitätshub im Umfeld des RailCampus OWL am Bahnhof Minden.
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Mehr InformationenSchwerpunkt Fahrzeuge
Der RailCampus OWL in Minden hat einen klaren Fokus in der Bahntechnik mit dem Schwerpunkt Fahrzeuge. Die Vernetzung mit anderen Forschungseinrichtungen und Aktivitäten in der „Bahn-Community“ möchte der RailCampus OWL gezielt ausbauen. Mit dem Smart Rail Connectivity Campus (SRCC) in Annaberg-Buchholz und dem Deutschen Zentrum für Schienenverkehrsforschung (DZSF) sollen spezifische Austauschformate entstehen. Gezielt wird die Kooperation mit anderen Forschungseinrichtungen über gemeinsame nationale und europäische Forschungs- und Entwicklungsprojekte gesucht.

News DZM
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