26. Schienengespräch: Zukunft der Weichenüberwachung im Fokus

Wie sieht die Zukunft der Weichenüberwachung aus? Welche Technologien unterstützen bereits heute einen sicheren und leistungsfähigen Bahnbetrieb und welches Potenzial steckt künftig in Predictive Monitoring?

Diesen Fragen widmet sich das 26. Schienengespräch am RailCampus OWL am Freitag, den 29. Mai 2026, von 13:00 bis 14:00 Uhr via Microsoft Teams. Unter dem Titel „Zukunft der Weichenüberwachung – von der Inspektion zum Predictive Monitoring“ diskutieren zwei Experten aktuelle Entwicklungen und innovative Ansätze der digitalen Zustandsüberwachung.

Weichen zählen zu den sensibelsten und zugleich kritischsten Komponenten im Bahnbetrieb. Ihr Zustand beeinflusst maßgeblich Pünktlichkeit, Sicherheit und Kapazität im Netz. Moderne Monitoring-Technologien ermöglichen dabei zunehmend eine Echtzeitbewertung und schaffen die Grundlage für vorausschauende Instandhaltungskonzepte.

Als Referenten begrüßen wir:

  • Michael Heimann, Systems Architect bei BREUER Nachrichtentechnik GmbH
  • Dr. Jörn Groos, Gruppenleiter am Institut für Verkehrssystemtechnik des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) e. V.

Freuen Sie sich auf spannende Einblicke in aktuelle Technologien, praxisnahe Erfahrungsberichte und einen gemeinsamen Austausch zur Digitalisierung zentraler Bahninfrastruktur.

Teams-Link für die Teilnahme:

https://teams.microsoft.com/l/meetup-join/19%3ameeting_NDU3M2E5NDctZTBjMC00ZDdhLWIyOGEtY2EzZjZiMjMxZWFh%40thread.v2/0?context=%7b%22Tid%22%3a%22bdb16b63-fa06-4ad2-b1c6-483d3ad10b30%22%2c%22Oid%22%3a%2246d430da-6aef-4fb5-8d97-f90d363298c1%22%7d

RailWeek 2026 am RailCampus OWL gestartet

Mit einem gemeinsamen Auftakt des RailCampus OWL, der TH OWL und des IWD ist heute die RailWeek OWL 2026 in Minden gestartet. Unter dem diesjährigen Motto „Der intelligente Waggon – Wie sieht Bahnreisen in Zukunft aus?“ kommen Studierende und Auszubildende zusammen, um innovative Ideen für die Mobilität von morgen zu entwickeln.

In interdisziplinären Teams arbeiten die Teilnehmenden in den kommenden Tagen an kreativen und praxisnahen Lösungen rund um den intelligenten Waggon der Zukunft. Unterstützt werden sie dabei von Expert:innen aus Wissenschaft und Praxis, die ihr Wissen in Workshops und Impulsen einbringen.

Gemeinsam Ideen entwickeln und Zukunft vernetzen

Die RailWeek OWL bietet den Teilnehmenden die Möglichkeit, neue Perspektiven kennenzulernen, gemeinsam an zukunftsweisenden Konzepten zu arbeiten und wertvolle Kontakte innerhalb der Bahnbranche zu knüpfen. Von der ersten Idee bis hin zur finalen Präsentation vor einer Fachjury steht dabei vor allem der Austausch zwischen Nachwuchskräften, Hochschulen und Unternehmen im Mittelpunkt.

Zum Abschluss der Woche präsentieren die Teams ihre Ergebnisse und Konzepte im Rahmen des Pitch Days am RailCampus OWL.

Wir freuen uns auf eine inspirierende Woche voller Innovation, Zusammenarbeit und neuer Ideen für die Zukunft des Bahnreisens.

Neue Impulse für die Reaktivierung stillgelegter Bahnstrecken

Mit REAKT-RAILRATE ist ein neues Forschungsprojekt innerhalb der DATIpilot-Innovationscommunity REAKT gestartet, an dem der RailCampus OWL als Projektpartner erstmals beteiligt ist. Ziel des Projekts ist die Entwicklung einer neuen Bewertungsmethodik für die Reaktivierung stillgelegter Bahnstrecken im ländlichen Raum – insbesondere unter Berücksichtigung touristischer Potenziale und neuer Schienenmobilitätskonzepte.

Gemeinsam mit der TH OWL, dem Fraunhofer IOSB-INA und dem NIT Kiel entsteht dabei ein digitales Bewertungstool, das Kommunen und regionalen Akteuren eine fundierte Entscheidungsgrundlage für Reaktivierungsprojekte bieten soll. Der RailCampus OWL bringt insbesondere Praxisperspektiven aus dem Bahnsektor sowie den Transfer in Fachwelt und Netzwerke ein.

Kick-off Meeting in Malente

Das Kickoff-Meeting des Projekts fand am 6. und 7. Mai 2026 in Malente statt. Neben einer gemeinsamen Besichtigung der Strecke Malente–Lütjenburg wurde ein gemeinsames Verständnis für die Projektziele, die Bewertungslogik und die Zusammenarbeit innerhalb des Konsortiums geschaffen. Zudem wurden erste fachliche Anforderungen und organisatorische Strukturen für die weitere Projektarbeit abgestimmt.

Azubi Vibes 2026: Begeisterung für den Studiengang Digitale Bahnsysteme wecken

Vom 07. bis 09. Mai 2026 war der RailCampus OWL auf der diesjährigen Azubi Vibes auf dem Gelände der DB Systemtechnik vertreten – und blickt auf drei spannende und erfolgreiche Veranstaltungstage zurück.

Im Mittelpunkt unseres Auftritts stand der duale Studiengang „Digitale Bahnsysteme“, über den wir zahlreiche interessierte Besucher informieren konnten. Besonders erfreulich waren die vielen offenen Gespräche mit jungen Menschen, die sich für Zukunftstechnologien, Digitalisierung und innovative Berufsperspektiven in der Bahnbranche interessieren. Das große Interesse hat einmal mehr gezeigt, wie wichtig attraktive Bildungsangebote und praxisnahe Einblicke für die Fachkräfte von morgen sind.

Ein besonderes Highlight an unserem Stand war erneut das Reaktionsspiel „Buzzbeater“. Hier galt es, die beeindruckende Bestzeit von nur neun Sekunden zu schlagen – eine Herausforderung, die bei vielen Besucher für Ehrgeiz, Begeisterung und jede Menge Spaß sorgte. Der Wettbewerb brachte nicht nur Action an den Stand, sondern bot auch zahlreiche Gelegenheiten für den persönlichen Austausch.

Darüber hinaus war unser Geschäftsführer Thore Arendt Teil des Bühnenprogramms der Azubi Vibes. Im Talkformat stellte er den Studiengang „Digitale Bahnsysteme“ vor und gab spannende Einblicke in die Chancen und Perspektiven moderner Bahn- und Mobilitätsberufe.

Wir bedanken uns bei allen Besucher, Gesprächspartner sowie den Organisator der Azubi Vibes für die gelungene Veranstaltung und freuen uns bereits auf die kommenden Begegnungen.

Autonomer Bahnbetrieb: Zwischen Fachkräftemangel, Regulierung und Realität

Gestern durfte der RailCampus OWL den Arbeitskreis Schiene (29.04.2026) des Kompetenznetzes automatisierte und vernetzte Mobilität (innocam.NRW) als Gast begrüßen. In den Diskussionen wurde deutlich: Der Fachkräftemangel im Bahnsektor ist real – aber die vermeintlich naheliegende Lösung „autonomes Fahren“ greift vielleicht zu kurz.

Natürlich liegt es auf der Hand, durch Automatisierung Personalengpässe zu kompensieren. Technologisch denken viele bereits in Richtung GoA 4, also vollautomatisierten Betrieb ohne Personal an Bord. Doch während die Technik in großen Teilen bereit ist, stellen sich in der Praxis vor allem regulatorische und juristische Hürden in den Weg. Die hohen Sicherheitsanforderungen im Bahnsystem sind aus guten Gründen etabliert – sie führen aber auch dazu, dass Innovationszyklen deutlich langsamer verlaufen als in anderen Branchen oder auch in anderen europäischen Ländern, in denen Risikobewertungen teilweise anders strukturiert sind.

Die zentrale Frage lautet daher: Wie gelingt der Nachweis, dass ein neues autonomes System mindestens genauso sicher ist wie bestehende Prozesse? Die Antwort darauf ist weniger theoretisch als vielmehr empirisch. Es braucht belastbare Daten, reale Erprobung und klar definierte Testumgebungen. Formate wie Erprobungsgenehmigungen oder angepasste Homologationsverfahren – wie sie etwa aus der Automobilindustrie bekannt sind – könnten hier eine wichtige Rolle spielen. Ebenso entscheidend sind klar abgegrenzte Räume, in denen neue Mobilitätslösungen unter realen Bedingungen getestet und validiert werden können.

Gleichzeitig wurde in der Diskussion auch deutlich: Autonomes Fahren ist kein Selbstläufer und schon gar kein kurzfristiger „Fix“ für den Fachkräftemangel. Im Gegenteil – die Entwicklung, Zulassung und der Betrieb solcher Systeme erfordern hochqualifizierte Expertinnen und Experten. Diese sind rar und entsprechend kostenintensiv. Wer auf Automatisierung setzt, muss daher auch das zugrunde liegende Geschäftsmodell konsequent mitdenken.

Fazit: Autonomie auf der Schiene bietet enormes Potenzial – aber der Weg dorthin ist komplex. Es braucht Mut zu neuen regulatorischen Ansätzen, Raum für Erprobung und einen realistischen Blick auf wirtschaftliche und personelle Rahmenbedingungen.

Vielen Dank an das Team von innocam.NRW für die offene, fundierte und anregende Diskussion!

Fortschritte bei AuToRail OWL und Start des Projekts KAMOS

In Ostwestfalen-Lippe nehmen mehrere Forschungsprojekte zur automatisierten und vernetzten Mobilität Fahrt auf. Mit AuToRail OWL hat eines der zentralen Vorhaben einen wichtigen Meilenstein erreicht: Am ehemaligen Bahnhof Kaunitz in Verl ist ein Testfeld für ein automatisiertes Fahrzeug entstanden, das sowohl auf der Straße als auch auf der Schiene fahren kann.

Am vergangenen Freitag wurde im Rahmen einer Informationsveranstaltung über den aktuellen Projektstand, die Fertigstellung des Testfeldes sowie die anstehenden Test- und Erprobungsphasen informiert. Vertreterinnen und Vertreter aus Forschung, Wirtschaft und Politik erhielten dabei Einblicke in das Konzept und die nächsten Schritte des Projekts.

Im Projekt wird ein hybrides Zweiwegefahrzeug entwickelt, das automatisiert zwischen Straße und Schiene wechseln kann. Ziel ist es, die Vorteile beider Verkehrsträger zu kombinieren: längere Strecken effizient auf der Schiene zurücklegen und gleichzeitig flexible Anschlüsse auf der Straße ermöglichen. Das Testfeld in Verl dient dazu, zentrale technische Funktionen – etwa das automatisierte Ein- und Ausgleisen während der Fahrt – unter realen Bedingungen zu erproben.

Der RailCampus OWL begleitet das Projekt im Rahmen seiner Funktion als Standort des Deutschen Zentrums Mobilität der Zukunft (DZM). Dabei bringt der RailCampus insbesondere sein Netzwerk aus Expert:innen aus Industrie, Forschung und Bahnbetrieb ein und sorgt dafür, dass auch die Perspektive der Vollbahnen in die Entwicklung neuer Mobilitätslösungen einfließt.

KAMOS entwickelt kooperative Mobilitätslösungen für Straße und Schiene


Parallel dazu ist mit KAMOS – Kooperative automatisierte und vernetzte Mobilitätssysteme auf Straße und Schiene ein weiteres Forschungsprojekt gestartet. Ziel des Vorhabens ist es, automatisierte Fahrzeuge verschiedener Verkehrsträger stärker miteinander zu vernetzen und neue Formen kooperativer Mobilitätssysteme zu entwickeln.

Der RailCampus OWL ist in KAMOS als assoziierter Partner beteiligt und unterstützt das Projekt. Durch die Einbindung seines Netzwerks aus Expertinnen und Experten im Bahnsektor. Dadurch kann insbesondere die Perspektive der Vollbahnen frühzeitig in die Projektarbeit eingebracht werden.

Praxisnahe Tests: Ergebnisse aus enableATO fließen in das MonoCab-System ein

Eine Verbindung besteht zudem zum DZM-Projekt enableATO. Die dort entwickelten Lösungen zur Automatisierung des Schienenverkehrs werden im MonoCab-System praktisch erprobt und getestet. Dadurch entstehen Synergien zwischen verschiedenen Forschungsinitiativen, die sich mit neuen Formen automatisierter und vernetzter Mobilität beschäftigen.

Gemeinsam leisten die Projekte einen wichtigen Beitrag zur Entwicklung innovativer Mobilitätslösungen an der Schnittstelle von Straße und Schiene.

Zweiwege-Fahrzeug des KAMOS Projektes
Prof. Dr. Ulrich Büker erläutert Inhalte

Future Rail Forum 2026 – Die Schiene im Netzwerk der Zukunft

Der RailCampus OWL lud am 26.02.2026 zum ersten Future Rail Forum 2026 und rund 100 Fachgäste aus Wirtschaft, Wissenschaft und Praxis folgten der Einladung nach Minden. Als Veranstalter brachte der RailCampus OWL zentrale Akteurinnen und Akteure der Bahn- und Mobilitätsbranche zusammen und setzte damit ein starkes Zeichen für den fachlichen Austausch zur vernetzten Mobilität der Zukunft. Zu Gast war die Veranstaltung bei der HARTING Deutschland GmbH & Co. KG. Durch das Programm führte Georg Kern, Chefredakteur des Fachmagazins Bahnmanager, der die einzelnen Programmpunkte einordnete und den fachlichen Austausch zwischen den Vorträgen moderierend begleitete.

Seitens des Gastgebers begrüßten Dr. Matthias Gellert und Gisela Eickhoff die Teilnehmenden und unterstrichen die Bedeutung technologischer Innovationen und starker Partnerschaften für die Weiterentwicklung zukunftsfähiger Mobilitätslösungen.

Unter dem Leitthema „Schiene im Netzwerk der Zukunft“ stand die Frage im Mittelpunkt, wie multimodale Lösungsansätze sowie intelligente technische und informatorische Schnittstellen zwischen den Verkehrsträgern gestaltet werden müssen, damit die Schiene eine zentrale Rolle in der gesamten Transportkette einnehmen kann. In insgesamt elf Fachvorträgen wurden innovative Ansätze sowohl für den Personen- als auch für den Güterverkehr vorgestellt.

Technologische Innovationen für die Bahn der Zukunft

Die fachliche Eröffnung übernahm Dr.-Ing. Hiie-Mai Unger, Vorsitzende der Geschäftsführung der DB Systemtechnik GmbH. Sie hob hervor, wie wichtig innovative technische Lösungen wie Autonomous Train Operation (ATO) und datenbasierte Instandhaltung für ein reibungsloses Ineinandergreifen der einzelnen Glieder der Transportkette sind.

Einen wissenschaftlichen Überblick gab Prof. Dr.-Ing. Rolf Naumann von der Hochschule Bielefeld (HSBI). Er verdeutlichte die grundlegende Bedeutung von Mobilität für Wirtschaft und Gesellschaft und betonte die Notwendigkeit digitaler Lösungen für zukünftige Mobilitätsanforderungen, zum Beispiel zur Sicherung von Mobilitätsangeboten im ländlichen Raum.

Im weiteren Verlauf des Vormittags widmete sich Olaf Stepputat von der SonoBeacon GmbH der digitalen Koordination von Fahrgästen und zeigte auf, wie Informationsflüsse nutzerorientiert gestaltet werden können. Dr. Heike Twele von der Hacon Ingenieurgesellschaft mbH präsentierte eine smarte Mobilitätskette für den Personenverkehr und erläuterte, wie digitale Plattformlösungen unterschiedliche Verkehrsträger intelligent verknüpfen. Dipl.-Ing. Thomas Rief von der Wölfel Engineering GmbH & Co. KG stellte integrierte Condition Monitoring-Lösungen zur kontinuierlichen Überwachung der Infrastruktur vor und verdeutlichte deren Beitrag zu höherer Verfügbarkeit und Sicherheit.

Zukunftslösungen für den Personen- und Güterverkehr

In der gemeinsamen Nachmittagssession standen praxisnahe Lösungsbeispiele sowohl des Personen- als auch des Güterverkehrs auf der Schiene im Fokus. Philipp Widmann vom Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt e.V. (DLR) präsentierte Ansätze zur verbesserten Anbindung ländlicher Räume an die Schiene. Das europäische Projekt ULTIMO wurde von Andreas Fehr und Vanessa Schmidt der DB Regio AG vorgestellt und zeigte innovative autonome Zubringerlösungen. Prof. Thomas Schlipköther von der RELA AG demonstrierte digitale Lösungen an intermodalen Terminals und beleuchtete die Gestaltung effizienter Schnittstellen. Achim Klukas vom Fraunhofer-Institut für Materialfluss und Logistik IML schließlich analysierte die Potenziale und Grenzen künstlicher Intelligenz im Gütertransport anhand des Projekts „Optimal Loads“.

Den inhaltlichen Abschluss gestaltete Achim Oberwöhrmeier von der KVG Lippe, der die Diskussion zusammenfasste und betonte, dass insbesondere autonomes Fahren in Kombination mit multimodalen Mobilitätsketten für ländliche Räume eine zentrale Lösung darstellen könne, sofern die Wirtschaftlichkeit der Konzepte langfristig gewährleistet sei.

Zusammenarbeit als Schlüssel für die Mobilität von morgen

Das Future Rail Forum 2026 machte deutlich, dass die Schiene ihre zentrale Rolle im Netzwerk der Zukunft nur dann voll entfalten kann, wenn technologische Innovation, digitale Transparenz und intermodale Zusammenarbeit konsequent zusammengedacht werden. Als Veranstalter schuf der RailCampus OWL e.V. erneut eine Plattform für Austausch, Impulse und neue Kooperationen zwischen Forschung, Wirtschaft und Praxis.

SpringEvent 2026 des RailCampus OWL: Starke Impulse für die Zukunft des Schienengüterverkehrs

Am 25. Februar veranstaltete der RailCampus OWL e.V. sein diesjähriges SpringEvent bei der Mindener Kreisbahnen GmbH. Rund 100 Mitglieder und interessierte Gäste folgten der Einladung in die Werkshalle der MKB und nutzten das besondere Industrieambiente für intensiven fachlichen Austausch.

Mit dem SpringEvent hat der RailCampus OWL e.V, ein wichtiges Format etabliert, das zentrale Impulsgeber aus Wirtschaft, Logistik, Infrastruktur und Politik zusammenbringt. Ziel ist es, relevante Zukunftsthemen sichtbar zu machen, den Austausch zwischen den Akteuren zu fördern und konkrete Ansätze für Innovation und Zusammenarbeit in der Branche zu entwickeln.

Die Veranstaltung wurde durch den Vorsitzenden des RailCampus OWL e.V., Prof. Dr. Stefan Witte, eröffnet. Anschließend begrüßte Jörg-Michael Schrader, Kämmerer und Dezernent des Mühlenkreis Minden-Lübbecke, die Gäste und stellte die Bedeutung des Themas für die Region heraus.

Den ersten fachlichen Impuls lieferte Dr. Dominik Breitkreutz, Geschäftsführer der Mindener Kreisbahnen GmbH. Er betonte, dass Technologie und Innovation zentrale Bausteine für die Zukunft des Schienengüterverkehrs seien. Gleichzeitig müsse Innovation aber immer auch wirtschaftlich tragfähig sein, insbesondere für kleine und mittlere Unternehmen, die eine wichtige Rolle in der Branche spielen.

Irmtraut Tonndorf, Senior Advisor der HUPAC Group aus der Schweiz brachte anschließend die internationale Perspektive ein. Sie hob hervor, dass der massive Sanierungsrückstau im deutschen Schienennetz eine große Herausforderung für den Güterverkehr darstellt, da Umleitungen häufig nur schwer zu planen und umzusetzen seien. Ihr wichtigstes Plädoyer lautete, Innovation stärker am Menschen und an effizienten Prozessen auszurichten, statt ausschließlich auf technologische Lösungen zu setzen.

Sebastian Jezek, Projektkoordinator der Mindener Hafen GmbH ergänzte die Diskussion mit dem Blick auf die Schnittstelle zwischen Schiene und Wasserstraße. Er unterstrich den branchenweiten Konsens der Vorträge: Kooperation und gemeinschaftliche Projekte seien ein zentraler Schlüssel, um Innovationen wirtschaftlich sinnvoll in Unternehmen zu implementieren.

Abgerundet wurde das SpringEvent durch Führungen über das Gelände der Mindener Kreisbahnen GmbH sowie einen entspannten Ausklang mit viel Raum für Networking und vertiefende Gespräche.

Das SpringEvent des RailCampus OWL e.V. hat erneut gezeigt, wie wichtig Formate sind, die Austausch und Wissenstransfer aktiv fördern. Als Plattform bringt der RailCampus OWL e.V. wichtige Akteure der Branche zusammen und schafft damit die Grundlage, um die Zukunft des Schienengüterverkehrs gemeinsam zu gestalten.

RailCampus OWL e.V. baut Netzwerk weiter aus: Bahntek GmbH wird neues Mitglied

Der RailCampus OWL e.V. setzt seinen erfolgreichen Wachstumskurs auch im Jahr 2026 fort. Ab heute ist die Bahntek GmbH neues Mitglied des Netzwerks. Damit entwickelt sich die starke Gemeinschaft engagierter Partner kontinuierlich weiter und unterstreicht die Bedeutung des RailCampus OWL als Plattform für Austausch, Innovation und Fachkräfteentwicklung in der Bahnbranche.

Die Bahntek GmbH ist ein mobiler Fachbetrieb im Schienenfahrzeugbau und deckt ein breites Spektrum an Montage- und Ingenieursdienstleistungen rund um das Schienenfahrzeug ab. Das Unternehmen unterstützt Hersteller und Betreiber unter anderem bei Fertigung, Inbetriebnahme, Wartung, Modernisierung sowie komplexen Reparatur- und Montagearbeiten.

Ein besonderer Fokus liegt zudem auf Qualifizierung und Wissenstransfer: Mit dem eigenen „Bahntek Campus“ investiert das Unternehmen gezielt in praxisnahe Aus- und Weiterbildung seiner Mitarbeitenden, um Sicherheit, Qualität und Effizienz in der Instandhaltung kontinuierlich zu stärken.

Der RailCampus OWL e.V. verfolgt sein für 2026 gestecktes Ziel konsequent weiter: das Netzwerk kontinuierlich auszubauen und die Zusammenarbeit zwischen Unternehmen, Institutionen und Fachkräften in der Bahnbranche zu stärken. Wir freuen uns sehr über den Zuwachs durch die Bahntek GmbH und auf die zukünftige Zusammenarbeit.