Hoher Besuch am Gemeinschaftsstand von DZM, RailCampus OWL und MONOCAB auf der InnoTrans 2026: Oliver Krischer, Minister für Umwelt, Naturschutz und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen, informierte sich über den aktuellen Entwicklungsstand des MONOCAB. Zudem informierte er sich über die Ergebnisse des Forschungsprojekts enableATO. Krischer zeigte sich dabei sehr positiv vom erreichten Entwicklungsstand und den Perspektiven der vorgestellten Technologien.
Im Mittelpunkt des Austauschs standen die Fortschritte beim MONOCAB. Zudem ging es um die Frage, wie Forschungsergebnisse aus dem Projekt enableATO in die praktische Weiterentwicklung und Erprobung des Systems einfließen. enableATO beschäftigt sich mit der Automatisierung des Bahnverkehrs. Das Projekt entwickelt unter anderem technologische Grundlagen für die sichere Wahrnehmung, Lokalisierung, Hinderniserkennung sowie die autonome Steuerung von Schienenfahrzeugen.Damit entstehen wichtige Bausteine für die weitere Entwicklung des MONOCAB.
Das MONOCAB soll langfristig als innovatives, autonomes und bedarfsgerechtes Mobilitätsangebot insbesondere für ländliche Räume eingesetzt werden. Die kompakten, kreiselstabilisierten Fahrzeuge können auf einer einzigen Schiene bidirektional verkehren und sollen damit auch die Reaktivierung bestehender, heute nicht mehr genutzter Bahnstrecken ermöglichen.
Bis 2023 ersten MONOCAB Demonstrator
Bis 2032 soll das MONOCAB als Demonstrator für die nächste Entwicklungsstufe zur Verfügung stehen. Auf dem Weg dorthin sind weitere Forschungs-, Entwicklungs- und Umsetzungsschritte erforderlich. Die Ergebnisse aus enableATO leisten dabei einen wichtigen Beitrag, insbesondere im Bereich der autonomen Steuerung und des automatisierten Betriebs.
Die Weiterentwicklung des MONOCAB wird durch eine Reihe von Forschungsprojekten getragen. Neben den beteiligten Hochschulen und Forschungseinrichtungen spielt dabei auch die Unterstützung durch das Land Nordrhein-Westfalen eine wichtige Rolle. Bereits die bisherigen MONOCAB-Projekte wurden unter anderem durch das Umweltministerium NRW gefördert. Weitere Vorhaben werden derzeit gemeinsam mit Partnern aus Forschung, Wirtschaft und öffentlicher Hand umgesetzt.
Positive Zwischenbilanz und großes Interesse
„Wir freuen uns sehr über das Interesse des Ministers und die positive Einschätzung der bisherigen Entwicklung“, so der RailCampus OWL. „MONOCAB zeigt beispielhaft, wie Forschungsergebnisse aus unterschiedlichen Projekten zusammengeführt und Schritt für Schritt in Richtung praktischer Anwendung entwickelt werden können. Die Unterstützung durch das Land Nordrhein-Westfalen ist dabei ein wichtiger Bestandteil dieses Weges.“
Der Besuch auf der InnoTrans machte zugleich deutlich, wie eng die verschiedenen Aktivitäten am DZM-Standort Minden miteinander verbunden sind. Forschung zur Automatisierung, Entwicklung neuer Fahrzeugkonzepte und die Erprobung innovativer Technologien greifen ineinander und schaffen gemeinsam die Voraussetzungen für neue Formen des Schienenverkehrs.

