DiBaMi– Digitaler Bahnhof Minden

DiBaMi – Digitaler Bahnhof Minden ist ein Projekt, in dem Maßnahmen für einen reibungslosen Mobilitätsfluss und einen angenehmen Aufenthalt am Bahnhof entwickelt werden. Serviceroboter unterstützen Fahrgäste beim Gepäcktransport, liefern Informationen und erhöhen die Fahrgastsicherheit gerade an kleinen Bahnhöfen.

Realisierung des Projektes

Das Projekt DiBaMi entwickelt Maßnahmen für einen reibungslosen Verkehrsfluss und einen angenehmen Aufenthalt am Bahnhof. In dem künftigen Schaufensterbahnhof sollen Informations- und Begleitroboter die Fahrgäste unterstützen. Das Projekt enthält vier Teilprojekte:

1. Serviceroboter

Am Bahnhof Minden werden besonders die Entwicklung und der Test von Servicerobotern sichtbar. Diese sollen älteren und mobilitätseingeschränkten Fahrgästen das Ein- und Aussteigen erleichtern, indem sie über Anschlussverbindungen und weitere Verkehrsmittel informieren, den Weg zur nächsten Station der Mobilitätskette, etwa einer Bushaltestelle, begleiten und beim Gepäcktransport unterstützen. An wenig frequentierten Bahnhöfen können die Roboter zudem die Sicherheit erhöhen, da sie mit Notruftastern ausgestattet sind.

2. Roboterüberwachung

In einem weiteren Teilprojekt, umgesetzt von den Universitäten Paderborn und Bielefeld, werden Verfahren entwickelt, um den Zustand des Roboters automatisch zu überwachen und die Maschine ihr Verhalten ändern zu lassen, wenn beispielsweise der Akku schwächer wird. Dabei fließen mögliche Betriebs- und Umweltbedingungen des Bahnhofs ein. So soll ein energieeffizienter, robuster Betrieb ermöglicht werden.

3. Schaufenster Mobilitätshub Bahnhof Minden

Im Teilprojekt „Schaufenster Mobilitätshub Bahnhof Minden“ identifizieren und erproben die Forschenden weitere Anwendungsfälle. Dafür werden Innovationsscouts ausgebildet, die neue Lösungen für nachhaltige Mobilität vorantreiben. Besucherinnen und Besucher werden in Studien zum digitalen Bahnhof befragt. Die Ergebnisse fließen in Lehrveranstaltungen der vier beteiligten Hochschulen ein. Der Bahnhof soll sich zu einem „dritten Ort“ für Zusammenarbeit und außerschulisches Lernen entwickeln. Ein Online-Portal unterstützt diesen Prozess, ergänzt durch Dialogformate, in denen Bürgerinnen und Bürger über ihre Mobilitätsbedürfnisse und die neuen Angebote diskutieren.

4. Kommunikationsnetz

Ebenfalls entwickelt ein Teilprojekt das technische Kommunikationsnetz für die Roboter und den Schaufensterbahnhof. Dafür wird auf das 4G/5G-Netz eines Telekommunikationsunternehmens zurückgegriffen. Erst dadurch lassen sich beispielsweise der Betriebszustand eines Roboters und seine Position in Echtzeit kontrollieren.